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Ibeth Zamora Silva bleibt WBC-Weltmeisterin im Fliegengewicht

Bilder: Pepe Rodriguez

Die Mexikanerin Ibeth Zamora Silva hat am Samstag in Puebla ihren WBC-Gürtel im Fliegengewicht gegen die japanische Herausforderin Chaoz Minowa erfolgreich verteidigt. Nach 10 Runden lautete das Urteil aller 3 Punktrichter 97:93 für die Titelträgerin. So sehr sich die Japanerin auch abmühte: Zamora hatte einfach in fast jeder Runde die besseren “Argumente” und setzte mehr gute Treffer als Minowa.

Der Sieg Zamoras war zu erwarten. Die 29-jährige „Otomi-Kriegerin“ ist und bleibt damit die Nr. 1 dieser Gewichtsklasse. Gegenwärtig ist Zamora ohne richtige Konkurrenz. Eine der wenigen im Fliegengewicht aktiven Boxerinnen, die ihr gefährlich werden könnte, ist WBO-Weltmeisterin Arely Mucino. Alle anderen “Fliegen” würden sich an der auf hohem Level fightenden Zamora die Zähne ausbeissen.

Eine Top-Kampf kann man auch erwarten, falls Jessica Chavez nach ihrer Schwangerschaft in den Boxsport zurück kehren will. Immerhin ist es „ihr“ Titel, den Zamora sich geholt hatte, nachdem Chavez sich zwecks ihrer Familienplanung in die Mutterrolle begab. Beide Boxerinnen standen sich bereits zwei mal gegenüber. Sowohl 2008 als auch 2014 gewann Zamora nach Punkten. Nach dieser letzten Niederlage wechselte Chavez zu Trainer Nacho Beristain und verlor seit dem unter dessen strenger Regie keinen einzigen Kampf mehr. Kommt es zu einem dritten Kampf zwischen Zamora und Chavez, kann man eine Top-Fight auf höchstem Level erwarten.

Es gibt im Mexiko in den unteren Gewichtsklassen eine ganze Reihe erstklassiger Boxerinnen. Allein im Fliegengewicht sind mehr als 50 Frauen aktiv. Wenn man 10 Jahre zurück denkt, gab es weltweit nur insgesamt 25 Boxerinnen, die im Fliegengewicht unterwegs waren. Es bleibt zu hoffen, dass diese positive Entwicklung auch mal in den oberen Gewichtsklassen ankommt.

Das das Frauenboxen bei vielen Boxsportfreunden immer noch nicht angekommen ist, wird u.a. auch an den Klickzahlen für die jeweiligen Beiträge deutlich. Man billigt den Frauen einfach nicht zu, diesen Kampfsport zu betreiben. Oder man bemängelt die Qualität der Kämpfe. Das beides zu Unrecht geschieht, sollte sich langsam mal durchsetzen. So mancher Frauenkampf ist ansehnlicher als das teilweise Gewürge bei Männerkämpfen. Von dem Beschiss, der manchmal geboten wird ganz zu schweigen. Vielleicht wäre es richtig, noch ein paar Anpassungen der Regularien beim Frauenboxen durchzusetzen. Eine einheitliche Rundendauer von 3 Minuten wäre da schon mal eine gute Idee. Damit könnten auch in Frauenkämpfen mehr Knock Outs möglich werden, weil eine überlegene Boxerin mehr Zeit hat, sich innerhalb einer Runde ihre Gegnerin “zurecht zu legen”.

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1 Kommentar

  1. 19. November 2018 at 15:37 —

    Was hat das niedliche Püppchen für einen feinen Lutscher im Mund…

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