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Im Portrait: Anthony Joshua

Die Schwergewichts-Hoffnung Anthony Oluwafemi Olaseni Joshua 10(10)-0-0 bestreitet am 4.April seinen elften professionellen Box-Kampf. Gegner des in Watford/Hertfordshire/UK geborenen und lebenden 25 jährigen wird der 37 jährige Amerikaner Jason Gavern 26(11)-19(9)-4 sein. Für den Olympiasieger von 2012 Joshua sicher keine unlösbare Aufgabe. Austragungsort wird die Metro Radio Arena/Newcastle/UK sein.

Für den 30.Mai ist dann ein weiteres Duell in der O2 Arena in London geplant. Kontrahent soll diesmal der 35 jährige Amerikaner Kevin Johnson 29(14)-6-1 sein, der in seinen letzten fünf Kämpfen vier Niederlagen, gegen Tyson Fury (2012), Christian Hammer (2013), Dereck Chisora (2014) und Manuel Charr (2014) einstecken musste.

Für den 1.98cm großen Joshua ist dies der nächste bekannte Aufbaugegner. Bislang gelangen dem Sohn Nigerianischer Einwanderer Siege gegen Matt Skelton(2014),Konstatin Airich(2014),Denis Bakhtov(2014) und zuletzt im November vergangenen Jahres gegen Michael Sprott. Der Britische Normal-Ausleger konnte alle seine 10 Profi-Kämpfe durch K.O entscheiden, schaffte vier Erst-Runden-Siege, benötigte im Schnitt 1,7 Runden pro Gegner und musste erst einmal, gegen den in Hamburg lebenden Konstantin Airich, zur dritten Runde eines Box-Kampfes antreten.

2013 stieg der mehrfache englische Meister 3 mal in den Ring, 2014 waren es 7 professionelle Kämpfe und im Durchschnitt kämpft er alle 1,4 Monate. Der junge aufstrebende Schwergewichtler wiegt bei einer Körpergröße von 1.98m ca 106 Kg und hat eine Reichweite von 2,16m. Superchamp Wladimir Klitschko z.B hat bei gleicher Körpergröße eine Reichweite von 2,06m, Amerikas Schwergewichtshoffnung und WBC-Weltmeister Deontay Wilder bei einer Körpergröße von 2,01m hält eine Reichweite von 2.11m.

Joshua gehört zu den wenigen voll austrainierten Schwergewichts-Boxern. Breite Schultern, schnelle Hände , gute Beinarbeit und saubere Defensiv-Fähigkeiten in Verbindung mit einem Kämpfer-Herz erinnern mich an frühere Hochzeiten der “schweren Jungs” der 80er und 90er Jahre. Ich hoffe das junge Talent wird nicht des Geldes wegen zu schnell verheizt und gönnt sich eine langfristige Aufbauphase um dann, in 3-4 Jahren nach ca 12-16 weiteren Kämpfen, ganz oben im Schwergewicht mitmischen zu können.

Talent,Ehrgeiz und Power bringt der Britische Hoffnungsträger, der erst mit 18 Jahren zum Boxen fand, definitiv mit!

Autor Poi

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13 Kommentare

  1. 29. März 2015 at 21:08 —

    die “hochzeiten der schweren jungs” der 80er!?!?!? ich glaube, da habe ich was verpasst.

    • 29. März 2015 at 22:14 —

      Offensichtlich.
      Man munkelt über ein junges talent namens mike tyson oder so ähnlich das in den 80ern weltmeister wurde. War aber wie ich glaube zu wissen ne eintagsfliege……relativ unbedeutend.

      • 31. März 2015 at 22:45 —

        ja, mike tyson, der name sagt mir was. aber wer war sonst noch da in den 80er?

        • 1. April 2015 at 08:11 —

          Naja,
          zum einen Muhammad Ali der Anfang der 80er seinen letzten Kampf bestritt.
          Larry Holmes,Trevor Berbick,Gerry Cooney,George Foreman,Michael Spinks,Tony Tucker,James Douglas,Joe Bugner
          und viele viele andere die uns tolle und spannende Duelle geliefert haben.
          Das waren noch Männer mit 10 Niederlagen im Rekord und dennoch haben sie weiter gemacht.

  2. 31. März 2015 at 13:15 —

    Ausserdem gabs vorher immerhin Larry Holmes.
    Was Joshua angeht will ich nicht müde werden anzukündigen, dass dies der neue Dominator im Schwergewicht sein wird. Klitschko wird den Mann ebenso wenig boxen wollen und rechtzeitig in Rente gehen wie Lennox es einst mit ihm gemacht hat. Alle anderen aktuellen Schwergewichtler werden weggefegt. Der Junge ist ein Ausnahmetalent.

    • 31. März 2015 at 20:42 —

      Zweifelsohne ist der Junge ein Talent, aber jetzt schon ein Ausnahmetalent aus ihm zu machen halte ich für zu früh, den Beweis muss er erst noch erbringen. Es gab schon sooooooo viele Ausnahme und Jahrhunderttalente aus denen dann doch nix oder zumindest nicht das erhoffte wurde. Obwohl ich zugeben muss, daß es beeindruckend ist das er erst mit 18 zum Boxen kam und dennoch eine gute Amateurlaufbahn vorweisen kann.

