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James Toney kann die Zeit nicht zurück drehen – Lebedev gewinnt haushoch nach Punkten

Achteinhalb Jahre nachdem James „Lights Out“ Toney in einem sensationellen Kampf den IBF-Cruisergewichtstitel von Vassiliy Jirov hatte gewinnen konnte, gelang es dem 43-jährigen US-Amerikaner am Freitagabend in Moskau nicht einen ähnlichen Erfolg über Denis Lebedev zu feiern. Toney sah wie ein Schatten seiner selbst aus und wurde von einem deutlichen jüngeren, frischeren und inzwischen klar besseren Denis Lebedev vorgeführt. Der Russe dominierte zwölf Runden lang und gewann durch einen klaren, nie gefährdeten Punktsieg den Interimsgürtel der WBA im Cruisergewicht.

Lebedev erwischte auch gleich den besseren Start, nachdem er sich die ersten anderthalb Minuten etwas zurück hielt und nach Öffnungen bei Toney suchte. Dieser zeigte seine bekannten Defensivbewegungen, die es schwer machen ihn klar zu treffen, doch in der zweiten Hälfte der ersten Runde brachte Lebedev einige linke Hände zumindest teilweise ins Ziel. Toney hingegen zeigte noch zu wenig Offensives um die Runde für sich zu entscheiden. Mit Hilfe des Jabs versuchte Toney in der zweiten Runde mehr Schläge vorzubereiten, doch Lebedevs längere Arme bereiteten ihm ein paar Probleme dabei. Daher ließ er sich an den Seilen stellen um Angriffe von Lebedev abzuwarten und ihn abzukontern. Das sah jedoch nicht wirklich gut aus, als er innerhalb weniger Sekunden zweimal komplett seine Balance verlor und durch den Ring stolperte. Dabei schien er sich zudem am linken Bein verletzt zu haben. Unterdessen hatte Lebedev erneut die besseren Aktionen und sicherte sich damit auch die zweite Runde.

In der dritten Runde geriet Toney einmal mehr ins Stolpern, als Lebedev eine linke Gerade am Kinn des 43-Jährigen anbrachte. Der Russe bestimmte das Geschehen nun deutlich, während Toney mit seinem linken Bein merkbar genau so viele Probleme hatte wie damit gute Treffer zu setzen.

Wie ein Schatten seiner selbst wirkend fiel es Toney schwer den Schlägen von Lebedev auszuweichen. Dieser brauchte nicht einmal all zu großes Risiko zu gehen und bestimmte den Kampf trotzdem locker. Sowohl die vierte als auch die fünfte und sechste Runde gingen glasklar an ihn. Immer wieder setzte Lebedev zwei, drei Schläge an und bewegte sich dann schnell zur Seite, so dass Toney mit seinen langsamen Beinen keine Chance hatte zu kontern. Weder die Reflexe, das Timing, die Schnelligkeit, noch die Beweglichkeit erinnerten an den James Toney, der vom Mittelgewicht bis zum Schwergewicht große Siege gefeiert hatte, und ließen das Alter sowie die ungesunde Lebensart von Toney deutlich werden.

Besorgniserregend erschienen zudem vor allem die Momente, in denen er die Balance komplett verlor und auf wackligen Beinen war nachdem er mit einem Schlag sein Ziel verfehlte, wie es erneut am Anfang und zu Ende der siebten Runde der Fall war. Der Kampf blieb einseitig. Auch wenn Toney in der achten Runde seine Strategie ein wenig umänderte und nur noch versuchte Lebedev mit einer rechten Geraden abzukontern, landete „Lights Out“ kaum Treffer, während Lebedev dominierte. Ab der neunten Runde stellte sich langsam die Frage, ob es nicht besser wäre den Kampf abzubrechen, doch James Toney, der stets ein fantastisches Kinn besaß und in 84 Kämpfen noch nie gestoppt wurde, hielt sich zumindest auf den Beinen, wenn er auch nicht viel mehr tat. Auch Trainer Buddy McGirt drohte Toney in der folgenden Rundenpause an den Kampf abzubrechen, sollte Toney ihm in der nächsten Runde nicht einen Grund geben ihn weiter machen zu lassen.

