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„Hunter vs Hrgovic“ in der Purse Bid

„Hunter vs Hrgovic“ in der Purse Bid

Nachdem Kalle und Nisse Sauerland am 25. März um die Anberaumung einer Purse Bid für die Begegnung zwischen Filip Hrgovic und Michael Hunter gebeten hatten, ist die Versteigerung des Kampfes nun für den 6. April geplant.

Kalle & Nisse Sauerland @SauerlandBros / Twitter

Fraglich ist allerdings, warum die Sauerland-Brüder zu dieser Maßnahme griffen. Weil Hunter mittlerweile ein Free Agent ist und die Sauerlands sich unsicher waren, inwieweit der Verkauf ihrer Firma an Wasserman den Wunschablauf möglicherweise beeinflusst hätte? Man weiß es nicht. Für Denkanstöße bin ich übrigens dankbar.

Nun darf man gespannt sein, wer Interesse an der Begegnung hat. Nicht auszuschließen ist, dass der Social-Media-Dienst „Triller“ erneut in die Bresche springt, nachdem man sich im Februar schon für rekordverdächtige über sechs Millionen US-Dollar die Begegnung zwischen Teofimo Lopez und George Kambosos gesichert hatte.

Sehr zur Freude übrigens von Lopez` Promoter Bob Arum, der an diesem Deal – ohne einen Finger zu rühren – über 780.000 US-Dollar verdient hat.

Für die kroatischen Medien ist jetzt schon klar: Filip Hrgovic gewinnt den Kampf gegen Michael Hunter. So wie auch seine bisherigen 10 Profi-Fights.

Aber ohne Fanbrille betrachtet, sieht das Ganze weniger rosig aus. Denn Michael Hunter ist weder Rydell Booker, noch Alexandre Kartozia. Und schon gar nicht Eric Molina. Bei dessen letztem Kampf gegen die britische Nachwuchshoffnung Fabio Wardley dürfte sich wohl jeder Zuschauer gefragt haben: warum nutzt er nicht Wardleys permanent hängende Deckung aus und haut den 26-jährigen um?

Aber zurück zu ‚Stone Man‘ Hrgovic. Der mittlerweile 28-jährige schwamm schon zu Amateurzeiten auf einer Welle aus Vorschusslorbeeren und tut das nach wie vor. „Er glaubt, dass er Joshua schlagen kann und das tun wir auch.“ hat sein Promoter Nisse Sauerland erklärt. Und leider versäumt, zu erklären, warum das so ist.

Die bisherigen Siege gegen nicht allzu ernstzunehmende Gegner geben wenig Aufschluss über die Qualitäten des Kroaten. Und Qualitäten werden nötig sein, wenn der ‚Stone Man‘ sich mit Michael Hunter misst.

Dass der Gewinner des Gefechts sich das Recht sichert, den amtierenden IBF-Weltmeister herauszufordern, ist zwar richtig, aber nicht von wesentlicher Bedeutung. Wir erinnern uns: Dillian Whyte war rund drei Jahre WBC-Pflichtherausforderer, bevor er gegen Alexander Povetkin verlor. Und ist es jetzt wieder. Da aber WBC-Champion Tyson Fury und und Anthony Joshua, der die Gürtel von IBF, WBA und WBO hält, noch mehrfach gegeneinander antreten möchten, rückt deswegen ein Weltmeisterschaftskampf erst einmal in weite Ferne.

Vor allem, weil Michael Hunter ein echter Prüfstein ist. Im Dezember 2019 konnte Alexander Povetkin dem seinerzeit 31-jährigen im saudi-arabischen Diriyah mit „viel Dusel“ nur ein Draw abringen. Und das war nicht die „Povetkin-Version“ vom vergangenen Wochenende.

Keine Frage: Michael Hunter hat die besseren Gegner geboxt und dürfte wohl der gefährlichste Mann sein, mit dem Filip Hrgovic bislang im Ring gestanden hat. Nun bleibt aber erst einmal abzuwarten, was die Purse Bid ergibt.

Da Hunter als Free Agent schwerlich in der Lage sein dürfte, mitzubieten, könnten die Sauerland-Brüder (respektive Wasserman Boxing) – falls sich kein weiterer Interessent findet – ein Schnäppchen machen. Und vielleicht den Kampf sogar nach Deutschland holen.

