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Hughie Fury siegt über Christian Hammer +++FULL FIGHT +++

Hughie Fury siegt über Christian Hammer

Die Meinungen über Christian Hammer gehen weit auseinander. Für die einen ist er „shot“, die anderen sagen, er sei unangenehm zu boxen und selbst bei seinen Niederlagen nicht untergegangen. Prominente Gegner von Hammer waren zum Beispiel Mariusz Wach, Kevin Johnson, Michael Sprott, David Price, Alexander Povetkin, Luis Ortiz und Tony Yoka. Und auch mit Tyson Fury stand Hammer schon im Ring. Und so hatte EC-Boxer Hammer dann auch im Vorfeld des Kampfes gegen Hughie Fury erklärt: „Er kommt aus der Fury-Familie, aber er ist nicht Tyson. Er ist ein junger Kerl.“

Ein junger Kerl, der – wie sich herausstellte – aber doch genug „Fury-Gene“ in sich hat, um Hammer im Ring das Leben schwer zu machen. Zum Auftakt der Begegnung beide erst einmal abwartend, Fury aber der aktivere Mann. Auch in den folgenden Durchgängen die besseren Aktionen von Hughie Fury. Wie die DAZN-Kommentatoren es beschrieben: „Der Deutsche durchgehend der zweitbeste!“ Fury schneller, aktiver, die Auslage wechselnd. Hammer etwas enttäuschend und vermutlich auch frustriert: nach einem Trennkommando von Ringrichter Steve Gray schlägt der 34-jährige Deutsche im fünften Durchgang nach und muss einen Punktabzug hinnehmen.

Wenig später ist die Begegnung zu Ende: Hammer hat angeblich eine Bizepsverletzung erlitten und tritt nach dem fünften Durchgang nicht mehr zur sechsten Runde an.

Hier ein Video vom Kampf

Co-Feature-Fight des Events war die Titelverteidigung von WBO-Weltmeisterin Savannah Marshall, die ihren Gürtel gegen Lolita Muzeya aufs Sambia aufs Spiel setzte. Die technisch limitierte Herausforderin versuchte sich nahezu ausschließlich mit Powershots und musste den harten Treffern der Weltmeisterin schon früh Tribut zollen: der Ringrichter stoppte den Kampf in der zweiten Runde.

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Mit dem Sieg von Marshall rückt eine Begegnung mit Claressa Shields immer näher. Die beiden befinden sich auf Kollisionskurs, seit Marshall bei den Weltmeisterschaften 2012 einen Sieg über Shields verbuchen konnte. Zurzeit liegt der Fokus von Shields aber auf dem 27. Oktober, an dem sie in ihrem zweiten MMA-Kampf gegen Abigail Montes antritt.

Auf der Undercard traf Chris Eubank jr auf Wanik Awdijan. Awdijan schon der dritte Deutsche, der für einen Kampf gegen Eubank gelistet war. Nachdem Sven Elbir wegen COVID-19 passen musste, war Anatoli Muratov durch die medizinische Untersuchung gefallen. Und Wanik Awdijan hatte „große Töne“ gespuckt, prophezeit: „Er (Eubank) wird sich an mich als seinen schlimmsten Albtraum erinnern.“ Doch nach einer noch recht ausgeglichenen ersten Runde nahm Eubank zusehends Fahrt auf und bestimmte weitgehend das Geschehen im Ring. Nach einem harten Körpertreffer von Eubank nahm das Team von Awdijan in der Pause zur sechsten Runde seinen Boxer aus dem Kampf. Eubank erklärte später in einem Interview: „Er kam herüber und sagte, ich hätte ihm (…) die Rippe gebrochen, er könne nicht weitermachen.“

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35 Kommentare

  1. 17. Oktober 2021 at 19:52 —

    Sehr schade für Hammer: Er war natürlich nie ein Spitzen-Boxer, hat aber eig. immer das Beste aus seinen Möglichkeiten gemacht und keine Herausforderung gescheut und war immer mal für eine Überraschung gut, auch wenn diese auch nur darin bestand, dass er mit Top-Gegnern über die Runden gegangen ist…

