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„Bigbaby“ Miller positiv getestet! AJ nun gegen Whyte? Pulev? Ortiz? Charr?

Jarrell „Bigbaby“ Miller positiv getestet

Wie der US-amerikanische Fernsehsender ESPN berichtet, ist Jarrell Miller positiv auf GW1516, auch bekannt als Cardarine oder Endurobol, getestet worden. Das Ergebnis des Tests, das gestern bekannt wurde, stammt aus einer Urinprobe, die Miller am 20. März abgegeben hatte. Die gefundene Substanz wird verwendet, um beim Fettabbau zu helfen und die Ausdauer zu verbessern und steht seit 2009 steht  auf der “schwarzen Liste” der Weltantidopingagentur.

Nun darf man gespannt sein, ob die New York State Athletic Commission den 30-jährigen Miller sperrt und sich Anthony Joshua für den anberaumten Kampftermin am 1. Juni im Madison Square Garden in New York einen anderen Gegner suchen muss. Miller muss vor der Athletenkommission aussagen, bevor die eine endgültige Entscheidung fällt. Große Hoffnungen auf eine Freigabe sollte sich Miller aber besser nicht machen: die NYSAC gilt als äußerst streng.

 

Laut Joshuas Promoter Eddie Hearn wird sich AJ weiter auf einen Kampf im Juni vorbereiten, nur wird der zweite Mann im Ring vermutlich ein anderer sein.

 

 

 

Wenn sich der Dopingvorwurf durch eine möglicherweise ebenfalls positive B-Probe bestätigt, dürfte sich Millers Titelfight gegen Anthony Joshua erst mal erledigt haben. Für Miller ein „teures Vergnügen“, Insider gehen davon aus, dass Jarrell Miller für seinen Kampf gegen den Weltmeister aus England rund 5 Millionen US-Dollar kassiert hätte. Es ist bereits das zweite Mal, dass Miller positiv getestet wurde. Die California State Athletic Commission hatte ihn schon 2014 wegen Methylhexanamin (besser bekannt als DMAA) in einer Urinprobe für neun Monate gesperrt.

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Ironischerweise hatte Miller Joshua bislang beschuldigt, leistungssteigernde verbotene Substanzen einzusetzen, obwohl der Brite alle Dopingtests bestanden hat.

Grundsätzlich hat “Bigbaby” Miller – bevor die New York State Athletic Commission eine Entscheidung fällt – das Recht auf die Analyse der B-Probe. Dafür wurde, wenn alles mit rechten Dingen zugegangen ist, eine bestimmte Menge Urin eingefroren, die nun ebenfalls untersucht werden kann. Dass die B-Probe in solchen Fällen ein anderes und damit negatives Ergebnis ergibt, ist allerdings höchst selten.

Sollte Miller tatsächlich nicht antreten können, dürfte sich vermutlich Dillian Whyte erneut ins Gespräch bringen. Whyte – dessen boxerische Fähigkeiten ich persönlich für überschaubar halte – sieht  sich, falls es zu einem Kampf gegen Joshua kommen sollte, in der Favoritenrolle.  Im Interview mit Sky Sports sagte Whyte: „Ich glaube, dass ich ihn diesmal ausknocken würde. Das letzte Mal war ich zurückhaltend und habe gewartet. Ich hab versucht zu boxen und habe darauf gewartet, dass er müde wird. Dieses Mal werde ich ihm einen Kampf liefern und ich weiß genau, dass ich ihn nur einmal treffen muss. (…) Ich habe mehr Ringintelligenz und bin schneller.“ In der ersten Begegnung der beiden Boxprofis im Dezember 2015 ging Whyte in Runde 7 schwer KO.

Interessanter wäre vermutlich ein Kampf gegen Luis Ortiz. Anthony Joshua als auch Ortiz hatten in der Vergangenheit Interesse an einer Begegnung im Ring geäußert. „King Kong“ Ortiz wurde zwar nicht in den USA geboren, lebt aber jetzt in Florida und ist trotz seines Alters von 40 Jahren ein gefährlicher Boxer, vielleicht sogar zu gefährlich für das USA-Debut von Joshua.

Mittlerweile hat sich aber auch Machmoud Charr in Szene gesetzt. In einer Verlautbarung verkündete der reguläre WBA-Weltmeister: “Als Nummer 1 der WBA und amtierender Weltmeister bin ich der würdigste Gegner für Anthony Joshua. Ich bin der passende und offizielle Herausforderer. Für Joshua’s Ehre ist es wichtig, gegen die Nummer 1 der WBA Weltrangliste zu kämpfen.”