Zu befürchten ist allerdings, dass die Beschränkungen rund um die Coronavirus-Pandemie hierzulande auch weiterhin dafür sorgen, dass es keine Zuschauer bei Boxsport-Veranstaltungen geben kann.

„Filip Hrgovic vs Michael Hunter“ in den USA presented by Wasserman Boxing?  Darauf wird es wohl hinauslaufen

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17 Kommentare

  1. 30. März 2021 at 23:33 —

    Könnte mir vorstellen, dass Eddie Hearn für den Fight einiges springen lassen wird und das Ganze auf DAZN landet. Heavyweight verkauft sich immer gut, Hunter ist in den USA und England recht bekannt, Hrgovic in Europa. Auch wenn Hunter sich von matchroom/Hearn getrennt hat, haben die beiden immer noch ein gutes Verhältnis, jedenfalls wenn man Hunter glaubt. Ein Fragezeichen steht natürlich hinter „Wasserman Boxing“, aber ich denke schon deshalb wird Hearn da für klare Verhältnisse sorgen wollen und Wasserman bestenfalls die Rolle eines Co-Promoters zubilligen.

  2. 31. März 2021 at 00:39 —

    Ist halt die Frage, warum sich Matchroom und Hunter getrennt haben. Aber Hearn promotet ja auch den Herrn Steinmann. Von daher könntest Du Recht haben.

  3. 31. März 2021 at 06:56 —

    Guten morgen.
    Ich frage mich wieso sich Hunter von Matchroom getrennt hat ???

    Hrgovic hat bis jetzt nichts gezeigt, wo ich sagen kann, dass er wirklich gut ist.

    Wenn er Hunter Ko schlägt und ohne Probleme gewinnen sollte , dann gehört er sicherlich in die Top 10 bis 15 rein.

    Dillian sollte als nächstes gegen Wilder, Ruiz, antreten.

    Das Problem aber ist , dass Wilder einfach nicht gegen Dillian W kämpfen möchte.

    Wilder geht mir so auf die nerven. Was macht dieser Junge eigentlich und wieso kämpft er nicht mehr ???

  4. 31. März 2021 at 09:54 —

    @ pumA

    Andersrum: Matchroom hat den Vertrag nicht verlängert.

  5. 31. März 2021 at 11:47 —

    Durchaus ein interesanter kampf. der sieger kann wirklich oben anklopfen der verlierer ist erstmal weg vom fenster. es tut sich was im HW. parker – chisora ist durchaus auch interessant. und was ist eig. mit joyce – usyk? findet das jetzt statt? whyte – povetkin war von ähnlichem kaliber. es wäre echt gut wenn sich die challanger duellieren und den besten herausforderer für den sieger fury – joshua ausmachen. dafür haben sie sicher noch mehr als 1 jahr zeit!

  6. 31. März 2021 at 14:30 —

    Wäre durchaus ein interressanter Kampf!

    Wenn Hunter in den ersten Runden genauso den Turbo einschaltet wie gegen Povetkin sehe ich schwarz für Hrgovic!
    Allerdings muss ich auch gestehen das ich Hrgovic nicht so richtig einschätzen kann, habe zwar die meisten Kämpfe von ihm gesehen und er hat eine gute Schlagkraft, aber er wirkt irgendwie hüftsteif und vernachlässigt sehr gerne seine Deckung!

    @ Brennov

    Ich denke schon das Usyk vs Joyce dieses Jahr noch kommt und wenn es dann noch um den WBO-Interim-Titel gehen sollte um so besser!
    Die anderen “Anwärter” sollten meiner Meinung nach wirklich die WBA-Schiene fahren und versuchen einen Kampf gegen den regulären WBA-WM Trevor Bryan zu bekommen und je bekannter der Gegner um so besser, denn King geht es nur ums Geld, Geld das er bei so einen Kampf verdienen kann nicht sein Boxer, denn der ist ihm scheissegal!
    D.Whyte hat darüber ja schon laut nachgedacht! Das T.Bryan bis Ende Mai gegen Charr antritt glaube ich nicht und die WBA wird eher King den A….lecken als sich für Charr einzusetzen…….wenn der überhaupt nochmal kämpfen will!?

