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Jarrell Miller – neue Dopingvorwürfe

Jarrell „Big Baby“ Miller lernt es einfach nicht. Dem 32-jährigen aus Brooklyn wird wieder einmal Doping vorgeworfen. Nimmt man das erste Dopingvergehen aus seiner Kickbox-Zeit dazu, wofür er 2014 eine 9-monatige Sperre kassierte, ist es jetzt bereits das fünfte Mal, dass er wegen Doping auffällt. Entweder scheint seine Lernfähigkeit gegen Null zu gehen oder er glaubt, dass er den Rest der Welt am laufenden Band täuschen kann. Die Strafen und Sperren, die er deswegen bekommen hat, scheinen keinerlei Lernprozess angeregt zu haben.

Erst im vergangenen Jahr war Miller vor dem geplanten WM-Kampf gegen Anthony Joshua gesperrt worden, weil er gleich eine ganze Reihe von Mittelchen verwendete, die seinen Muskelaufbau und seine Kondition illegal gesteigert hatten. An seiner Stelle bekam dann Andy Ruiz jr den Kampf gegen Joshua. Was dabei heraus kam, konnte die ganze Welt auf DAZN.com sehen. Ruiz holte sich vorläufig Joshuas Gürtel. Miller kam mit einer 6-monatigen Sperre durch die WBA relativ glimpflich davon. Dass Miller dabei mindestens 5 bis 7 Millionen Dollar an Geldbörsen und ein immerhin möglicher WM-Sieg verloren gingen, sei nur am Rande erwähnt.

Offenbar hielt Miller das Ganze für ein kleines Kavaliersdelikt. Während seiner Sperre bekam er sogar einen Deal mit Bob Arum, der ihn unter Vertrag nahm und sich um seine weitere Karriere kümmern wollte. Miller postete in dieser Zeit Fotos, auf denen er dann erst mit recht deutlich überladener Bodybuilderfigur zu sehen war. Man muss schon sehr naiv sein, um zu glauben, dass er zu diesen Fleischbergen nur mit Liegestütz, grünem Salat und Hühnchenfleisch gekommen war.

Miller stand zuletzt im November 2018 im Ring. Er sollte eigentlich am 9. Juli bei einer Top-Rank Veranstaltung im MGM Grand Las Vegas sein Comeback gegen Jerry Forrest geben. Boxen.de berichtete darüber. Das Ziel war, Miller erneut an einen WM-Kampf heran zu führen. Das hätte zwar aufgrund der erst einmal abzuarbeitenden WM-Fights von Joshua, Fury & Co noch mindestens ein Jahr gedauert, aber Arum hätte schon dafür gesorgt, das Miller seine Chance bekommt.

Bob Arum selbst war es jetzt allerdings, der den erneuten „Sündenfall“ von Jarrell Miller bekannt gegeben hat. Er informierte Ryan O`Hara vom „The Ring“ Magazine, dass bei Miller in einem Test erneut die gleichen verbotenen Substanzen gefunden wurden. Die weitere boxerische Zukunft steht für Miller erst einmal in den Sternen. Er gehört offensichtlich zu den Boxern, die glauben immer und überall durchzukommen oder Doping als Kavaliersdelikt ansehen. Man kann durchaus gespannt sein, ob es wieder so billig für ihn ausgeht oder ob er jetzt mal einen richtigen Denkzettel verpasst bekommt.

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25 Kommentare

  1. 28. Juni 2020 at 10:27 —

    Warun Miller anscheinend wieder gedopt hat kann letztendlich nur er selbst kommentieren, aber einer der Gründe dürften die meist laschen Strafen für solch ein Vergehen sein!

    Man sollte Dopingsünder, egal in welcher Sportart für mindestens 5 Jahre sperren…..ob das dann tatsächlich auch fruchten würde steht auf einen anderen Blatt, aber es wäre mal ein Anfang!

    • 29. Juni 2020 at 17:12 —

      ich finde man sollte es so machen wie bei sturm. gleich als körperverletzung deklarieren und vor gericht gezogen werden. klar ging es eher um seine steuern in erster linie aber gut das das doping mit auf dem zettel war und er auch dafür verurteilt wurde.