  2. 17. Oktober 2021 at 22:20 —

    Hughie kann boxen, keine Frage. Natürlich wird er niemals ein zweiter Tyson Fury, aber die Entwicklung der letzten Kämpfe, in denen er etwas aggressiver zu Werke ging und sich nicht nur auf das reine Stick & Move verlassen hat, geben Anlass zum Optimismus. Ein paar gute Paydays sind allemal noch drin. Vielleicht als Aufbaugegner für Wilder nach seiner Niederlage gegen den großen Cousin oder für AJ nach seiner zweiten gegen Usyk? 😃 Ohne dass er für mich Favorit wäre, aber ich traue es ihm auch zu, Joyce oder Dubois das Leben schwer zu machen.

    • 17. Oktober 2021 at 23:10 —

      Ich würde ihn gerne gegen Whyte sehen, nach dem dieser gegen Wallin verloren hat. Das wäre mMn ein Kampf auf Augenhöhe und in GB auf einer Undercard gut vermarktbar z.B. beim Rückkampf Usyk vs AJ und ich würde Fury sogar leicht favorisieren.

      • 18. Oktober 2021 at 11:04 —

        was machst du eigentlich wenn whyte gwinnt?

        • 18. Oktober 2021 at 11:42 —

          @ Brennov

          Was würdest Du denn sagen, wenn Wallin gewinnt? 🙂

          • 18. Oktober 2021 at 13:37

            ihm gratulieren und mich auf den rückkampf freuen. habe ja geschrieben ich sehe es 70:30 für whyte. da ist es nicht unmöglich, dass wallin gewinnt.

        • 18. Oktober 2021 at 15:17 —

          Ich werde depressiv und sehe keinen Sinn mehr im Leben.

      • 18. Oktober 2021 at 13:20 —

        Gute Einschätzung. Fury hat gegen Pulev und Parker nur verloren, weil er viel zu passiv war und kaum eigeninitierte Aktionen hatte, lediglich Konter. Da siehst du beim Thema Ring Generalship dann natürlich nicht so gut aus. Wenn er so wie gegen Hammer selbst aggressiv wird und auch mal eine (für seine Verhältnisse) harte Hand ins Ziel bringt, kann er auch gegen bessere Gegner Erfolg haben. Die Frage bleibt natürlich, ob er sich das gegen einen harten Puncher wie Whyte traut. Er könnte ja mal in der Familie herumfragen, wie so etwas geht …

        • 18. Oktober 2021 at 13:20 —

          @ Sachse

        • 19. Oktober 2021 at 05:08 —

          Ach komm..
          Fury hat vs Pulev und Parker verloren, weil das sein Limit ist.. und er würde gegen beide wieder verlieren..
          Von Whyte halte ich nicht viel, aber auch der schlägt Hughie relativ easy..

          • 19. Oktober 2021 at 15:39

            Könnte sein, dass du recht hast, kann aber auch sein, dass er noch lernfähig ist und sich steigern kann. Die letzten Gegner waren allesamt ein bisschen shot, beim nächsten besseren wird man weitersehen. Ich traue ihm aufgrund seines grundsetzlichen Talents durchaus einen „Next Step“ zu.

          • 20. Oktober 2021 at 13:09

            Kann ich mir bei ihm schwer vorstellen.. Aber wer weiß, vielleicht überrascht er mich ja..
            Ich würde mir wünschen, dass Parker endlich mal sein Talent nutzt.. Dann würden wird hier nicht darüber sprechen, ob Hughie ihn schlagen könnte..

