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Huck verteidigt WBO-Titel zum achten Mal: Chancenloser Rossi geht schwer K.o.

Rogelio Rossi, Marco Huck ©SE.

Rogelio Rossi, Marco Huck © SE.

Mit seinem Gegner hatte WBO-Weltmeister Marco Huck (34-1, 25 K.o.’s) keinerlei Probleme, dennoch wäre der 26-jährige Sauerland-Boxer heute Abend in Ludwigsburg um ein Haar seinen Titel losgeworden. Für das Nachschlagen nach dem Gong der vierten Runde hätte Huck auch disqualifiziert werden können, dass der Kampf dennoch weiterging, war lediglich dem Sportsgeist des Argentiniers Rogelio Rossi (17-3-1, 11 K.o.’s) zuzuschreiben.

Boxerisch hatte der extrem langsam und eindimensional wirkende Rossi Huck kaum etwas entgegenzusetzen. Ab der zweiten Runde blutete Rossi bereits stark aus der Nase, ab der dritten Runde war er bereits deutlich gezeichnet. Nachdem er für wiederholtes Tiefschlagen einen Punkt abgezogen bekommen hatte, musste Rossi nach einem eigentlichen nicht regelkonformen Schlag in den Nacken angezählt werden. Nach dieser 10-7 Runde war für den Argentinier nach Punkten nicht mehr viel zu holen.

Gegen Ende der vierten Runde konnte Huck seinen Gegner an den Seilen stellen und mit einem linken Haken schwer zu Boden befördern, allerdings hatte der Gong zu diesem Zeitpunkt schon längst geläutet. Ein Großteil der Schuld geht aber an den britischen Referee Paul Thomas, der die beiden Boxer im Moment des Gongs eigentlich hätte trennen müssen.

Rossi war von dem Treffer schwer angeschlagen und hätte an dieser Stelle auch durch Disqualifikation gewinnen können, der faire Sportsmann wollte aber unbedingt weitermachen. Huck, der für dieses Aktion zwei Punkte abgezogen bekam, wusste in der fünften Runde, dass sein Gegner reif für den K.o. war und suchte die Entscheidung. Nachdem er Rossi an den Seilen mit einem Schlaghagel eingedeckt hatte, gelang ihm mit einer geschobenen Innenhand ein weiterer Niederschlag. Gegen Ende der Runde gelang Huck ein weiterer Knockdown, Rossi wurde aber vom Gong gerettet.

Trainer Ulli Wegner war trotz der klaren Überlegenheit Hucks jedoch überhaupt nicht zufrieden und forderte mehr Übersicht und mehr Präzision von seinem Boxer. Huck schien sich die Worte seines Trainers zu Herzen genommen zu haben, und zog, nachdem er Rossi angeboxt hatte, die Deckung des Argentiniers herunter. Rossi war mit tief hängenden Armen im Rückwärtsgang, als eine rechte Gerade Hucks voll im Ziel einschlug. Rossi war schon während des Fallens bewusstlos und schlug hart mit dem Kopf auf. Nach einigen Minuten der Sorge kam jedoch die gute Nachricht, dass Rossi den schweren K.o. einigermaßen unbeschadet überstanden hatte.

“Erst mal Applaus für meinen Gegner”, sagte Huck im ARD-Interview. “Er war sehr tapfer, ich bin froh, dass er gesund ist. Ich wusste, ich habe 12 Runden Zeit, ich hätte vielleicht auch etwas schneller machen können. Der Schlag in der vierten war mit dem Gong, es tut mir Leid.” Über seine Pläne ins Schwergewicht zu wechseln, sagte Huck: “Definitiv. Ich schlage alles kurz und klein, was sich mir in den Weg stellt.”

Ulli Wegner: “Wir wollen mal sachlich bleiben. Er konnte mich in den ersten Runden nicht so recht überzeugen, es dauerte, bis er die richtige Distanz gefunden hatte. Wir wissen ja, dass er Schlagkraft hat. Da ist immer der K.o. drinnen. Der Sieg war wichtig, es ist gut, dass sich der Gegner wieder erholt hat.” Zu Hucks Schwergewichtsplänen sagte Wegner: “Wir träumen später. Das machen wir später einmal.”

Nach dieser eher mühelosen Vorstellung gegen einen eigentlich nicht WM-würdigen Gegner kommt auf Huck im nächsten Kampf mit der Pflichtverteidigung nun eine ungleich schwerere Aufgabe zu. Noch ist aber nicht klar, wer von der WBO als Pflichtherausforderer bestimmt wird. Die derzeit besten Chancen hat Hucks ehemaliger Gegner Ola Afolabi, der als Intercontinental-Champion momentan die Rangliste anführt. Aber auch der Sieger der Begegnung zwischen Denis Lebedev und James Toney hat noch Aussichten, sich für den Kampf gegen Huck zu qualifizieren.

