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„International Boxing Hall of Fame“ – Neuaufnahmen in Arbeit

„International Boxing Hall of Fame“ – Neuaufnahmen in Arbeit

Nachdem es in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie keine Feierlichkeiten für die Neuaufnahmen in die International Boxing Hall of Fame gegeben hatte, soll die Klasse von 2020 wie geplant zusammen mit der Klasse von 2021 im kommenden Juni in Canastota, New York, der Heimat des IBHOF-Museums, aufgenommen werden.

Voraus geht im Dezember die Bekanntgabe der maximal fünf Namen, die eine Jury der Boxing Writers Association of America zusammen mit 50 weiteren Boxhistorikern aus der ganzen Welt auswählt.

Bei 13 Kandidaten soll es sich um US-amerikanische Boxer handeln, unter anderem um Floyd Mayweather jr und Andre Ward. Weitere Anwärter sind Wladimir Klitschko und Miguel Cotto. Darüber hinaus können sich einige der folgenden Boxer vielleicht bald auf einen Ruhmesplatz in der International Boxing Hall of Fame freuen:

Paulie Ayala – nach 270 Amateurkämpfen wechselte Ayala zu den Profis, wo er sich 1999 den WBA-Bantamtitel vom bis dahin ungeschlagenen Johnny Tapia holen konnte. Das Duell wurde vom „Ring Magazine“ zum „Kampf des Jahres“ gewählt

Timothy Bradley – begann schon im Alter von zehn Jahren mit dem Boxen und bestritt 140 Amateurboxkämpfe. Im Profilager holte sich der ‚Desert Storm‘ 2008 den Titel der WBC im Halbweltergewicht, später auch den WBO-Gürtel. Da er jedoch eigentlich gegen den von der WBC bestimmten Pflichtherausforderer Devon Alexander hätte antreten sollen, wurde ihm wenig später der WBC-Titel aberkannt. Vielen dürfte wohl vor allem Bradleys Kampf gegen Ruslan Provodnikov in Erinnerung geblieben sein: im März 2013 ging Bradley gegen den schlagstärkeren Russen zweimal zu Boden, konnte den Kampf aber dennoch einstimmig für sich entscheiden.

Diego Corrales – Diego „Chico“ Corrales war Weltmeister der IBF und WBO im Superfedergewicht und WBO- und WBC-Weltmeister im Leichtgewicht. Legendär war sein Duell gegen José Luis Castillo im Jahr 2005, das unter anderem vom Ring Magazine zum Boxkampf des Jahres und von HBO zum Boxkampf des Jahrzehnts gewählt wurde. In dem spektakulären Fight gewann Corrales durch TKO in der zehnten Runde, nachdem er vorher zweimal selbst niedergeschlagen worden war.

Genaro Hernandez – „Chicanito” Hernandez (geb. 10. Mai 1966, † 7. Juni 2011) war ein US-amerikanischer Boxer mexikanischer Abstammung im Superfedergewicht. Am 22. November 1991 gewann er gegen den Franzosen Daniel Londas den vakanten Weltmeistergürtel der WBA und verteidigte ihn acht Mal in Folge. Am 9. September 1999 verlor er ihn durch Aufgabe in der 6. Runde an Oscar De La Hoya. Im März 1997 bezwang er Azumah Nelson und errang dadurch den Weltmeistertitel der WBC. Diesen Titel verteidigte er dreimal und verlor ihn am 3. Oktober 1998 an Floyd Mayweather jr. Dieser Kampf war zugleich sein letzter.

Rocky Lockridge – Richard „Rocky“ Lockridge (geb. 10. Januar 1959, † 7. Februar 2019) war Weltmeister der WBA und IBF im Superfedergewicht. Sein erster Kampf gegen Tony Lopez im Jahr 1988 wurde vom Ring Magazine zum Boxkampf des Jahres gewählt.

Michael Moorer – wurde schon als Kind von seinem Großvater trainiert, später erhielt er im renommierten Detroiter „Kronk“-Gym von Emanuel Steward den technischen Feinschliff.  Bereits nach einem Profijahr bezwang ’Double M‘ im Dezember 1988 Ramzi Hassan durch TKO 5 und sicherte sich den WBO-Titel im Halbschwergewicht. Acht Mal verteidigte er diesen Gürtel, bevor er unbesiegt ins Schwergewicht aufstieg.

Dort zeigte sich recht schnell, dass es ihm an Nehmerqualitäten mangelte. Trotzdem konnte sich Moorer im Kampf gegen Bert Cooper – in dem beide mehrfach am Boden waren – den WBO-Gürtel sichern. Für viele Experten gilt der Cooper-Kampf als Moorers letzte Topleistung.

Den meisten dürfte vermutlich derFight gegen ‚Big George‘ Foreman im Gedächtnis verhaften geblieben sein. Der 45-jährige Foreman schien seine beste Zeit schon hinter sich zu haben, doch Foreman gelang die Sensation, als er Moorer – in der zehnten Runde und nach Punkten hinten liegend – mit einer links-rechts Kombination KO schlug. Es war die erste Niederlage in Moorers Karriere.

Vinny Paz – als Vincenzo Edward Pazienza geboren, war der erste Boxer, der einen anerkannten WM-Titel im Leichtgewicht (IBF) und später im Halbmittelgewicht (WBA) gewinnen konnte. Darüber hinaus trug er im Supermittelgewicht die Weltmeistertitel der international weniger bedeutenden Verbände IBO, IBC und WBU. Aus diesem Grund wird er auch gerne als fünffacher Weltmeister dreier Gewichtsklassen tituliert. Aufgrund seines aggressiven Boxstils erhielt er den Kampfnamen „Pazmanian Devil“.

Bekannt wurde Paz vor allem dadurch, dass er nach einem Verkehrsunfall, bei dem er einen Genickbruch erlitt, wieder in den Ring zurückkehrte und ein erfolgreiches Comeback feiern konnte. 2016 erschien der Film „Bleed for This“, der von der Karriere von Vinny Pazienza – gespielt von Miles Teller – handelt.

Auf der Liste möglicher Neuaufnahmen stehen darüber hinaus Antonio Tarver, Meldrick Taylor und James Toney.

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