Top News

Jacob ‘Stitch’ Duran im Fury-Team

Jacob ‘Stitch’ Duran im Fury-Team

Tyson Fury hat für seinen Rückkampf gegen Deontay Wilder Jacob Duran verpflichtet. Duran – Künstlername ‚Stitch‘ – stand auch schon bei beiden Klitschkos in der Ecke und gilt weltweit als einer der besten Cutmen.

Der mittlerweile 69-jährige ist als Sohn mexikanischer Einwanderer in Kalifornien aufgewachsen. Als der Farmerssohn 1974 zur Air Force eingezogen und nach Thailand versetzt wurde, bekam er Kontakt zum Thaiboxen. Zurück in den USA eröffnete Duran eine Kickboxschule und wurde einer der ersten Promotoren der International Kickboxing Federation in Kalifornien.

Duran trainierte mehrere der ersten IKF-Amateur-Champions wie Randy ‚Buzzman‘ Bussart, Mike ‚Mohamid‘ Duran, John ‚Psyco‘ Parker und Andy ‚The Sandman‘ Sanchez. Begehrt war Duran zuerst nicht wegen seiner Fähigkeit, Cutverletzungen zu behandeln, sondern wegen seiner „Tapes“, der Bandagen für die Hände.

Als Cutman stand Duran zuerst vor allem UFC-Kämpfern zur Seite, bevor er 2015 zum Boxsport wechselte. Dort arbeitete ‚Stitch‘ zum Beispiel für Vitali und Wladimir Klitschko, Andre Ward, Chris Algieri und Amir Khan.

Der breiten Masse wurde Duran durch das Kino bekannt: in mehreren Rocky-Filmen hatte er Auftritte, zum Beispiel als Cutman für Rockys Gegner Mason Dixon (gespielt von Antonio Tarver).

In der Ecke von Tyson Fury ist Duran nun wohl nicht ohne Grund gelandet. Nach der Cutverletzung, die Fury im Kampf gegen den Schweden Otto Wallin erlitt, scheint der ‚Gypsy King‘ auf Nummer sicher gehen zu wollen.

Fury musste nach dem Kampf gegen Wallin mit 47 Stichen genäht werden, hatte aber seinerzeit  trotzdem seinem damaligen Cutman Jorge Capetillo einen Bonus gezahlt, weil der ihn „über die Runden“ gebracht hatte, ohne dass der Ringarzt den Kampf abbrach.

Bei der Begegnung mit Deontay Wilder am 22. Februar setzt Fury anscheinend trotzdem lieber auf Cutman-Ikone ‚Stitch‘ Duran. Der bezeichnete in einem sozialen Netzwerk die Zusammenarbeit mit Tyson Fury als eine Ehre.

In einem Interview mit „Sky Sports“ hatte Duran vor ein paar Jahren seine Arbeit recht einfach erklärt: „Der Arzt stoppt einen Kampf, wenn ein Kämpfer im Nachteil ist. Meine Aufgabe ist es in erster Linie, jeden Nachteil zu beseitigen und meinem Kämpfer eine weitere Runde zu geben.“ Nun bleibt abzuwarten, ob das im Kampf gegen den ‚Bronze Bomber‘  auch funktioniert.

Voriger Artikel

Porno vs Boxen – Boxen vs Porno ?

Nächster Artikel

Andy Ruiz trennt sich von Trainer Robles

3 Kommentare

  1. 23. Januar 2020 at 08:34 —

    Fury lässt auch nichts aus. Das zeigt, wie er den Kampf gegen Wilder einschätzt, aber ein Cutman…
    Glaubt er wirklich, dass wenn er so eine geballert bekommt und es aufplatzt, dass er dann weitermachen kann ? 😀
    naja, im vorherigen Kampf kam er auch wieder, wobei es für mich schon wie Voodoo-Scheiß wirkte, als er wieder aufstand 😉

  2. 23. Januar 2020 at 10:24 —

    Stitch ist ein super cooler Typ und versteht sein Handwerk. Ist auf jeden Fall ne gute Wahl. Zeugt auch von Weitsicht das Fury sich auf alle Eventualitäten vorbereitet. Auch Wilder dürfte der Cut im Wallin Gefecht aufgefallen sein. Wenn es darauf ankommt wird Jacob alles daran setzen Fury über die Runden zu bringen.

  3. 23. Januar 2020 at 16:00 —

    Stimme euch zu. Stitch ist ein Guter. Voodoo-Scheiß … ja, das war es … eine verdammte Nahtod-Erfahrung und 8 Sekunden später die Wiederauferstehung 😀

Antwort schreiben