  3. 1. April 2015 at 12:16 —

    Mag sein dass Du da alte Wahrheiten zitierst mit “den Beweis muss er noch erbringen” etc. Sich im Nachhinein aus dem Fenster zu lehnen und große Kämpfer zu feiern ist auch einfach. Von Ali haben auch die meisten behauptet er sei nur ein Großmaul der von den richtig starken Gegnern weggefegt wird,
    Ich sage heute schon: Wenn er nicht versehentlich vom Laster überfahren wird oder in einem Flugzeugabsturz ums Leben kommt, hält diesen Mann KEINER der aktuell Top 10 gerankten Boxer auf (nachdem Klitschko weg ist)

    • 1. April 2015 at 13:23 —

      Lass mich da gerne es besseren belehren. Fakt ist er hat Talent und die nötigen körperlichen Voraussetzungen das will ich gar nicht bestreiten. Wäre ja auch froh wenn mal wieder mehr Bewegung ins HW kommt. Fakt ist aber auch, dass er nur pastprimes aufgemischt hat. Was ja auch verständlich ist zum jetzigen Zeitpunkt seiner Karriere. Ein guter Prüfstein wäre vielleicht Helenius. Beide ungeschlagen und etwa im selben Stadium der Karriere. Wenn er Helenius genauso überrennt, nehme ich alles zurück.

      • 1. April 2015 at 14:25 —

        Das wird er imo nicht tun, Joshua ist ein überschätzter, weil körperlich mit imposanten Proportionen ausgestatteter („Endlich mal ein austrainierter Schwergewichtler“ ruft die Gay-HW-Fraktion), aber boxerisch nur durchschnittlicher HW. Talent kann man ihm nicht abstreiten, denn er hat tatsächlich erst mit 18 zu boxen angefangen, das ist schon erstaunlich, wie weit er es überhaupt gebracht hat. Power hat er natürlich, aber Defensive und Beinarbeit sind alles andere als WM-reif.

        Alles ist möglich, das hat ja auch Wilder gezeigt, dem viele den Sieg über Stiverne nach einer ellllllenlangen Aufbauphase auch nicht zugetraut haben. Aber momentan würde Joshua (noch) gegen Wilder, Fury, Pove, Takam, Perez, Stiverne untergehen. Helenius wäre eine Nummer zu groß für ihn, bei dem Futter, das er von Hearns vorgesetzt bekommt, wären schon Leute wie Johnson, Derric Rossy oder Malik Scott eine deutliche Steigerung! Das sind schlagbare Gegner, aber nicht ungefährlich.

        Price hat ja schon lange gesagt, er würde die Herausforderung Joshuas annehmen, aber Eddy Hearns wird einen Teufel tun, um ihn gegen den (mittlerweile) erfahrenen Briten kämpfen zu lassen. Ebenfalls wird man einen Ustinov, Wach oder Browne nicht mit Joshua im Ring sehen, denn da gäbe es keine physischen Unterschiede, die groß genug wären, als dass sie dem „Olympiasieger“ (schaut euch mal den Viertelfinalskampf gegen Erislandy Savón an – noch Fragen???) einen klaren vorzeitigen Sieg bescheren würden.

  4. 1. April 2015 at 16:26 —

    Talent ja,aber es stehen halt auch noch viele Fragezeichen im Raum!
    Der Aufbau war bisher recht ordentlich,aber wie reagiert Joshua auf einen Boxer der zum gewinnen kommt?
    Was pa.s.siert wenn er mal zu Boden muss??
    Was kann er vertragen?
    Wie schlägt er sich gegen einen Boxer mit ähnlicher Statur?
    Usw.!

  5. 1. April 2015 at 16:49 —

    Der Junge benötigt noch 2 Jahre dann ist er soweit. “Boxerisch Durchnitt” ist meiner Ansicht nach eine masslose Untertreibung. Der Vergleich zum Kampf gegen Savon hinkt, weil berieits in Joshuas 5. Kampf eine deutliche Steigerung zu sehen war als in seinem 1. Kampf. Der Kampf gegen Bakhtov beantwortet da viele Fragen zum Boxerischen Talen, zu seinen Konterpunch-Fähigkeiten, auch zur Beinarbeit, die zugegebener Massen besser werden muss. Nur wenn man im Training an einer Schwäche arbeiten Kann, dann mit sicherheit an der beinarbeit. Die von Dir aufgeführten , ach so starken HW-s sind mit Aussnahme von Pove allesamt Pfeifen.
    Ich werde in 2 Jahren auch verzichten das übliche “Ich habs ja schon vor 2 Jahren gesagt!!” zu posten. Genauso wie alle Zweifler vergessen werden, dass sie so heftig gezweifelt haben.

    • 1. April 2015 at 23:40 —

      Ach komm, Bakhtov, der hat sich doch sogar gegen Charr hingelegt, der wird fürs Verlieren bezahlt! Klar ist er kein Schlechter, aber er hat sich schon lange mit seiner Rolle als Journeyman abgefunden, genauso Johnson, nur dass der nicht so schnell runter geht wie der Russe. Diese Kämpfe sind alle für Joshuas Selbstvertrauen und fürs Publikum um eine treue Fanbase aufzubauen.

      Soll er doch mal gegen Thompson oder Ustinov kämpfen … ich gönne ihm ja den Erfolg, aber im Augenblick ist er einfach nur der britische Wilder

  6. 2. April 2015 at 00:25 —

    Anthony Joshua verfügt über ausreichend Talent um den Namen Klitschko in der öffentlichen Berichterstattung zu verdrängen, sowohl in der Boxszene als auch die in den klitschkoholiker Fankreisen allseits beliebten Gay-Magazine und anderer Feinripppflichtlektüre.
    Wladimira wird sich wohl mit dem Gedanken anfreunden müssen bald das Transenbattalion zu gründen um die Volkswehren im Osten des Landes über die russische Grenze zu belästigen! Zumindest solange bis Vitali den Zement zum Mauerbau fertig angerührt hat.

    OKHC ein Leben lang!

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