    • 31. März 2021 at 14:47 —

      ja wäre sicher ein interessanter kampf whyte vs bryan. quasi eine vereinigung. und danach gegen den sieger usyk – joyce. dann hätte der sieger 3 “wm titel” 🙂 ohne wirklich wm zu sein. naja aber er wäre dann der würdige nächste herausforderer. ich befrüchte auch dass die wba charr wieder bescheisen wird. aber ob er wirklich noch kämpfen will weis ich auch nicht. man wird in 2 monaten sehen.

  7. 31. März 2021 at 21:28 —

    @ Brennov

    Wat für ne Vereinigung?

  8. 31. März 2021 at 22:05 —

    Was ein bla bla bla… Hätte hätte Fahrradkette und wenn Boxer A noch Boxer B und dann noch Boxer C und dann den Sieger aus Boxer D vs Boxer E Dan hätte der diesen Titel oder aber den und könnte dann gegen um dann eventuell den Sieger aus??? Zu Boxen um dann gegen Charr einen Vereinigungskampf um den Interimstitel des Interimschamp auszuboxen und sich qualifiziert für einen Eliminater gegen den unified Champion von the best of the Rest. 🙈 Kann so kommen, aber könnte auch einfach nur Geld im Spiel sein und die besten ppv Kämpfe werden einfach gemacht, egal was ihr Kinder dazu sagt mit euren Träumereien. Und egal was kommt am Ende boxt Charr den Endgegner Huck, das will braucht die Welt noch mehr als einen Impfstoff gegen corona 😂😂😂 manchmal kaum zu glauben wieviele traumprinzen sich mit dieser Sportart auseinander setzen ohne ansatzweise zwischen den Zeilen zu lesen.

    • 31. März 2021 at 22:35 —

      😂😂 wie gesagt, glaube nicht, dass Whyte an einem weiteren Sekundärtitel interessiert ist. Er ist am großen Geld interessiert und das gibt es, abgesehen natürlich von AJ und Fury, nur gegen Wilder, Ruiz, evtl. noch Ortiz oder den Sieger aus Joyce/Usyk, wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass Letztere gegen Whyte ran wollen. Hunter wäre im Prinzip auch noch ein guter Gegner, aber der muss ja jetzt gegen den Stoneman ran.

      Kann aber natürlich sein, dass er lieber auf die beiden Big Fishes warten will, dann macht er ein paar Stay-Busy-Fights gegen die zweite Garde auf einer von Eddies großen Fightcards im Vorprogramm – denn da gibt es feine PPV-Royalties für umsonst und der Trainingsaufwand ist auch nicht so übermäßig.

      • 31. März 2021 at 23:22 —

        Du sagst es und hast das Game verstanden, es geht schon lange nicht mehr darum den Besten zu ermitteln, sondern den finanziell besten Kampf zu machen und die Titel sind nur Beiwerk um den letzten Träumer, vom Kauf des supa dupa unified Champion kingsize golden diamond Titel, vom Abo zu überzeugen. Aber das verstehen einige Traumprinzen hier nicht. Whyte ist das beste Beispiel, er wurde nicht vom WBC hingehalten und verarscht, er ist pottenlangweilig und sieht auch noch scheiße aus, er ist nicht zu 100% vermarktbar und deshalb wird er nie einen Titelkampf bekommen, so einfach ist das. Selbst ein 70 jähriger Mike Tyson zieht mehr Leute vor den TV, verkauft mehr Tickets als Whyte Charr oder der Rest zusammen. Thats Business so einfach ist das. Ich könnte zig Beispiele nennen Anna Kournikova konnte nix, aber hat die Stadien voll bekommen, Hamilton saß immer im überlegenen Auto, Beckham war ne Wurst am Ball aber seine Trikots verkauften sich super bei den Back Street Boys Fanmädels etc…. Boxen ist leider nicht weit entfernt von der WWE und Kohle hat mehr Wert als sportliche Vergleiche, das ist so und wird so bleiben solange ca 18 Verbände/Titel mit absahnen. Die Kämpfe die geld generieren werden gemacht und der Konsument bedient.

        • 1. April 2021 at 07:41 —

          Wow, das nenne ich mal ein wahrhafte Erkenntnis!
          Mainstream at its best!
          Traurig, aber wahr!
          Muss das so sein?
          Nein, muss es nicht!
          Wird aber akzeptiert.
          Einfach so!
          Dumm?
          Ja!