      • 29. Juni 2020 at 18:14 —

        Im Fall Miller wäre eine Anzeige wegen Körperverletzung rechtlich nicht begründbar, denn er hat nicht gekämpft und somit auch niemanden an der körperlichen Unversehrtheit geschädigt. Man müsste ihm erstmal beweisen das er auch gekämpft hätte, was sicherlich nicht möglich ist, somit liegt auch keine Körperverletzung im Versuch vor. Im Gegensatz zu Sturm, der nach dem Kampf positiv getestet wurde und damit war klar das er Chudinov auch körperlich beeinträchtigt hat.

  2. 28. Juni 2020 at 12:35 —

    Man kann die Realität ignorieren aber irgendwann nicht mehr die ignorierte Realität. Jeder macht was er kann um sich fitter zu machen. Die Moralvostellung vom sauberen Athleten ist irrsinnig, in einer Zeit in der so viel möglich ist, nutzen die Menschen diese Möglichkeiten auch. Da eh jeder stofft, wäre es sinnvoll es zu legalisieren.

  3. 29. Juni 2020 at 10:09 —

    Es ist sehr erfrischend, wenn man auf jemanden stößt, der den von Dir angesprochen Fakt nicht leugnet. Es dreht sich in der Sportwelt um zig Milliarden €uro, Doping stellt in diesem Metier, ab einem bestimmten Level, also immer nur eine logische Konsequenz dar, die sich nicht mehr einfach so verhindern lässt!

    Es läge daher nahe, das Doping zu legalisieren, aber das sollte nicht Sinn und Zweck eines fairen Sportbetriebes sein. Vielbesser könnte man durch global einheitliche Dopingregeln dem Dopingbetrieb einen immer sichereren Riegel vorschieben.

    So betreibt z.B. kein professioneller Doping auf eigenes Risiko Doping. Er würde aus gesundheitlicher Sicht noch schneller nach unten durchgereicht werden, als aus sportlicher Sicht!

    Professionelles “erfolgreiches” Doping ist immer eine Interaktion zwischen Sportmedizinern, Pharmaindustrie und Funktionären. Die Probanden, bzw. die Sportler spielen dabei nur eine untergeordnete Rolle. Oftmals wissen sie gar nicht, was sie da zu sich nehmen. Es wird ihnen als gesund, leistungsfördernd und vor allen Dingen als legal verkauft. Und wenn es sich doch ein wenig der Legalität entzieht, dann garantiert man den Probanden, dass die Mittelchen rechtzeitig abgesetzt werden.

    Die eigentliche Gefahr des Dopings geht allerdings von den Dopingagenturen aus, welche absichtlich keine gleichen Richtlinien anwenden und somit bei Bedarf immer als willkürliches Zünglein an der Waage fungieren können. Würden diese Agenturen nach gleichen Richtlinien zusammenarbeiten, dann würde im Entwickeln von “unsichtbaren” Dopingmitteln wenigstens kein Wettbewerb mehr stattfinden können.

    Durch eine weltweite Gleichsetzung und Auslegung der Dopingregeln, würde sich Doping auch immer weniger auf den Ausgang eines Sortereignisses auswirken.

  4. 29. Juni 2020 at 11:02 —

    Es läge daher nahe, das Doping zu legalisieren, aber das sollte nicht Sinn und Zweck eines fairen Sportbetriebes sein. Vielbesser könnte man durch global einheitliche Dopingregeln dem Dopingbetrieb einen immer sichereren Riegel vorschieben.

    Klingt grundsätzlich nicht schlecht, jedoch was macht dich sicher, dass Sportler die selbst reguliert gedopt sind und gegen die reguliert gedopte Weltspitze nicht mithalten kann, nicht auf noch stärkere Mittel zurückgreifen würde? Dann würde genau der selbe illegale Markt entstehen wie bisher, denn solange sich damit Geld verdienen lässt und illegal wird immer besser bezahlt als legal, werden auch Sportmediziner an jenen Mittelchen arbeiten. Das Problem bei jeglicher Regulierung und Kontrolle ist, besteht eine Nachfrage, wird es auch immer einen Markt geben.