IBF-Pflichtherausforderer von Anthony Joshua ist nach wie vor Kubrat Pulev! Nachdem der Bulgare im Dezember 2018 einen mehrjährigen Co-Promotion Vertrag mit Top Rank unterzeichnet hatte, wollte man Pulev erstmal “in WM-Form” bringen. Bob Arum zeigte sich allerdings damals schon zuversichtlich, dass Pulev gegen Joshua gewinnen könne: „ … wenn er einen Top-Mann boxt, seine Fähigkeiten verbessert und in einer entsprechenden Verfassung ist, schlägt er Joshua.“

Im Kampf gegen den Rumänen Bogdan Dinu überzeugte Pulev allerdings nicht wirklich: nur zum Vergleich (auch wenn Quervergleiche nicht funktionieren): Pulev besiegte Dinu Ende März 2019 durch KO in Runde 7, “Bigbaby” Miller schaffte das im November 2018 schon in Runde 4. Und so könnte das Auswahlbegründung lauten: “Wir suchen einen machbaren, aber ernstzunehmenden Gegner … nehmen wir Pulev!”

Anthony Joshua selber soll auch Interesse an einem Kampf gegen Adam Kownacki geäußert haben. Der aus Polen stammende Schwergewichtler wohnt mittlerweile in den USA und ist in 19 Profikämpfen ungeschlagen.

 

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19 Kommentare

  1. 17. April 2019 at 11:04 —

    Gute gegner wären auch Adam Kownacki oder Travor Bryan. Joyce oder Manuel Charr wären auch möglich oder eben doch dyllen white. hoffe nur der kampf fällt nicht ganz aus ist ohnehin schon ein unding, dass die weltmeister nur noch alle 9 monate boxen.

    • 17. April 2019 at 16:37 —

      Und welchen WM redest du? AJ ist seit dem er Schwergewichts WM ist sehr fleißig

      • 18. April 2019 at 10:00 —

        sehr fleißig willst du mich verasrschen. 2 känpfe pro jahr ist nicht fleißig und die anstände werden auch noch immer größer. waren die ersten kämpfe 2017 bzw. 2018 im märz bzw. april so soll jetzt der erste kampf erst im juni stattfinden. dann gibts den nächsten wohl erst im dezember oder gar erst im januar und das wäre dann nur ein kampf in 2019. das ist erbärmlich für einen 3 fach weltmeister.

        • 18. April 2019 at 14:04 —

          Erbärmlich ist deine Grammatik, sowie Rechtschreibung.

          • 18. April 2019 at 18:13

            Der ganze Hohlkörper an sich ist erbärmlich.. Da macht es keinen Sinn einzelne Qualitäten hervor zu heben..

        • 18. April 2019 at 17:39 —

          Brennov das ist beim Schwergewicht nicht ungewöhnlich zudem kosten solche Veranstaltungen auch viel Geld und wenn es sich nicht lohnt Boxer wie AJ 3mal im Jahr boxen zulassen dann wird das schon richtig sein also sei mal toleranter wenn du schonmal alles umsonst haben willst

        • 19. April 2019 at 07:33 —

          Was macht denn dein Mahmoud? Der hat seit Novemeber 2017 keinen Kampf mehr bestritten, bezeichnet sich aber als sonst was.

          EIn AJ kommt im Rahmen seiner Möglichkeiten bis zu zweimal im Jahr seinen Pflichten als WM nach. Mehr ist halt auf dem Level nicht möglich. EIn Klitschko hat tlw. nicht anders agiert. Und auch andere große Champs in der Vergangenheit wie Lewis haben nicht mehr Kämpfe pro Jahr gemacht.

  2. 17. April 2019 at 12:08 —

    Miller ist doch dumm wie ein Stück Brot. Sein bester Zahltag stand bevor er pfeift was rein, wohl in der naiven Hoffnung nicht erwischt zu werden.

    Ja, die beste Alternative ist sicherlich Ortiz, nur kann ich mir derzeit nicht vorstellen das es zu den Fight kommt!

    @ Bernnov

    Der Kampf findet in den USA statt, was will er da mit Charr, den kennt doch da keiner!?