© adrivo Sportpresse GmbH

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111 Kommentare

  1. Hukiccc
    24. Oktober 2011 at 14:36 —

    Ihr habt alle keine ahnung,ihr seit doch nur irgendwelche neider die Huck nicht da sehen wollen wo er gerade ist…wisst ihr was, huck juckt das doch garnicht was ihr von ihm denkt ihr könnt ihn alle am PoPo LEcken und dat wars…also hört auf eure zeit zu investieren und geht arbeiten ihr pflaumen ;))))

  2. Tom
    24. Oktober 2011 at 15:01 —

    Peter Lustig dein Nick ist Programm!

  3. Interessierter
    24. Oktober 2011 at 15:11 —

    kevin22 sagt:
    24. Oktober 2011 um 14:07

    Es ging Wegner darum, dass Huck mal gegen einen grossen Kerl boxt, der auch noch ein unbequemer Rechtsausleger ist!
    Das der Promoter von Rossi alle Angaben fakte und das ganze web darauf reinfiel, das konnte Wegner zum Zeitpunkt dieser Aussage wirklich nicht wissen!

    —-

    Das Rossi nur eine sichere Zwischenstation war, wird Wegner nicht ablehnen können. Intern siehts immer anders aus. Es ging wahrscheinlich vielmehr darum, das Huck mal anders Boxen soll. Auch denke ich, das Huck nicht erst seit dem Wochenende ins Schwergewicht will.
    Darüber wird vermutlich schon seit Monaten gesprochen. Dieser Kampf kam, damit Huck lernt, konsequent und klug zu Boxen. Ein KnockOut mal nicht zu erzwingen. Einfach mal zu taktieren. Möglichst viele Runden, seinen Stil beibehalten. Und nicht um wie ein Wilder seine Linie zu verlieren, sich nicht mehr im Griff zu haben und ein Ko zu erzwnigen. Das kann das sofortige Aus im HW sein.

    Nur meine Meinung.

  4. kevin22
    24. Oktober 2011 at 15:28 —

    @ Interessierter

    Du zitierst mich, gehst aber mit deiner Antwort in keinster Weise auf meinen Text ein!?

    Interessierter sagt:

    “Das Rossi nur eine sichere Zwischenstation war, wird Wegner nicht ablehnen können.”

    Ich denke mal du meintest abstreiten!?
    Das war doch von vornherein klar, das man bei einer freiwilligen Verteidigung keinen gefährichen Mann aussucht!

    Interessierter sagt:

    “Es ging wahrscheinlich vielmehr darum, das Huck mal anders Boxen soll.”

    Sicherlich, aber du hattest doch aufgemerkt, das der Gegner laut Ulli zum Spielen gedacht war, was aber nirgends nachzulesen ist! Wie sollte man denn auch solche Pläne schmieden, wo doch der Gegner gar nicht bekannt war!?

    Und nun musste man auch noch erkennen, das es sich um einen Schrumpfriesen handelte…

  5. Interessierter
    24. Oktober 2011 at 16:05 —

    @kevin22:

    .. das war ne Ergänzung meiner Meinung zu deiner Aussage. Mehr nicht. Da brauch ich nicht drauf eingehen. 😀 … bestreiten, abstreiten, ablehnen, abweisen, zurückweisen .. korinthen kacken will ich mit dir nicht 😉

    Ich versteh das nicht mit dem nachlesen und Gegner spielen. Was muss nachzulesen sein? Was bei denen Intern abläuft. Monate vor einem Kampf? Wo man mit seinem Kämpfer hin will. Wie die Tendenz für mögliche Gegner sein könnte? Et cetera, Et cetera.

    Ich bin nicht so naiv zu denken, das die nicht wussten, das Rossi eine Luftnummer sein wird. Und dazu hab ich nur meine Meinung gesagt. Das was ich vermute. Da brauch ich nix nachlesen. Für mich war esübertrieben gesehen ein öffentliches gesparre mit Hintergrund.

  6. DR_BOX
    24. Oktober 2011 at 18:46 —

    Peter Lustig brauch hier kein Mensch.

    Warum schreibst Du hier unter nem Pseudonym, Hagen?