  3. 18. Oktober 2021 at 11:46 —

    wird ein knappes Ding…

    ich tippe auf 114:113 (Niederschlag Wallin eingerechnet) für Otto Wallin

    • 18. Oktober 2021 at 13:59 —

      kann mir nicht vorstellen, dass wallin es über die punkte gewinnen kann. das wird hearn gar nicht zulassen. er will den fetten zahltag gegen fury und zwar gleich 3 mal (1x whyte und dann mindestens 2x gegen usky hin und rückkampf oder mehr und dann nochmal gegen joshua vermutlich auch)

      • 18. Oktober 2021 at 14:39 —

        Hmm, mal sehen, was Fury für Pläne hat. Kann mir echt gut vorstellen, dass er nur noch einen Kampf macht – gegen den Sieger aus AJ v. Usyk und den WBC-Titel niederlegt. Andererseits wäre Whyte in einem Match in Manchester natürlich relativ leicht verdientes Geld für Fury, wobei es halt im HW immer eine Überraschung geben kann.

      • 18. Oktober 2021 at 14:45 —

        Schwergewichte, die bei Eddie Hearn unter Vertrag stehen: Babic, Joshua, Whyte, Fisher, Hrgovic, Majidov, Usyk, Parker, Wardley. Da sollte es ihm nicht bange werden um sein zukünfiges Einkommen.

      • 19. Oktober 2021 at 05:14 —

        Als ob Fury noch 4 Kämpfe machen würde.. Den sehen wir noch ein oder maximal 2 mal im Ring..

        • 19. Oktober 2021 at 12:34 —

          glaubt ihr das wirklich? würde irgentwie zu dem stinker passen. aber auf der anderen seite glaube ich er ist so geltungssüchtig, dass er nicht aufhören wird. wir werden sehen.

          • 20. Oktober 2021 at 13:21

            Ja das glaube ich..
            Btw, der “Stinker” hat in weniger Kämpfen viel mehr geleistet und erreicht als Wilder und Posterboy AJ zusammen..
            Wenn Fury danach wäre, könnte er seinen letzten fight auch gegen Bermane Stiverne, Manuel Charr oder Jake Paul machen und niemand hätte das Recht sich darüber zu beschweren.. 😉

        • 19. Oktober 2021 at 15:30 —

          Denke, dass er den nächsten Kampf gegen Whyte/Wallin mitnimmt, den Gegner leicht unterschätzt und Probleme bekommt, aber trotzdem letztlich souverän gewinnt. Dann wird er in Bestform den Vereinigungskampf machen, siegen und als vereinigter Champion abtreten 😀

          • 20. Oktober 2021 at 11:27

            Ohne Rückkampf wie gegen klitschko?

          • 20. Oktober 2021 at 13:17

            Brennov.. Wozu braucht es immer einen Rückkampf..?
            Macht i d R doch nur bei einem knappen Ausgang Sinn aber grundsätzlich immer nach einem Rückkampf zu rufen finde ich sinnfrei..

            ak.. so könnte es kommen.. Ich vermute, er drückt AJ im Rematch vs Usyk die Daumen..

          • 20. Oktober 2021 at 13:42

            “Brennov.. Wozu braucht es immer einen Rückkampf..?”

            HAHA gute Frage eigentlich 😀

          • 20. Oktober 2021 at 13:59

            Gegen Wilder hat er doch insgesamt zwei Rückkämpfe gemacht, und das, obwohl der zweite ja schon mehr als eindeutig war. Ich sehe das genauso wie Flo, wenn der Kampfverlauf es rechtfertigt, ist es okay, aber eigentlich stehe ich da auf der Seite der Verbände, die Rückkämpfe grundsätzlich kritisch sehen. Das ist doch nur ein weiterer Businessmove der Champions bzw. Marketinggenies wie AJ, sich länger als eigentlich verdient Möglichkeiten auf den Titel und damit die großen Zahltage zu sichern. Hat etwa AJ boxerisch/sportlich gegen Usyk einen RK gerechtfertigt? Ich finde nicht, das war eine glasklare Sache – und wird im RK kaum anders aussehen.

