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Jack Culcay – Wo geht die Reise hin?

Wie nach vielen Veranstaltungen, die gut für einen der Hauptkämpfer verlaufen sind, kommt die Frage auf wie es danach weiter gehen soll. Die Rede ist hier von Jack Culcay (28(13)-4-0), der nach der erfolgreichen Verteidigung seines WBO-International-Gürtels am vorigen Samstag in Berlin gleich zwei Antworten dazu parat hatte. Sein Ziel ist es, noch einmal einen WM-Kampf zu bekommen. Das sollte dann wohl auf der WBO-Schiene laufen, wo er bereits vor seinem Punktsieg gegen den Franzosen Howard Cospolite in den Top 15 zu finden war. Weiterhin sagt er aber auch, dass er gerne gegen Abass Baraou (9(6)-0-0) kämpfen würde.

Auf Facebook schreibt der 34-jährige: „Titel erfolgreich verteidigt. Vielen Dank an alle, die bei Bildplus und bei ESPN Lateinamerika zugeschaut und mich dabei unterstützt haben. Es kann weitergehen und mein WM Traum kann weiter leben. Ein großer Dank geht an meinen Promoter Ingo Volkmann, der alles das möglich gemacht hat und das gesamte Team Agon.“

Die Internetseite seines Boxstalls AGON zitiert Culcay aus einem Interview unmittelbar nach dem Kampf so: „Ich möchte wissen, ob Abass Baraou tatsächlich so gut ist, wie behauptet wird. Deshalb würde ich gerne gegen ihn antreten!“

Foto: Abass Baraou (Facebook)

Ein Kampf zwischen Culcay und Baraou? Das hört sich doch erst einmal nicht schlecht an. Beide Boxer sind gegenwärtig in Berlin beheimatet, kämpfen für konkurrierende Boxställe und liegen bei Boxrec in der deutschen Wertung auf den vorderen Plätzen des Superweltergewichts. Culcay ist die Nr. 1 (int. #10), Baraou die Nr. 2 (int. #20). Auch Baraou ist mit seinen bisher gerade mal 9 Profikämpfen zumindest bei zwei Verbänden in den Top 15 vertreten (WBC #13, IBF #8).

Kommt ein Kampf gegen den erfahrenen Jack Culcay für Abass Baraou noch zu früh? Oder wäre genau das jetzt die richtige „Reifeprüfung“ für den 25-jährigen Sauerland-Boxer? Eine Niederlage würde ihn zwar seine bisher „weiße Weste“ kosten, aber auch Culcay hat bereits 4 Punktniederlagen auf seinem Konto, für die er sich nicht zu schämen braucht. Bis auf den ersten Kampf gegen Pitto hat er auch bei seinen Niederlagen eine Top-Leistung gezeigt.

Welchen Sinn macht der Kampf für Culcay? Will er nur beweisen, dass er der bessere deutsche Boxer in dieser Gewichtsklasse ist? Was wäre, wenn er verliert? Rückt der WM-Traum in weite Ferne und erhält Baraou diese Gelegenheit schneller, als er und sein Team es jemals glaubten? Falls er Culcay den WBO-International abnehmen kann, hätte er zumindest gute Karten, danach gegen den gegenwärtigen Titelhalter Patrick Teixeira (31(22)-1(1)-0) anzutreten. Der 29-jährige Brasilianer war bisher Interim-Champ und hat des WBO Titel am grünen Tisch bekommen, nachdem Jamie Munguia ins Mittelgewicht aufgestiegen ist.

Was halten die Boxen.de Fans von der immerhin denkbaren Kampfansetzung zwischen Jack Culcay und Abass Baraou?

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1 Kommentar

  1. 22. Juni 2020 at 12:26 —

    Generell würde ich einen Kampf Culcay vs Baraou befürworten, zum einen weiß Baraou dann wo er steht und/oder zum anderen kommt Culcay mit technisch versierteren Boxern auch noch so eindrucksvoll klar!?
    Den letzten Gegner, Cospolite, hat Culcay zwar fast in jeder Runde klar beherrscht, auch wenn er den ein oder anderen Treffer unnötig genommen hat, aber der war aber auch nur handverlesen….nicht wirklich schlecht, aber eben auch nicht in der Lage Culcay Paroli zu bieten!
    Culcay sollte sich nicht auf einen WM-Kampf versteifen, denn um in der Weltspitze mitzumischen braucht es im Superwelter eben auch an Schlagkraft und die ist nun mal nicht wirklich bei Culcay vorhanden!
    Er sollte eher nochmal den EBU-EM-Titel anpeilen, ihn möglichst gewinnen und den Titel noch einige Male verteidigen…damit lässt sich auch gutes Geld vererdienen!

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