Doch Toney, der auch konditionell völlig am Ende zu sein schien, obwohl er nicht sonderlich aktiv gewesen war, konnte das Tempo nicht anziehen und kassierte weiter klare harte Treffer. Lebedev suchte nun hartnäckiger den KO und zu jedem Zeitpunkt schien es möglich, dass der Ringrichter dazwischen schreiten wurde, doch irgendwie überstand er die letzten Runden auch noch, verlor sie aber ebenso wie allesamt zuvor. Die Punktrichter wurden zu Rate gezogen, und Lebedev wurde wenig überraschend und hoch verdient zum deutlichen Sieger nach Punkten erklärt. Das genaue Urteil lautete 120-108, 120-108 und 120-107.

Während es zu hoffen bleibt, dass James Toney bald einsieht, dass er seine großartige Karriere zu Ende gehen lassen sollte, blickt Denis Lebedev nun größeren Aufgaben entgegen. Als Interimsweltmeister der WBA hat er nun grundsätzlich das Recht den regulären WBA-Titelträger herauszufordern, welcher zurzeit Guillermo Jones ist, doch es steht auch ein Kampf gegen Antonio Tarver im Raum. Der 42-jährige Tarver ist seit seinem Überraschungssieg über Danny Green IBO-Weltmeister und war am Freitagabend in der Halle in Moskau um sich den Kampf anzugucken.

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114 Kommentare

  1. Gigantus 1
    5. November 2011 at 16:08 —

    @kevin22

    “Lebedev war mir zu ängstlich, oder anderst gesagt, er hatte zuviel Respekt vor Toney und versuchte das Ding gefahrlos und ohne Risiko nach Hause zu fahren! Auch von ihm erwartete ich bei weitem mehr Einsatz und Instinkt!”

    hahahah daS MUSS EIN KLITSCHKOFAN VON SICH GEBEN.LÄCHERLICH!!!!!!!!!!

    na was ist antworte mal drauf, hast dich wieder blamiert andere boxer als zu feige beziechnen aber klitschkos kampfweise gut finden ist kr ank

  2. kevin22
    5. November 2011 at 18:02 —

    Gigantus 1 sagt:

    “na was ist antworte mal drauf, hast dich wieder blamiert andere boxer als zu feige beziechnen aber klitschkos kampfweise gut finden ist kr ank”

    Ich würde sagen, der einzige der hier krank ist, bist du mit deinen völlig an den Haaren herbeigezogenen Spin.nereien!
    Du kannst Birnen nicht von Äpfeln unterscheiden!
    Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass du den Kampf überhaupt gesehen hast, denn von dir kommt wie immer nichts produktives dazu rüber. Du bringst mal wieder die Klitschkos ins Spiel und willst mal wieder nur provozieren!

    Wo habe ich denn Lebedev als feige bezeichnet?
    Ich schrieb dass ihm noch der Instinkt fehlt und das er den Kampf eher klar gewinnen hätte können! Und das er durch solche erfahrenen Leute wie Toney selber an sich arbeiten kann, um eben diesen Instinkt zu auszubauen!

    Aber das ist dir ja völlig egal, dir geht es nur darum hier ständig gegen die Klitschkos zu hetzen und in jedem Thema jegliche vernünftige Diskussion zu stören und zu unterbinden!

  3. Gigantus 1
    5. November 2011 at 18:12 —

    du hast geschrieben das er zu ängstlich gekämpft hat, wenn man zu ängstlich boxt ist man ja feige—kapierst du?????

    zu sowas sagt man schlussfolgerung, you know!!!!!!

    übrigens nur mal ein beispiel guck dir den kampf adamek vs vitali an, du wirst sehen das adamek schon in der ersten heftig wackelt und bei normalen nachsetz effort ko gegangen wäre, aber die feige performance von klitschko hat den kampf so verlängert, dass man eine feigere vorstellung kaum gesheen hat. guck dir mald en kampf rahman vs wladimir an, rahman ist in der ecke und anstatt wladimir mal mit seinen 2m und 112 kilos richtig reingeht traut der sich gegen einen rahman nicht richtig reinzugehen, den maskaev vorher aus den ring egschlagen hat. sorry aber ein besseres beispiel für ne feige kampfweise als die klitschkos gibt es gar nicht

  4. Gigantus 1
    5. November 2011 at 18:16 —

    ich behaupte würden die klitschko mutig reingehen und nicht angst haben auch mal getroffen zu werden wären würden sie nicht nur ihre kämpfe gegen ihre fallobst gegner in den ersten drei runden geweinnen sondern wären jetzt superbeliebt in den usa und weltweit bekannt wie tyson, den der schwergewichtsweltmeister war imemr eine respektierte person. aber die klitsckos haben sich mit ihren feigen roboterartigen boxens alles verspielt, wladimir hat gegen ibrahmigov kaum getraut mal ne rechte zu schlagen

  5. Gigantus 1
    5. November 2011 at 18:35 —

    So ich sag dir mal wie das ganze funktioniert. Warum hat ein haye der ca 25 Kämpfe gemacht hat und erst drei kämpfe in schwergewicht genau den gleichen marktwert gehabt wie die klitschkos die seit jahren boxen viel mehr kämpfe gemacht haben? Es wurde ja 50:50 gemacht.