  3. 17. April 2019 at 21:03 —

    Mahmoud Charr: „Ich bin der würdigste Gegner für Joshua“

    Als Nummer 1 der WBA und amtierender Weltmeister bin ich der würdigste Gegner für Anthony Joshua. Ich bin der passende und offizielle Herausforderer“, hofft Charr nun auf seine Chance: „Für Joshua’s Ehre ist es wichtig, gegen die Nummer 1 der WBA Weltrangliste zu kämpfen.“

    Charr weiter: „Wir werden uns auf Augenhöhe begegnen: Weltmeister gegen Superchamp. Ich bin bereit, gegen ihn zu kämpfen.“

    loool

    ohne worte 😀

  4. 18. April 2019 at 09:00 —

    Das man Charr überhaupt in betracht zieht, es gibt einen Bericht darüber bei boxen1.com, finde ich einen Hohn!
    Das Charr sich selbst stark redet ist doch klar, der will an eine fette Börse kommen!

    Joshua will doch in den USA ein Statement setzen, da braucht es entweder einen starken, bzw. gut platzierten Ami, wie z.B. den WBA-Interims-Champ T. Bryan oder wenigstens einen starken Boxer der in den USA lebt und dort auch bekannt ist, wie z.B: Ortiz oder Kownacki!

    • 18. April 2019 at 14:22 —

      Ich finde es gar nicht so dumm Charr ins Gespräch zu bringen. Für Joshua gibt es keinen einfacheren Kampf und das ganze Schauspiel, lässt sich sogar noch als Vereinigungs/-Pflichtkampf vermarkten. An seiner Stelle würde ich Charr boxen. Null Risiko, bisschen Börse und in Amerika ein erfolgreiches Debut gegeben, bevor noch ein ernstzunehmender Gegner Büffelhüfte Charr den Papiertitel wegnimmt. So kann er sich seine künftigen Gegner aussuchen ohne von der WBA gedrängt zu werden. Verkaufen wird das Management das Ganze als bestmöglicher Gegner in der Kürze der Zeit und was kann AJ dafür das Miller dopt. Ich würde es an seiner Stelle genauso machen, einfacher geht es nicht als gegen diesen Stümper Charr.

  5. 18. April 2019 at 09:12 —

    Ja natürlich will Charr den Kampf,schließlich sind Millionen im Spiel!
    Aber das kann er gleich vergessen!
    Es sind genügend andere da die es verdient haben!
    Und er soll froh sein das er überhaupt den Titel nach den ganzen Geschichten behalten darf!

    Der kann ja ruhig gegen Joshua Boxen ,für ein paar hundert tausend mal sehen ob er dann immernoch will😁👍😁👍😁

  6. 18. April 2019 at 09:57 —

    Ich frage mich warum Mahmoud Charr seinen WBA-Titel in Deutschland nicht endlich mal verteidigt.
    Nachdem es mit Oquendo nicht geklappt hat, sollte es doch möglich sein einen anderen Gegner, wie beispielsweise Bryan, zu verpflichten.
    Falls es mit Joshua nicht klappen sollte, wäre es doch Zeit den regulären Titel zu verteidigen.
    Wie lange will Charr eigentlich noch damit warten?

    • 18. April 2019 at 10:02 —

      ich denke das problem ist eher die wba. charr wartet auf deren weisung. hoffe sie geben ihm jetzt mal das recht einen kampf selbst zu organisieren. man müsste nur marko huck in die top 15 der wba bringen.

      • 19. April 2019 at 07:39 —

        Das ist Bullshit. Charr wartet auf Weisung der WBA? Was für ein Quatsch. Die WBA ist daran interessiert, dass ihre Gürtel möglichst oft verteidigt werden, weil sie da selber jedes Mal mit dran mitverdienen.

        Seit die Oquendosache vom Tisch ist, hätte man schon längst nach einer Alternative bei Charr suchen können. Aktuell würde es auch nichts geben, was einer “Gürtelverteidigung” im Weg stehen würde. Würde Charr irgendwen aus der Top 10 bei der WBA nehmen, würden man seitens des Verbandes sofort einem Kampf zustimmen.

        Die Realität ist eher, der Verband selber ist wie so oft behebig und Charr ruht sich auf seinem Status aus, verdient damit zwar kein Geld, nervt aber die Welt mit seinem “tollen” Gürtel.

  7. 18. April 2019 at 10:27 —

    Na ja, soweit ich mich erinnere sagte Huck einmal, dass er mit Charr befreundet sei, und sie deshalb nicht gegeneinander boxen könnten.

  8. 19. April 2019 at 21:25 —

    …und am Ende wirds dann wohl Michael Hunter..

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