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Humberto Soto schlägt Brandon Rios klar nach Punkten

Beitragsbild: WBC

Den höchstwahrscheinlich besten Fight des vergangenen Wochenendes gab es in Tijuana / Mexiko zwischen dem 38-jährigen Mexikaner Humberto „Zorrita“ Soto (69(37)-9(2)-2) und dem 32-jährigen Amerikaner Brandon „Bam Bam“ Rios (35(26)-5(2)-1) zu sehen. Dabei musste Soto nicht auf einen Heimvorteil hoffen. Der mexikanische Ring-Fuchs gewann den auf 12 Runden angesetzten Kampf mit 119:111 und 2x 118:112 recht deutlich.

Beide Boxer waren in der Vergangenheit Titelträger verschiedener Verbände. Ihre besten Zeiten scheinen vorüber zu sein. Das hielt die beiden altgedienten Faustkämpfer aber nicht davon ab, ein boxerisch hochwertiges Prestige-Duell auszutragen. Man hätte meinen können, dass der 6 Jahre jüngere und vermeintlich unverbrauchtere Rios diesen Kampf bestimmen wird. Genau das Gegenteil war der Fall. Soto war es, der seine Routine aus 80 Fights ausspielte und fast über die vollen 12 Runden das Kampfgeschehen bestimmte.

Humberto Soto, der Ex-WBC Champ in 3 Gewichtsklassen, zeigte vor seinem heimischen Publikum in Tijuana noch einmal eindrücklich, was er immernoch drauf hat: Großartiges Boxen mit schnellen und präzisen Kombinationen. Er schlug variabel und dosierte das Tempo so wie er es brauchte, um Rios jederzeit in Schach zu halten. Man bricht sich keinen Zacken aus der Krone, wenn man für Soto nach diesem grandiosen Fight beide Daumen hoch hält. Das was er gezeigt hat, ist wirklich gutes und sauberes Boxen. 1A !

Brandon Rios gelang es zwar, Soto ein paar mal mit kraftvollen Schlägen zu treffen, aber er konnte den Druck nicht aufrecht erhalten und Soto in Schwierigkeiten bringen. Immer wieder gelang es Soto, die passenden Antworten zu finden und so Runde um Runde einzusacken.

Am Ende war es für Soto noch einmal ein große Triumph, gegen einen guten Gegner und vor heimischen Publikum souverän zu gewinnen. Nebenbei noch etwas für die Statistiker: Humberto Soto war der erste Mexikaner, dem es gelungen ist Brandon Rios zu besiegen, nachdem der in seiner Karriere bereits 15 Mexikaner bezwungen hat.

Mit diesem Sieg wird Soto zwar noch einmal gefeiert, aber es ist wohl kaum damit zu rechnen, dass er jetzt so weit geht und einen Angriff auf einen WM-Titel startet. Die Zeit wartet auf niemanden. In der Gegenwart hätte er es u.a. mit Weltmeistern wie Terence Crawford und Errol Spence jr zu tun. Mehr als eine ehrenvolle Niederlage dürfte bei den aktuellen Top 10 Boxern nicht zu holen sein. Für Brandon Rios wäre vielleicht noch eher ein weiterer großer Kampf denkbar gewesen. Aber mit dieser schwachen Leistung gegen Soto kann er das wohl getrost vergessen.

Vielleicht haben einige Boxfans den Kampf am frühen Sonntag Morgen bereits über Stream gesehen. Hier ein paar Eindrücke:

 

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3 Kommentare

  1. 25. Februar 2019 at 02:29 —

    Wow – Soto hat echt klasse Reflexe, schnelle Hände und ein gutes Auge, vor allem für einen Ex-Lightweight mit 38 Jahren und 80 Fights auf dem Buckel. Respekt!

  2. 25. Februar 2019 at 15:13 —

    Tja, wer hätte gedacht das der “alte” Mann, Soto, noch zu solch einer Leistung fähig ist? Respekt!

    • 25. Februar 2019 at 15:40 —

      Rios im heutigen Zustand war aber auch ein dankbarares Geschenk, ich hoffe nur das Soto nicht “versehntlich” Rindfleisch gegessen hat…

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