  7. Papa Franco
    25. Oktober 2011 at 00:44 —

    fernseh gucken ist ja freiweillig. ich hab die kämpfe von huck immer gerne gesehen, da ich im gegensatz z.b. zu vielen klitschko kämpfen nicht eingeschlafen bin.
    mir ist schon klar, dass huck kein taktiker ist und es kein boxen auf technisch höchstem niveau ist, aber er hat trotzdem einen spektakulären stil und die kampfabende sind fast immer unterhaltsam.
    diesmal muss ich leider zustimmen, dass der gegner total unwürdig war und hucks auftritt na ja… einen kampf gegen klitschko würd ich mir gerne anschauen, aber ich glaube (leider) nicht, dass huck eine chance hat so wie er derzeit boxt.

    aber was will man auch erwarten, wenn man als amateur nur 15 kämpfe gemacht hat (kickboxen mal aussen vor). die wichtige erfahrung bei den amateuren holt man nur sehr schwer auf und talentierte “schläger” scheitern irgendwann an wirklich guten technikern (siehe abraham).

  8. Kano
    25. Oktober 2011 at 03:33 —

    @Interessierter
    Sag mal wovon träumst du,wie lange soll er deiner Meinung nach noch an seinem Still arbeiten?????Huck wird an seinem Strassenschläger Still nichts mehr ändern er boxt schon seit Jahren den selben Still runter der eher wenig mit Boxen zu tun hat,der Typ wird nichts mehr neues lernen,da wird auch Wegner nicht mehr helfen können,ich wünsche mir später einen Kampf Huck gegen einen klitschko ich würde es zu gerne sehen wie Huck Chancenlo schwer k.o geht.

  9. kevin22
    25. Oktober 2011 at 07:41 —

    Kano sagt:

    “Sag mal wovon träumst du,wie lange soll er deiner Meinung nach noch an seinem Still arbeiten?????Huck wird an seinem Strassenschläger Still nichts mehr ändern er boxt schon seit Jahren den selben Still runter”

    Dich mit deinen Endlossätzen ohne Punkt und Komma zu zitieren ist schon schwer genug! Aber dann auch noch einen Sinn zu finden ist fast unmöglich!
    Lern doch bitte endlich mal zu schreiben und fabriziere nicht immer so ein Kauderwelch!
    Ich musste russisch in der Schule lernen, auch in deiner Sprache gibt es Satzzeichen!
    Du schreibst wie ein russischer 4. Klasse Schüler, der dann in Deutschland nichts dazu lernen wollte oder konnte!

    Deine Schreibweise ist einfach nur peinlich für dein Volk!

    Und nun zu deinen Aussagen, die sind fast noch lächerlicher…
    Im letztem Kampf war Huck schlecht vorbereitet, man ging ja auch von einem 2m Gegner aus, aber ansonsten steigerte er sich in seinen Kämpfen standig und boxt nun auch ruhiger und überlegter!
    Er achtet viel mehr auf seine Deckung, geht nicht mehr volles Risiko und das allein zeigt doch eine Weiterentwicklung!?

  10. Kano
    25. Oktober 2011 at 09:59 —

    @kevin 22
    Ich sage es dir jetzt noch mal das hier ist kein Rechtschreib Forum sondern eine Seite wo übers Boxen diskutiert wird,und bei meinen Aussagen bleibe ich du kannst ja bei deinen Bleiben,Huck hat nach wie vor nicht viel dazu gelernt,er hat sich vielleicht ganz leicht gesteigert,er kann nun mal nicht besonders gut Boxen das was er macht hat mit Boxen wenig was zu tun der Typ hat keine Technik,keine Beinarbeit sondern lebt nur von seiner Schlagkraft auch das ist Fakt warum willst du das nicht begreifen????Ohhh Kevin du scheinst es nicht zu lernen der Kerl ist Mega Arrogant und hat beide Klischko Brüder provoziert und so einen Schei..haufen deckst du noch??????Ich hoffe das er gegen einen Klitschko mal antritt und am Ende chancenlos schwer K.o geht.

  11. Peddersen
    25. Oktober 2011 at 10:40 —

    Kevin

    Weiß nicht, warum du immer wieder mit derselben Sache kommst. Versuch mal, einem S.c.h.w.e.i.n das Pfeifen beizubringen.

    Kano

    Du solltest mit dem Wort arrogant vorsichtig sein. Genauso solltest du solche markigen Sprüche lassen wie: “du scheinst es nicht zu lernen” und “warum willst du das nicht begreifen????”. Es sei denn, du richtest diese Sachen an deine eigene Person.

    Mfg ein pfeifendes S.c.h.w.e.i.n!

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