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Ilunga Makabu stoppt Dmitry Kudryashov

Ilunga Makabu stoppt Dmitry Kudryashov

Box-Finesse? Fehlanzeige. Der hart schlagende Russe Dmitry Kudryashov – Kampfname: „The Russian Hammer“ – erringt seine Siege üblicherweise nicht unbedingt durch Technik oder Speed, sondern nur durch seine Schlagkraft. Trotz schlechter Deckung gelangen dem 33-jährigen Kudryashov in der Vergangenheit viele Siege, die vor allem die Fans von brachialen Knockouts begeisterten. Dass Zuschlagen-können alleine nicht ausreicht, dokumentieren die Niederlagen des „Russian Hammers“ gegen Olanrewaju Durodola oder Yunier Dorticos.

Am Sonntag stand der „Russische Hammer“ erneut im Ring: Gegner im Kampf um den vakanten WBC-Silber-Gürtel im Cruisergewicht war Ilunga Makabu aus dem Kongo. Auch „Junior“ Makabu lebt sehr viel von seiner Schlagkraft und machte einst auf sich aufmerksam, als er 2013 den bis dahin unbesiegten Dmytro Kucher nach Punkten besiegte. Nachdem Makabu auch in Folge mit Siegen über Eric Fields, Glen Johnson und Thabiso Mchunu als Puncher beeindrucken konnte, bekam der Kongolese die Möglichkeit, sich gegen Tony Bellew zu beweisen, was mit einem KO-Sieg von Bellew in die Hose ging.

Nach einigen Aufbaukämpfen bot sich die Möglichkeit für Ilunga Makabu, noch einmal vorne anzugreifen. Ähnliches galt für Kudryashov, der mit dem schlagstarken Makabu einen Gegner auf Augenhöhe hatte.

Dass diese Begegnung nicht über die Runden gehen würde, konnte man anhand der Bilanzen erahnen: Ilunga: 25-2-0, davon 24 KO-Siege, Kudryashov: 23-3-0 bei 23 KO-Siegen.

Ilunga Makabu – beileibe kein Boxgott – konnte am Sonntag in Jekaterinburg seine bessere Technik nutzen, um Kudryashov in Runde 5 auszuschalten, nachdem beide Boxer sich in den ersten vier Runden nichts geschenkt hatten.

Während Kudryashov sich nun fragen muss, wohin die Reise geht, hat der 31 Jahre alte Makabu sich vielleicht sogar die Chance erboxt, bald um den vakanten WBC-Titel im Cruisergewicht zu kämpfen zu können, der von  Oleksandr Usyk niedergelegt worden ist.

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Dieser Titel war eigentlich schon für den Gewinner des Kampfes zwischen Mairis Briedis und Krystof Glowacki vorgesehen, doch der WBC zog einen Tag vor dem Fight die Sanktionierung der Begegnung zurück.

Offizielle Begründung: “Die Administratoren des WORLD BOXING SUPER SERIES-Turniers haben die Integrität des Kampfes nicht gewahrt und die WBC-Regeln und Vorschriften missachtet.”

 

Für Freunde des brachialen Faustkampfs, der Fight zwischen Ilunga Makabu und Dmitry Kudryashov ist zurzeit noch hier zu sehen:

 

 

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4 Kommentare

  1. 17. Juni 2019 at 17:41 —

    Was für ein schrecklicher Kampf!

    Aber immer noch tausend mal besser als Tom Schwarz.

  2. 17. Juni 2019 at 22:35 —

    Wenn 2 Knockauter aufeinander treffen, bleibt zwangsläufig einer von beiden auf der Strecke!
    Das Problem von Kudryashov ist einfach das er sich nur auf seine Schlagkraft verlässt,…..meiner Ansicht nach nicht boxen kann und auch nicht wirklich was verträgt!
    Der Kampf mag vielleicht nicht besonders ansehnlich gewesen sein, ABER mit einern eindeutigen Ergebniss.

  3. 17. Juni 2019 at 23:47 —

    Fand den Kampf wie gesagt, besonders die zweite Runde, extrem unterhaltsam. Styles make fights. Erinnerte mich an die tollen britischen Cruiserweight-Schlachten von Tony Conquest, Enzo Maccaranelli, Ovil McKenzie, Shane Mc Philbin & Co. – limitierte Boxer, die aber alles gegeben und immer eine gute Show geliefert haben. Tabiti vs. Dorticos und Briedis vs. Glowacki waren allerdings auch nicht schlecht, beim Letzteren Robert „deaf Stevie Wonder“ Byrd sei Dank.

    Hatte mich im Vorfeld eigentlich besonders auf Warrington gegen Galahad gefreut, aber das war ein total enttäuschendes Gewürge (bis auf ein paar coole Defensiv-Moves von Galahad), das eigentlich keinen Sieger verdient gehabt hätte.

  4. 18. Juni 2019 at 08:47 —

    Kudryashov ist eben wie erwartet total limitiert gewesen…
    dass er nicht erkennt, wie offen Makabu bei seinem Anboxen zum Körper ist, kann ich nicht verstehen.
    Handspeed und Technik waren grundsätzlich klar beim Kongolesen, Kondition scheinen beide nicht viel zu haben.
    Beim Knockdown in Runde 2 konnte Makabu froh sein, dass er nicht ein paar Zentimeter weiter vorne stand. Hätte der Schlag des Russen etwas härter gtroffen, hätte es auch einen Doppel-KO geben können; Makabu war auch schön am Wackeln.

    Letztlich geschickter Move von Makabu mit einer vorgetäuschten Verletzung vom Perez-Fight zurückzuziehen und für mehr Börse auswärts anzutreten.

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