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Jeff Horn schlägt Anthony Mundine in Runde 1

Ein Beitrag von F. W.

Jeff Horn schlägt Anthony Mundine in Runde 1

Im australischen Brisbane brauchte der ehemalige Weltmeister der WBO im Weltergewicht nicht mal eine ganze Runde, um Anthony Mundine seine Grenzen aufzuzeigen. Der Kampf war zwar auf 12 Runden angesetzt, aber schon nach 96 Sekunden der ersten Runde brachte ein linker Haken von „The Hornet“ die Entscheidung.

Horn war extra für diese Begegnung ins Mittelgewicht aufgestiegen, Mundine hatte ihm allerdings nicht viel entgegenzusetzen. Kein Wunder: „The Man“ ist mittlerweile 43 Jahre alt und zudem mit dem Makel behaftet, seit 2015 nur zweimal im Ring gestanden zu haben.

Die australischen Boxfans waren allerdings über das schnelle Ende alles andere als erfreut. Kein Wunder, denn die Medien in Down Under hatten den Fight im Vorfeld als „größten Kampf im australischen Boxen“ gehyped. Beim Stare down nach dem Wiegen war Mundine seinem Gegner sogar an die Gurgel gegangen und hatte später im Interview gesagt, er sei ein eingesperrter Löwe, der nun bereit zu fressen: „Horn ist ein guter Junge, aber nicht in meiner Liga. Ihm zuzusehen ist so, als ob man Farbe beim Trocknen zusieht: langweilig.“

Nach dem Kampf gab es aber keine Ausflüchte und Entschuldigungen von Mundine, der den Hut vor Jeff Horn zog. Darüber hinaus entschuldigte sich Anthony Mundine bei den Zuschauern: „Das ganze Gerede, der ganze Scheiß, den ich von mir gegeben habe, um den Kampf aufzubauschen … es ist halt ein  Unterhaltungsgeschäft.“

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Ein Geschäft, dem Mundine nun den Rücken zukehrt. Nach 18 Jahren als Profi verkündete „The Man“ unmittelbar nach der Niederlage, dass er nun die Handschuhe an den Nagel hängen würde: „Ich habe eine große Karriere gehabt!“

Horn war selber überrascht über das schnelle Ende des Kampfes, zollte dem Verlierer aber trotzdem Respekt: „Er hat im Sport erstaunliche Dinge geleistet und ich werde definitiv nicht nachmachen  können, was er getan hat.”

Anthony Mundine war nicht nur zweimal WBA-Weltmeister im Supermittelgewicht, er trug überdies den IBO-Titel im Mittelgewicht und war WBA-Weltmeister im Super-Weltergewicht. Bevor er Profiboxer wurde, war Mundine der bestbezahlte Spieler der australischen National Rugby League.

Für Jeff Horn haben sich mit dem Sieg über Mundine nun wieder ein paar Türen geöffnet. Horns Trainer Glenn Rushton und sein Promoter Dean Lonergan sehen für „The Hornet“ gute Chancen in gleich mehreren Gewichtsklassen: „Wir müssen sehen, wo große Kämpfe  auf uns warten.“

 

 

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