    • 29. Juni 2020 at 11:17 —

      @ digger-stubble

    • 29. Juni 2020 at 11:38 —

      Gegen Illegalität kann man grundsätzlich nichts machen, die wird es immer geben. Das ist aber auch nicht so sonderlich schlimm, weil viel, viel mehr Menschen die Legalität bevorzugen. Unter Strich würde die Legalität also auch dann noch bestehen bleiben, wenn jeder für sich seine ganz private Illegalität aufrecht erhielte.

      Das Hauptproblem mit den Dopingagenturen besteht darin, dass sie ganz unterschiedlich und auch ganz willkürlich definieren, was legal und was illegal sein soll. Dadurch wird die Grenze zwischen Illegalität und Legalität sehr stark verwischt, wodurch die Illegalität mit seinen Verdienstmöglichkeiten ebenso stark profitiert.

      Wenn also die Dopingagenturen die Grenzen ganz klar definieren würden, entstünden auch wieder klarere Grenzen, welche aufgrund dessen auch von jedem selbstregulierend wahrgenommen werden könnten.

      Natürlich ist das nur ein Schritt, aber mit einem Schritt fängt man und der Schritt, bei globalen Sportveranstalung auch globale Dopingrichtlinien anzuwenden, ist nur logisch und nachvollziehbar.

      Und was das selbst regulierte Doping betrifft, so sei Dir versichert, damit kommst Du nicht an die Weltspitze, weil Du Dich entweder ruinieren würdest oder man Dir auf die Schliche käme.

      • 29. Juni 2020 at 15:57 —

        Soweit ist das alles nachvollziehbar was du schreibst und durch klare einheitliche Standards würde sich definitiv die Grauzone verkleinern, was einen “faireren” Wettkampf begünstigen könnte. Jedoch würde sich nach meiner Meinung nicht allzu viel ändern, denn es wird immer Sportler geben die betrügen und die Grenzen versuchen zu verschieben. Wieso ich einer Teil-Legalisierung, wie du sie ansprichst, nicht zustimmen würde hat den Grund, dass es für mich einen immensen Unterschied macht, ob ein Sportler durch Doping mit dem Fahrrad schneller einen Berg hochfahren kann oder schneller Laufen kann, als bei einem Kampfsport seinem Gegner härter, öfter und länger vor den Kopf schlagen kann. Bei Sportarten wie das Boxen nimmt ein gedopter Boxer billigend in Kauf seinen Gegner irreparabel an der Gesundheit zu schädigen oder ihn zu töten. Deshalb finde ich deinen Gedankengang zwar richtig, was die Fairness angeht, jedoch nicht auf Kosten der Sportler. Meine Meinung ist viel mehr, dass Doper wesentlich härter bestraft werden müssen. Deiner Aussage, was einheitliche Richtlinien der Agenturen angeht, bin ich vollkommen d’accord mit dir.

        Natürlich würde ich beim Selbstdoping nicht in die Weltspitze kommen, jedoch wird es immer Sportmediziner geben, die für das nötige Kleingeld, mir den Weg kontrolliert ebenen. Auch da sollten die Strafen drastischer Ausfallen.

        • 29. Juni 2020 at 19:51 —

          Ich verstehe was Du meinst, Sachse, und Du hast auch recht, ich denke aber, dass wir ein wenig aneinander vorbeireden. Mit „Doping legalisieren“ meine ich nicht, dass jeder frei nach Gutdünken dopen dürfen sollte. Vielmehr meine ich damit, dass einheitliche globale Dopingrichtlinien existieren, nach denen bestimmtes Doping legal und anderes Doping illegal ist.

          So könnte z.B. eine Richtlinie besagen, dass das legale Doping eines Athleten lückenlos dokumentiert werden muss, bei bestehenden Lücken jedoch unweigerlich ein Ausschluss auf unbestimmte Zeit erfolgt. Eine andere Richtlinie könnte besagen, dass Sportler, welche aufgrund eines Herzfehlers leistungssteigernde Mittel nehmen müssen, von einem Wettbewerb ausgeschlossen sind. Und noch eine weitere Richtlinie könnte besagen, dass für die Aufdeckung eines illegalen Dopingfalls, bestimmte Rechtswege eingehalten werden müssen und bei Verstößen dagegen ebenfalls erhebliche Strafen (auch Freiheitsstrafen) fällig werden. Solche globalen und einheitlichen Richtlinien könnten Ärzte auch zur vollständigen Aufklärung ihrer Patienten zwingen. Ganz wichtig dabei sollte stets sein, dass auch die Funktionäre und Ärzte wegen Doping ihres Mandanten zur Rechenschaft gezogen werden können.

