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Jarrell Miller – Suspendierung für 6 Monate

Jarrell Miller – Suspendierung für 6 Monate

Wie der US-amerikanische Fernsehsender ESPN berichtet, hat der Boxverband WBA Jarrell „Big Baby“ Miller  für sechs Monate gesperrt. Miller war im Vorfeld des Kampfes gegen den Briten Anthony Joshua am 1. Juni im New Yorker Madison Square Garden durch den Dopingtest gefallen. Gleich mehrere leistungssteigernde Substanzen konnte die Voluntary Anti-Doping Association – kurz VADA – in Millers Urin feststellen: GW1616, ein Wachstumshormon und EPO. Die New Yorker Athletenkommission NYSAC verweigerte Miller daraufhin die Boxlizenz für den Joshua-Fight.

„Big Baby“, der anfangs noch geleugnet hatte, wissentlich leistungsseigernde Mittel zu sich genommen zu haben, zeigte sich dann als „reuiger Sünder“; vielleicht in der Hoffnung, eine drohende Sperre so kurz wie möglich zu halten. Immerhin war Miller zu seiner Zeit als Kickboxer im Jahr 2014 schon einmal wegen Dopings für 14 Monate gesperrt worden.

Dopinggegner – wie Boxtrainer Freddie Roach – hatten sich für eine lebenslange Sperre von Miller ausgesprochen. Roach sieht Doping im Ring nicht als Kavaliersdelikt, sondern als ernsthafte Gefahr für die Gegner der durch Doping leistungsgesteigerten Boxer: „Ich meine, es ist fast ein Mordversuch, denn es geht um Kampfsport. Wenn jemand Drogen nimmt, um seine Leistung zu verbessern, dann ist das gefährlich!”

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Einhergehend mit der sechsmonatigen Sperre soll Miller für diesen Zeitraum auch aus dem offiziellen WBA-Ranking entfernt werden. Jarrell Miller muss darüber hinaus für die Dauer seiner Sperre stichprobenartig weitere Tests der VADA über sich ergehen lassen. Von den Ergebnissen dieser Tests wird abhängen, ob er nach dem 19. September wieder Aufnahme in die WBA-Rangliste findet oder nicht.

„Ich denke, das ist fair.”, wird Millers Co-Promoter Greg Cohen zitiert. Die Strafe sei angemessen, sagte Cohen weiter und verwies darauf, dass die Dauer von Millers Suspendierung im Einklang mit ähnlichen Strafen bei Dopingvergehen wie denen von Canelo Alvarez oder Billy Joe Saunders stehen würde.

Cohen geht zudem davon aus, dass Miller die Entscheidung der WBA akzeptieren wird: „Ich glaube nicht, dass er andere eine Wahl hat.“  Zwar hätte Jarrell Miller durchaus die Möglichkeit, in nicht von der WBA genehmigten Kämpfen anzutreten, fraglich ist jedoch, ob er von einer anderen Kommission  eine Lizenz bekäme. Cohen bekräftigte allerdings, dass Miller keinerlei Versuche unternehmen würde, um während seiner Sperre im Ring stehen zu können.

 

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7 Kommentare

  1. 30. April 2019 at 16:35 —

    Wachstumshormone fördern natürlich auch das Wachstum u.a. von Krebszellen. Wer so etwas im Kampfsport nimmt, ist nicht nur, wie Roach es sagt, ein potentieller Mörder, sondern auch ein potentieller Selbstmörder und außerdem ein geisteskrankes Arschloch. 6 Monate sind ein schlechter Witz – auch wenn er natürlich nicht der einzige Doper im HW ist. Charr, Ortiz, Teper, V. Klitschko, Whyte sind nur die, die mir spontan einfallen. Alles nette Kollegen, die eigentlich nur durch einen frühen, qualvollen und schmerzhaften Tod so richtig bestraft werden können. Aber was laber ich da, bei mir in meinem sauberen Gym nehmen die Freunde Nandrolon für einen Wettkampf im Kraftdreikampf auf Landesebene …

    • 1. Mai 2019 at 11:29 —

      Charr, Ortiz, Teper, V. Klitschko, Whyte sind nur die, die mir spontan einfallen.

      wie kann man da povetkin vergessen ;D

      und wurde V.klitschko des dopings überführt !?

      • 1. Mai 2019 at 11:48 —

        obwohl sich povetkin & mariusz wach sogar 2 x haben erwischen lassen.

        obwohl man sich im falle charr hätte noch mehr aufregen können

        gedopter “”weltmeister”” ohne strafe davon bekommen

        • 7. Mai 2019 at 09:26 —

          povetkin wurde doch glaub ich auch nachträglich zumindest von einer probe freigesprochen wie auch mihkalkin.

      • 7. Mai 2019 at 08:16 —

        und wurde V.klitschko des dopings überführt !?

        Frag ihn doch mal warum sein Bruder zur Olympiade gefahren ist.

    • 7. Mai 2019 at 09:01 —

      Da Charr das Doping nicht nachgewiesen wurde bitte streichen!

  2. 30. April 2019 at 19:36 —

    Ach herje, was soll das denn—-nur 6 Monate Sperre? Das ist alles nur kein abschreckendes Beispiel!
    Da sollten sich mal die Herschaften der Dopingkommisionen zusammen setzen und über drastischre Maßnahmen verhandeln……obwohl, drastischere Maßnahmen machen womöglich arbeitslos oder verringern gar deren Arbeitsplätze?!
    Ja ich weiss die Boxer werden vom Verband gesperrt, nur mit solchen Larifaristrafen bekommt man das Problem nicht in den Griff!

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