        • 1. April 2021 at 10:22 —

          Naja, in UK ist Whyte ein PPV-Star, aber auf dem Restplaneten interessiert er weniger. Das liegt einmal daran, dass er halt nicht ganz so gut wie die Top-5, womit ich Fury, AJ, Wilder, Ruiz und Usyk meine, zum anderen daran, dass er trotzdem eine ziemliche Gefahr darstellt, denn für einen Luckypunch ist er natürlich trotzdem gut. Ich habe nichts gegen ein solides Boxbusiness, aber das Verhältnis von sportlicher Leistung und dem rein Geschäftlichen muss stimmen und das ist in letzter Zeit immer häufiger disproportional.

          Wenn man zum Beispiel den phänomenalen Fight im Flyweight Estrada vs. Gonzalez 2 vor kurzem betrachtet, hat Whyte inkl. PPV-Anteile fast das Doppelte erhalten (4 Millionen garantierte Börse plus Royalties) als Estrada und Chocolatito zusammen (1,5/1. Mio). Während Charr als „Champion in Dauerpause“ stolz seinen Hummer auf instagram vorführt, arbeiten hart trainierende und verdiente Ex-Champs/Challenger wie der Loma-Bezwinger Orlando Salido oder „Money-Team“-Member Thomas Dulorme mittlerweile als Uber-Fahrer – und das nicht etwa, weil sie wie Adrien ein Problem mit Weibern, Suff und Drogen haben, sondern weil sie es anders nicht schaffen, ihre Familien zu ernähren. Wenn selbst Eddie Hearn zugibt, dass es ihn nervt, für die Leistungsverweigerung eines Yildirim mehr ausgeben zu müssen als bspw. für Estrada, sollte der letzte Boxfan merken, dass etwas in diesem Sport nicht mehr ganz richtig läuft.

          Du hast richtig in einem anderen Thread geschrieben, dass Ali und Tyson nicht die größten Boxer, nicht mal HW aller Zeiten waren. Aber sie haben nicht nur großartige Selbstvermarktungstalente besessen, sie haben in ihren Kämpfen auch abgeliefert, auch wenn sie irgendwann mal auf die Fresse bekamen, die Frazier Trilogie, Tyson vs. Holyfield oder Hagler vs. Hearns habe ich bestimmt 20 mal gesehen in verschiedenen Zusammenhängen, aber ich glaube kaum, dass ich auch nur 3 Minuten meiner Zeit damit verschwenden werde, mir nochmal Mayweather vs. Pc oder McGregor zu geben. Schon das erste Mal war pure Zeitverschwendung, wobei ich bei McGregor nach zwei Runden rausgegangen bin und das Ganze überhaupt nur angeschaltet habe, weil mein Sohn (16) selbst aktiver Ringer und MMA’ler ist – sein ganzer Verein (naja, die Trainer nicht) war übrigens fest davon überzeugt, dass Conor Floyd innerhalb von drei Runden ausknockt.

          Erfolgreiche Boxer heute wie May oder Canelo planen nur noch nach dem bestmöglichen Risiko-/Ertragsverhältnis. Sie wählen ihre Gegner dann aus, wenn sie über dem Berg sind, grad eine schwere Niederlage erlitten haben oder eine zweijährige Ringpause hinter sich haben. Schwere Gegner werden heruntergespielt oder man priest sich genüsslich aus. Bestes Beispiel: Bud Crawford, der vor kurzem verlauten ließ, Vergil Ortiz jr., der gesagt hatte, ihm sei es egal, ob er gegen Bud eine Chance hätte, er wolle einfach nur fighten, müsse sich einen Kampf gegen ihn verdienen, es sei noch nicht soweit. Aber ein komplett shotter Amir Khan, ein past-prime Kell Brook oder ein Jose Benavidez Jr nach zweijähriger Verletzungspause, die hatten sich den Kampf ganz offensichtlich verdient. Hat ein heutiger Boxer wie Teofimo mit viel Glück einen Bigfish (Loma) besiegt, zieht er sich sofort in sein Schneckenhäuschen zurück, stellt überzogene PPV-Forderungen – ein Rematch gegen Loma nach dem glücklichen (und auch verdienten) Sieg lehnt er selbstverständlich ab. Für einen Kampf gegen Haney möchte er „nur“ 10 Millionen – lol. Dafür genießt er sein Glück, gegen den komplett harmlosen George Kambosos Jnr mit 6 Mios entlohnt zu werden – Snoop sei Dank. So könnte ich hier unendlich weiter die Kommentarleiste füllen – und das sogar ohne bei den Kournikowas (Cecilia Braekhus) oder Beckhams (Ryan Garcia) angekommen zu sein.