          Es gibt genügend Möglichkeiten, das Dopingproblem besser in den Griff zu bekommen, wenn man es nur wollte. Leider ist es aber in der Tat so, dass die Dopingagenturen in erster Linie aus politischen und finanziellen Gründen genutzt werden, um ganz bestimmte Ziele zu erreichen, welche eben auf sportlichem Wege nicht zu erreichen sind. Das gilt übrigens für alle Institutionen, die irgendwo zwischengeschaltet werden!

          • 30. Juni 2020 at 08:26

            Dazu wüsste ich eine Richtlinie: Grunsätzlich ist NICHTS erlaubt und jeder, der erwischt wird, kann seine Karriere an den Nagel hängen. Kein Mittelweg!

          • 30. Juni 2020 at 09:42

            Ich wäre dabei, aber im Gegensatz zur logischen Anpassung und Angleichung der bereits bestehenden und etablierten Doping-Agenturen, ist eine Abschaffung derselbigen eher utopisch!

            Ein alte indiansiche Weisheit besagt, dass nichts gut ist, was schnell geschieht. Im Falle der vielen und ach so guten Errungenschaften, welche sich der Mensch in den letzten tausend Jahren angeschafft hat, trifft das auch zu.

            Als Beispiel würde ich den Kapitalismus benennen. Diesen abzuschaffen wäre die Rettung der Menschheit, aber wenn man das ohne Zwischenschritte täte, wäre es auch ihr Untergang!

          • 30. Juni 2020 at 09:50

            daran ist nichts schnell, denn ist ja bereits verboten. Nur die Strafe sollte um einiges heftiger sein.
            …und lasse dir versichern, dass es egal ist, welche Regierungsform herrscht, denn alle scheitern letztlich immer an dem Mensch.
            Das ist die Made in dem Apfel.

          • 30. Juni 2020 at 10:05

            Nein, Doping ist eben nicht verboten und schon gar nicht einheitlich. Es existieren viel mehr unzählige Grauzonen, welche von Sportlern, Ärzten, Trainern, Promotern und anderen Funktionären zwecks Geldgenerierung ausgenutzt werden.

            Und die Aussage, dass alle Regierungsformen am Menschen scheitern sollen, ist genauso ein Quatsch wie die Erfindung der Corona-Krise. Beides dient nur dazu, den Menschen willfährig zu machen.

            “Es gibt nichts heiligeres als das eigene Bewusstsein. Eigene Gedanken, eigene Wahrnehmung.”

          • 30. Juni 2020 at 10:10

            dann musst du halt daran glauben, dass eine bestimmte Regierungsform alles zum Guten hin ändert. Es bleibt trotzdem der Mensch, der die Gesetze und Reformen dazu schreibt…und sie auch wieder ändert, sobald sie unbequem werden.
            Wenn Ideen Menschen zusammenbringen, dann sind es auch andere Ideen, die sie wieder auseinanderbringt.

          • 30. Juni 2020 at 10:22

            Es sind Menschen die das machen, ja, aber es ist nicht der Mensch, der das macht!

            Da ist dann doch noch ein ziemlich großer Unterschied dazwischen!

          • 30. Juni 2020 at 13:03

            @ adrenalinmonster: was heißt es ist nichts erlaubt? muss ein sportler der schmerzmittel nimmt seine karriere beenden? was ist wenn jemand mal krank ist und dann bestimmte medikamente nehmen muss?
            es muss klare richtlinen geben was erlaubt und was verboten ist da stimme ich dir zu. die dopingkontrollen und agenturen müssen einheitlich und nach hohen standarts testen und wenn die granzwerte für bestimmte stoffe überschritten sind dann ist es doping egal ob wissentlich oder unwissentlich. solche fälle wie bei sturm oder charr oder auch povetkin oder whyte darf es nicht geben. wo dann verfahrensfehler oder einfach so die tests als nicht gültig erklärt werden.
            ein Labor das bei solch sensiblen themen die dokumentation nicht korrekt durchführen kann darf einfach nicht mehr testen dürfen!

