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Jake Paul vs Tommy Fury am 18. Dezember

Jake Paul vs Tommy Fury am 18. Dezember

Ich weiß: der harte Kern der Boxen.de-Leser ist an den Pauls und ihren Kämpfen nicht sonderlich interessiert. Denen kann ich hier nur eins empfehlen: weiterscrollen. Denn ob man will oder nicht: die Pauls gehören mittlerweile dazu, zum Boxbusiness.

Wobei man eigentlich boxBUSINESS schreiben müsste, denn Jake und Logan Paul erreichen PPV-Zahlen, die mit denen von P4P-König ‚Canelo‘ Alvarez konkurrieren oder sie sogar – je nach Quelle – in den Schatten stellen. Für Boxfans schwer nachzuvollziehen. Fakt ist: die Anhänger der Pauls interessieren sich weniger für den Boxsport und mehr für die beiden Influencer, auch wenn die nun im Boxring stehen.

Eigentlich schon lange bevor feststand, dass Tyson Furys jüngerer Bruder Tommy gegen Jake Paul antreten wird, beschäftigten sich die britischen Gazetten nahezu tagtäglich mit diesem Thema. Am 18. Dezember werden Tommy Fury und Jake Paul in der Amalie Arena im US-amerikanischen Tampa aufeinandertreffen.

Ob Blut fließt, bleibt abzuwarten, dass viel Geld fließt, steht jetzt schon fest. Vater John Fury hat zwar keine genauen Zahlen genannt, aber verkündet, dass die Börse von Tommy Fury höher sei als das, was mancher Weltmeister für einen Kampf bekäme.

Was dann kurz vor Weihnachten im Ring passiert, bleibt abzuwarten. Ich persönlich gehe davon aus, dass Paul den kleinen Fury „durch den Wolf dreht“. Und damit stehe ich nicht alleine da, denn Jake Paul hat das geschafft, wovon Tommy Fury noch weit entfernt ist: er hat sich Respekt erarbeitet. Zum Beispiel den von Zab Judah. Der ehemalige Weltmeister beobachtet Paul schon länger und hat gesagt, dass Jake Paul nicht gegen Tommy Fury kämpfen würde, wenn er nicht 100% sicher wäre, dass er gewinnt. Judahs Prognose: KO 3-Sieg für Paul.

Tyson Fury stärkt verständlicherweise seinem kleinen Bruder den Rücken. Wie der ‚Gypsy King‘ erklärte, habe der bei seinem letzten Kampf gegen den 32-jährigen Gelegenheitsboxer Anthony Taylor „absichtlich schrecklich“ geboxt, um den Jake Paul-Kampf zu bekommen. Was einen Twitter-User zu der Frage verleitete, ob Tommy diese Strategie während seiner gesamten bisherigen Laufbahn verfolgt habe.

Einen verbalen Schlagabtausch gab es auch schon zwischen Jake Paul und Fury-Vater John. „Halt die Klappe, Schuljunge, und sprich nur, wenn du angesprochen wirst«, sagte John zu Paul, der bei einer Pressekonferenz am Mittwoch via Bildschirm zugeschaltet war. “Halt Du die Klappe, Fetti, Du bist nur sauer, weil du nicht in die Vereinigten Staaten kommen kannst.” Was John Fury wiederum zu der folgenden Antwort verleitete: „Du kannst Deinem Glücksstern danken, dass es so ist. (…) Ich würde dich übers Knie legen und dich verprügeln wie ein fünfjähriges Kind.“

Hier dann das Ende des Gesprächs (empfindliche Gemüter: bitte wegsehen): Jake Paul: „Lutsch meinen S……!“ John Fury: „Du hast keinen verdammten S……  zum lutschen. Du hast eine P…. zwischen deinen Beinen.“

Ob die Begegnung am 18. Dezember dann das hält, was die Vorgeplänkel versprechen? Man darf gespannt sein.

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2 Kommentare

  1. 26. November 2021 at 19:50 —

    Für seinen vierten Profikampf finde ich einen Journeyman wie Tommy Fury (mit positiver Kampfbilanz) völlig okay als Gegner von Jake.

  2. 26. November 2021 at 20:45 —

    50/50 bumfight..
    Der Gewinner kann sich dann evtl Gedanken über ne Profikarriere machen..

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