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Jarrell Miller weist Dopingvorwurf zurück

Jarrell Miller weist Dopingvorwurf zurück

Drei Tage nachdem ‚Big Baby‘ Miller positiv getestet und aus dem Kampf gegen Jerry Forrest am 9. Juli abgezogen wurde, hat sich der 31-jährige Schwergewichtler zu Wort gemeldet. „Ich habe niemals absichtlich ein Steroid zur Leistungssteigerung genommen”, erklärte Miller unter anderem im Interview mit fightnetwork.com.

 

„Niemand kann empörter sein als ich”, sagte Miller im Bezug auf die Vorwürfe: „Ich habe Millionen Dollar verloren. Ich bin derjenige, dessen Karriere auf dem Spiel steht!“

Fraglich ist allerdings, warum sich Miller nie für das „Clean Boxing Programm“ der WBC angemeldet hat. Die 15 bestplatzierten Kämpfer des WBC in jeder Gewichtsklasse werden gebeten, an dieser Maßnahme teilzunehmen. Rund ums Jahr kann es dann unangekündigte Stichprobentests auf leistungssteigernde Drogen und andere verbotene Methoden in dem von der VADA verwalteten Programm geben.

Im Interview mit „SkySports“ hatte WBC-Präsident Mauricio Sulaiman erklärt: „Wir haben ihnen (Millers Team) die Dokumente geschickt. Er hatte drei Monate Zeit, um drei Blätter auszufüllen, und er hat es nicht getan. Dann haben sie behauptet, sie hätten die Papiere nicht, also haben wir sie ihnen (…) noch einmal geschickt. Er (Jarrell Miller) hat sie zweimal nicht eingereicht!“ Aus diesem Grund hatte der WBC Miller auch aus der verbandseigenen Rangliste entfernt.

Trotzdem behauptet ‚Big Baby‘ Miller, er habe wohl versehentlich verbotene Substanzen zu sich genommen: „Ich kann mich nur (…) entschuldigen.  Aber ich habe meine Hausaufgaben gemacht und die VADA über bestimmte Umstände informiert. Ich habe meinen Teil als Mensch und als Kämpfer getan.”

Der Schwergewichtler aus Brooklyn ist von der Sportkommission des Staates Nevada vorübergehend suspendiert worden, eine längere Sperre droht. Viele fordern den dauerhaften Entzug von Millers Boxlizenz. Ein Umstand, mit dem der Betroffene nicht einverstanden ist.: „Ich sollte nicht lebenslang gesperrt werden” sagte Jarrell Miller im Gespräch mit Journalisten: „Ich bin bereit, eine Suspendierung zu akzeptieren und bereit, während dieser Suspendierung monatliche Tests durchzuführen. Aber lebenslang gesperrt werden? Das ist verrückt. Ich möchte, dass die breite Öffentlichkeit darüber nachdenkt, wenn die Fakten herauskommen!“

Die Fakten – so die „Miller-Version“ – sehen wie folgt aus: Miller gibt zu, oral ein nicht genauer benanntes „Produkt“ zu sich genommen zu haben: „Das war, bevor der Kampf (gegen Jerry Forrest) überhaupt geplant war. Es war kein Steroid. Wenn ich wüsste, dass es sich um eine schädliche Substanz handelt, würde ich sie nicht einnehmen. Ich habe Tausende von Dollar ausgegeben, um Produkte testen zu lassen und sicherzustellen, dass es sich um saubere Produkte handelt. Ich bin wütend darüber, aber es gibt eine Erklärung dafür, und ich und mein Team arbeiten daran.”

Nun bleibt abzuwarten, ob Millers Argumentation bei den Verantwortlichen auf fruchtbaren Boden fällt. Jarrell Millers Co-Promoter Dmitriy Salita zeigte sich verständlicherweise enttäuscht: „Ich habe mich auf den 9. Juli und die Rückkehr von Jarrell in den Ring gefreut. Diese Nachricht ist auch für mich schockierend. Hoffentlich werden wir bald mehr Fakten erhalten. Wie Bob Arum sagte, werden wir uns alle von der Entscheidung der Nevada Athletic Commission leiten lassen”.

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3 Kommentare

  1. 2. Juli 2020 at 10:36 —

    Selbst wenn es unabsichtlich gewesen sein sollte so spielt das keine rolle. als profisportler bist du dafür verantwortlich was du zu dir nimmst. selbst die ganzen angeblich verunreinigten fleischesser mit clembuterol sollten nicht straffrei bleiben. aber die geschichte glaubt ihm sowieso keiner. Positiv ist Positiv wenn bei der Analyse keine Verfahrensfehler gemacht wurden und die B Probe es bestätigt.

    • 2. Juli 2020 at 10:53 —

      Genau so ist das..!

      • 2. Juli 2020 at 13:41 —

        trotzdem die fragen, ist das eig. schon klar, dass er positiv ist. also ist die b probe ausgewertet oder hat er sich schuldig bekannt (nun mit dem obigen interview bekennt er sich quasi schuldig).
        wie gesagt solange bei der probe keine fehler sind dann kann es keine ausrede sein oder es wissentlich oder unwissentlich genommen hat!

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