          • 20. Oktober 2021 at 14:08

            also erstmal hat er gegen wilder nur einen rückkampf gemacht, denn den ersten hat wilder gemacht. da war er der champ und der rückkampf war nichtmal vertraglich fixiert. den zweiten rückkampf musste sich wilder auch erstmal einklagen. gegen klitschko hat er lieber gekniffen und gekokst. ja bei einer normalen verteidigung die gewonnen wird braucht es keinen rückkampf. bei einer titelvereinigung die nur durch solche klauseln überhaupt zustandekommt hat man sich einfach an die verträge zu halten.

          • 20. Oktober 2021 at 14:13

            Brennov.. fairerweise muss man da anmerken, dass das Kokain verglichen mit Klitschko offensichtlich der gefährlichere Gegner für Fury war..

          • 20. Oktober 2021 at 16:55

            ja klitschko war wohl schon etwas übern berg. tortzdem ist das mehr als unsauber gelaufen. und auch gegen wilder wollte er den rückkampf nachdem er gewonnen hatte nicht mehr machen. nach dem ersten kampf wollte er natürlich den rückkampf da hatte ja nur wilder was zu verlieren. es sind eben diese dinge warum ich ihn nicht mag. genauso, dass er gegen klitschko gekämpf hat obwohl er im kampf vorher gegen hammer nachweislich gedopt war. damit hätte er gar nicht antreten dürfen. das ergebniss gegen hammer und eine nachträglich sperre gab es auch nie. klar gibt viele die gedopt hatten, ortiz, povetkin, miller, browne aber die hatten zumindest kleinere strafen. selbst charr konnte die TV gegen Oquendo nicht machen und war 6 monate gesperrt obwohl er noch nicht mal rechtskräftig doper war und ist. er wurde nachträglich rehabilitiert aber den schaden hatte er trotzdem.

  4. 18. Oktober 2021 at 13:14 —

    Wie gesagt, vom Papier her ist Whyte der Favorit. Aber man hat ja gesehen, was das wert ist: Mikey war ein 20:1-Favorit gegen Sandor Martin 😀

    • 18. Oktober 2021 at 13:39 —

      und gerade wegen diesen überraschungen schauen wir boxen doch oft so gerne.

      • 20. Oktober 2021 at 14:02 —

        Überraschung! Whyte verletzt. Kampf off …

        • 20. Oktober 2021 at 14:08 —

          vermutlich laufen schon verhandlungen zum fury fight. da heißt es kein risiko eingehen.

          • 20. Oktober 2021 at 15:48

            Wenn Fury einen Kampf, z. B. wegen Covid absagt, ist er ein Stinker, aber wenn Whyte eine Verletzung vorschiebt, ist es clever … Brain-off-Logic

          • 20. Oktober 2021 at 16:50

            naja kommt halt immer drauf an was für ein kampf es ist. ein völlig freiwilliger kampf von whyte der aktiv bleiben will und trotzdem ständig gute gegner boxt obwohl er schon längst seine wm chance hätte bekommen müssen und die jetzt doch endlich realistisch in aussicht hat und dann vielleicht den kampf absagt um endlich seinen wm fight der ihm seit 4 jahren versagt wird bekommt, oder fury der vertraglich vereinbarte rematches nicht macht bei denen man ihn erst gerichtlich zwingen muss. ja das ist schon ein unterschied. wallin ist kein pflichtherausforderer von whyte!

          • 20. Oktober 2021 at 18:59

            Dabei hat aber Whyte auch immer auf die Unterstützung der Heim-RR bzw. -PR zählen können, sonst wäre er erst gar nicht Pflichtherausforderer geworden, wenn wir hier schon beim Klugscheißen sind.

          • 20. Oktober 2021 at 22:45

            und die fury kämpfe gegen wilder I und wallin hätte man auch zugunsten der gegner abbrechen können. hätte, hätte fahrradkette. ich hoffe fury whyte kommt endlich whyte hat es sich verdient, danach kann er gatekeeper machen.

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