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Ist Conor McGregor bald Boxweltmeister?

Ist Conor McGregor bald Boxweltmeister?

Zumindest könnte es so kommen, wenn es nach den Ideen von WBC-Präsident Mauricio Sulaiman geht. Zwar hat McGregor bislang nur einen Profiboxkampf bestritten und den im August 2017 auch noch verloren, doch immer wieder hat ‚The Notorious‘ betont, dass er Interesse an einem Rückkampf mit Floyd Mayweather jr habe.

McGregors Manager Audie Attar erklärte dazu: „Er meint es ernst mit dem Boxen. Und wenn er sagt, dass er an etwas interessiert ist, wird es wahrscheinlich auch passieren.”

Und das erneut mit Unterstützung des World Boxing Council. Schon beim Kampf gegen Mayweather hatte sich der WBC in Szene gesetzt und  medienwirksam einen „Money-Belt“ anfertigen lassen: 1,5 kg Massivgold, 3360 Diamanten, 600 Saphire und 160 Smaragde auf grünem Krokodilleder. Schätzwert: etwa 90.000 Euro.

Nun hat World Boxing Council-Präsident Sulaiman erklärt, dass auch ein regulärer WM-Titel für Conor McGregor im Bereich des Möglichen läge. Der irische Käfigkämpfer muss lediglich einen von der WBC in den Top 15 gerankten Faustkämpfer schlagen, dann darf der 32-jährige um die Weltmeisterschaft boxen. Wie Sulaiman erläutert hat: „Das ist kein Anfänger, der in den Sport einsteigt. Er hat eine lange Geschichte im Kampfsport. Es gibt viele Beispiele von Muay Thai-Kämpfern, die im internationalen Boxen professionell werden und um Titel kämpfen können. Wir haben auch Amateur-Superstars wie Vasiliy Lomachenko. Sie kommen ins professionelle Boxen und kämpfen um Titel. Das beweist, dass es funktioniert.“

Ob es im Fall von Conor McGregor ebenfalls funktionieren würde, ist allerdings eine große Frage. McGregor war oder ist vermutlich immer noch eine UFC-Attraktion, den Beweis seiner boxerischen Klasse ist der Ire aber bislang schuldig geblieben. Und der Vergleich mit Lomachenko hinkt mehr als nur ein wenig: ‚High-Tech‘ war zweimaliger Olympiasieger und hat seine Amateurkarriere mit 396 Siegen und einer Niederlage abgeschlossen.

Bei McGregor fischt man im Trüben. Verbrieft ist wohl, dass er als Teenager etwa drei bis vier Jahre im Crumlin Boxing Club in Dublin Boxen trainiert hat. Hat ‚The Notorious‘ in dieser Zeit auch Juniorenturniere gewonnen, wie gerne behauptet wird? Man weiß es nicht mit Sicherheit.

Seine Niederlage gegen ‚Money‘ Mayweather führt McGregor übrigens nicht auf die boxerischen Qualitäten seines Gegners zurück, sondern auf Fehler in der eigenen Vorbereitung: er habe es versäumt, einen Boxtrainer hinzuzuziehen, sagte der Ire nach seiner Niederlage in einem Interview. Vielleicht ist das auch ein Grund dafür, warum Conor McGregor seit etwa zwei Jahren wieder Kontakt zu seinem ehemaligen Boxclub pflegt.

Bild: crumlinboxingclubofficial / Instagram

Mauricio Sulaiman geht davon aus, dass McGregor durchaus noch Karriere im Boxkarriere machen kann: „Er hat die Fähigkeiten, er hat die Kraft, er ist ein Kämpfer. Ich weiß nicht, in welcher Gewichtsklasse er antreten würde, aber definitiv müsste er einen entscheidenden Sieg gegen einen hochkarätigen Gegner erzielen, um (in den Top 15) gerankt zu werden und um einen Titel zu kämpfen!“

Und so kann man wohl davon ausgehen, dass genau das im Laufe des Jahres passieren wird. Und vermutlich auch dann schon mit einem schicken grünen Gürtel sanktioniert.

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