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Jackie Nava vs Mariana Juarez – 30. Oktober Tijuana

Für viele Boxfans, die sich für das Frauenboxen erwärmen können, ist es das Ereignis auf das sie schon lange gewartet haben. Für andere Fans des gepflegten Faustkampfs mag es so wichtig wie der berühmte „Sack Reis irgendwo in China“ sein, wenn die „Princesa Azteka“ Nava und „Barbie“ Juarez am Samstag im „Städtischen Auditorium“ Tijuana gegeneinander um den WBC-Diamond-Belt im Superbantamgewicht kämpfen werden.

Anders verhält es sich in Mexiko, wo das Ganze stattfindet. Dort geht es um den Sport an sich, und nicht darum, ob Frauen oder Männer ihn ausüben. Ein Umstand, der sich noch nicht bei allen Sportsfreunden durchsetzen konnte. Ähnlich verhält es sich im Fußball oder im Skispringen. Aber egal.

Die Rivalität zwischen Nava und Juarez besteht schon lange. Bereits ausgemachte Kämpfe kamen bisher nicht zustande. Man merkt bereits daran, wie sie öffentlich wahrgenommen werden wollen, den himmelweiten Unterschied. Das Alter von 41 Jahren scheint das Einzige zu sein, was die beiden verbindet. Während Nava aus privaten Gründen immer wieder einmal pausierte und im eigentlichen Berufsleben Kommunalpolitikern ist, boxt Juarez fast durchgängig und nutzt den Boxsport zu ihrem Hauptbroterwerb. Man sieht es den beiden Boxerinnen auch äußerlich an: Während Nava Wert darauf legt, seriös zu wirken, scheint Juarez nichts auszulassen, um auf sich aufmerksam zu machen.

In einer Pressekonferenz sagte Nava, dass sie die Erfahrung und die Karriere von „Barby“ respektiere, aber dass sie selbst sich super vorbereitet hat und motiviert in den Ring stegen wird.

“Ich bin sehr glücklich, nach Hause zurückzukehren und mich diesem Kampf zu stellen. ‘Barby’ ist eine großartige Kämpferin, ein großartiger Champion und ich bin überzeugt, dass dieser Kampf sehr gut werden wird. Es wird ein Krieg zwischen zwei mexikanischen Kriegerinnen!”

Bei der gleichen Gelegenheit sagte Juarez, die lange Zeit in Tjuana gelebt hat:

„Jeder, der Jackies Karriere nicht respektiert, eine Karriere voller Erfolg, die auf Arbeit und Disziplin basiert, abgesehen davon, dass sie eine großartige Frau und eine großartige Mutter ist, wird ihr nicht gerecht. Es wird ein spektakulärer Kampf, wir sind zwei großartige Kämpferinnen, zwei Mexikanerinnen, die nie Aufgeben. Der Kampf kommt zu einem großartigen Zeitpunkt zu uns.“

Der Präsident von Zanfer, Fernando Beltrán, versicherte, dass es für sein Unternehmen und für ihn persönlich ein Stolz ist, diesen Kampf zu präsentieren.

„Es ist einer der wichtigsten Kämpfe in der Geschichte des mexikanischen Frauenboxens. Beide sind ein Vorbild für Frauen und Boxerinnen, ich bin überzeugt, dass sie uns einen großartigen Kampf bieten werden, denn die Qualität und Professionalität von beiden steht außer Frage.“

Eine Favoritenrolle ist kaum auszumachen. Boxerisches Können und Erfahrung besitzen beide. Wie in jedem Kampf zwischen gleichwertigen Gegnern, wird womöglich auch hier der größere Siegeswille und das kleine Quentchen Glück eine Rolle spielen.

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