    Ganz einfach weil die leute nach dieser Logik vorgehen, mit Leute meine ich den gemeinen Boxfan

    Sind beide Gegner gleichstark ist ein 12 Runden kampf gerechtfertigt
    Ist aber einer der beiden offensichtlich Schwächer wird ein vorzeitiger Sieg für den Stärkeren erwartet, den dann gibt es keine Rechtfertigung mehr für einen 12 runden kampf. So deswegen erwartet man von dem sträkreren das er auch alles tut um den kampf vorzeitig zu beenden. Er darf keine aktionen bringen um punkte zu sammeln sondern muss immerwieder versuchen den kampf zu beenden. Ein haye entsprocht diesem Bild. Wenn der Gegner schwächer ist veruscht haye um ein vorzeitigen Sieg zu erzielen. deswegen ist er auch beliebt gewesen und gut anzuschauen. Ein Klitschko dagegen widerspricht dieser logik, obwohl er absolut überlegen ist versucht er nicht ernsthaft den kampf zu beenden und boxt ängstlich und veruscht punkte tzu sammeln, das ist aber für normale neutrale fans ein untragbare situation. deswegen sind die klitschkos auch nicht beliebt bei neutralen fans.

  6. the boxer
    5. November 2011 at 18:48 —

    Zensur – Zensur – Zensur!!

    Adrivo, dass Du Dich nicht schämst!

    Wieder wurde eine Wahrheit – ohne Beleidigung!!! – gelöscht!
    Wo war bitte die Beleidigung?

    Jetzt bin ich gespannt, was hier wieder gelöscht wird!

  7. Gigantus 1
    5. November 2011 at 19:24 —

    heul doch hahahhahah

  8. kevin22
    5. November 2011 at 20:10 —

    Gigantus 1 sagt:

    “du hast geschrieben das er zu ängstlich gekämpft hat, wenn man zu ängstlich boxt ist man ja feige—kapierst du?????”

    Du scheinst nicht mal in der Lage zu sein, auch nur einen Satz richtig lesen oder gar verstehen zu können!?

    Ich schrieb:
    “Lebedev war mir zu ängstlich, oder anderst gesagt, er hatte zuviel Respekt vor Toney”
    Im selben Post schrieb ich darüber, dass Lebedev noch mehr Instinkt und Erfahrung braucht, dies aber mit den erfahrenen Boxern durchaus lernen kann und wird!

    ICH HABE NIRGENDS AUCH NUR ANSATZWEISE GESCHRIEBEN, DASS LEBEDEV EIN FEIGLING IST!
    DAS SPIN.NST DU DIR MAL WIEDER ZURECHT!

    WER LESEN KANN IST KLAR IM VORTEIL!

  9. Gigantus 1
    5. November 2011 at 20:50 —

    hahaha immerwieder lustig wie schnell du böse wirst

  10. kevin22
    5. November 2011 at 21:10 —

    Gigantus 1 sagt:

    “hahaha immerwieder lustig wie schnell du böse wirst”

    Also gibt du zu, das du dein Geschreibe nur hier niederbringst, um für Stress zu sorgen!

    Du bist echt das Letzte…

  11. Gigantus 1
    5. November 2011 at 21:42 —

    nene das habe ich damit nicht gemeint, ich meinte nur das du nicht diskutieren kannst du sofort rumjammern musst

  12. Mr. Wrong
    5. November 2011 at 22:05 —

    @ Gigantus

    du findest doch Toney lustig, oder?
    Wie findest du dieses Interview:

    youtube.com/watch?v=mxAe7N9W9rw

  13. Gigantus 1
    6. November 2011 at 11:59 —

    der typ ist schon lustig, spricht zwar mehr als undeutlich aber hat lustige sprüche drauf

    die antwort von rampage

    youtube.com/watch?v=Iha1o5y3HM0&NR=1

  14. BOB
    6. November 2011 at 13:58 —

    @ghetto obelix
    das habe ich aus den Kommentaren von allboxing.ru, DU HELD!

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