  5. 29. Juni 2020 at 15:36 —

    es ist schon komisch, dass es immer wieder die gleichen erwischt. selbst wenn alle dopen scheit es welche zu geben die machen es besonders dumm. wie dem auch sein die karriere von miller sollte beendet sein wenn sich die vorwürfe beweisen lassen.

  6. 29. Juni 2020 at 23:02 —

    Man kann die Stofferei nicht einfach so legalisieren. Wo sollte das enden? Kämpfen dann am Ende nur noch irgendwelche mit Drogen aufgepäppelten Monster um die Titel und haben ehrliche Sportler keine Chance mehr? Das kann nicht der Sinn der Sache sein.

    • 30. Juni 2020 at 08:19 —

      Man kann die Realität ignorieren aber irgendwann nicht mehr die ignorierte Realität. Jeder macht was er kann um sich fitter zu machen. Die Moralvostellung vom sauberen Athleten ist irrsinnig, in einer Zeit in der so viel möglich ist, nutzen die Menschen diese Möglichkeiten auch…

      —-

      Dieser Realität sollte man sich stellen und auch verstehen, dass gerade durch die unterschiedliche globale Handhabung der Anti-Doping-Agenturen eine Grauzone für Doping geschaffen wird.

      Je kleiner diese Grauzone ist, desto leicher lässt sich auch das Geschäft mit leistungsteigernden Mitteln kontrollieren!

    • 30. Juni 2020 at 12:57 —

      ein ehrlicher sportler wird nie um einen titel kämpfen. sorry aber im profisport gibt es vermutlich niemanden der nicht doped! und wenn es legal wäre dann könnte es auch besser medizinisch überwacht werden.

      • 30. Juni 2020 at 15:14 —

        So sieht es aus!

      • 30. Juni 2020 at 15:51 —

        tolle Idee! Es gewinnt derjenige, der den besseren Apotheker in der Hinterhand hat.

        • 30. Juni 2020 at 17:33 —

          solche fälle wie bei sturm oder charr oder auch povetkin oder whyte darf es nicht geben. wo dann verfahrensfehler oder einfach so die tests als nicht gültig erklärt werden.
          —-
          Absolut richtig, Brennov, was glaubst du denn, wie es überhaupt zu solchen Verfahrensfehlern kommt? Denn komischerweise stellt man hinterher immer fest, das vor dem Verfahrensfehler immer viel, viel Geld geflossen ist!

          Man muss den Doping-Machenschaften ein Ende setzen und das funktioniert nicht alein mit Verboten, denn solche haben wir zur Genüge.

          Die Niederlande, im speziellen die deutschlandnahen Grenzstädte, hatten ein massives Drogenverkaufsproblem gerade im touristischen Sinne. Die “Legalisierung” von Hanf hat da massiv Abhilfe geschaffen. So existieren heute Coffeshops, bei denen man völlig Gras von guter Qualität in Eigenbedarfsmenge kaufen und auch rauchen kann.

          Der ein oder andere mag nun behapten, dass ja jetzt jedes Kind in den Niederlande Dope kaufen könne, aber bei genauer Betrachtung sieht es dann doch ganz anders aus, denn die ganzen Hinterhofläden, in welchen minderwertiges, gestrecktes Gras und auch andere Drogen angeboten wurden, haben sich drastisch reduziert. Zudem konnte mit der Legalisierung auch die Richtlinie verabschiedet werden, dass das Rauchen von Gras in geschlossenen Räumen zwar erlaubt, aber in der Öffentlichkeit absolut tabu ist.

          Wer z.B. Venlo mit früher und heute vergleicht, ist für die Legalisierung mehr als dankbar!

          • 2. Juli 2020 at 10:55

            ja aber das zeigt, dass das system nicht funktioniert. ich bin ja auch der meinung eine legalisierung und eine ärztliche überwachungen würden mehr nützen als schaden.

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