          • 1. April 2021 at 14:25

            Und genau das ist das Problem von Whyte, Wilder wollte nicht auf die Insel und Whyte ließe sich nicht gut vermarkten in den Staaten. Deswegen hat Fury den Kampf bekommen ohne überhaupt in den Rankings auf eins zu stehen. Fury lässt sich aber weltweit vermarkten und deswegen hat er die zwei Kämpfe bekommen obwohl Whyte rein sportlich gesehen sich viel mehr die Chance verdient hätte. Klar zieht Whyte in UK als Engländer aber das hat Schulz damals in Deutschland auch. Außerhalb Deutschlands hat sich keine Sau für in interessiert. Ist das schade und eigentlich nicht richtig für eine so große Sportart? Nein sicherlich nicht aber so läuft es nunmal leider. Was Ali und Tyson betrifft, hab ich mich wahrscheinlich nicht recht eindeutig ausgedrückt. Beide waren echt Kämpfer und das Gesamtpaket war überragend. Rein sportlich gesehen gab es aber auch bessere. Sicherlich wurde Ali durch sein politisches Engagement und seinen geile Sprüchen zu recht eine Ikone und ich fand ich einfach super aber war er rein sportlich der beste? Finde ich nicht. Er war einfach ein geiler Typ der alles was er anfasste zu Gold machte, aber das war eher sein Charakter und Charme als seine boxerischen Fähigkeiten geschuldet. Mal ehrlich gegen Foreman z. B. Hat er sich Runden lang in Doppeldeckung in die Seile gestellt und wurde dafür gelobt und seine Strategie in Himmel gelobt. Er hat gewonne ja also alles richtig gemacht. Aber ist das Boxen? Wenn Klitschko das z. B. gemacht hätte und er hatte ja auch so einen ähnlichen Stil mit dem klammern etc, er wäre dafür belächelt worden.

          • 1. April 2021 at 14:27

            und das sogar ohne bei den Kournikowas (Cecilia Braekhus) oder Beckhams (Ryan Garcia) angekommen zu sein.
            Der Vergleich gefällt mir 😂

          • 1. April 2021 at 19:33

            Ja, sachlich hast du den „Fall Whyte“ richtig dargestellt, aber zeitlich war da noch etwas anderes, nämlich die vorher gescheiterten Verhandlungen zwischen matchroom und Wilder über einen Kampf gegen AJ. Wilder hatte ein 100-Millionen-Angebot von DAZN ausgeschlagen, was einen 2-Fight-Deal mit AJ beinhaltet hätte, weil Hearn nicht sagen wollte, was AJ an diesen beiden Kämpfen verdient hätte (es wären vermutlich ca. 150 Mio gewesen). Wilder wollte nicht einsehen, dass er die finanzielle B-Seite ggü. AJ war. Am Ende kämpfte er für 7 Millionen gegen Fury, für 5 gegen Breazeale, für 3 gegen Ortiz 2 und nochmal für 28 gegen Fury 2, plus PPV-Renvenues waren das insgesamt so um die 75 – 80 Mios. – sprich, er verdiente mit vier Kämpfen weniger als er für zwei gegen AJ bekommen hätte. Und ein erneuter Versuch eines Deals mit matchroom gegen Whyte war natürlich auch nicht so in seinem Sinne, weshalb er den geschickten Schachzug Furys, dem es nicht ums Geld ging und der eh die komplette Börse aus dem ersten Wilder-Kampf für wohltätige Zwecke spendete, dankbar annahm. Und da die WBC nichts unternahm, bzw. den „Lineal-Champion“-Status von Fury anerkannte und das Ganze somit als Titelvereinigung Wilders wertete, schaute Whyte in die Röhre (und tut das bis heute).

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