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Huck verteidigt WBO-Titel: Hauchdünner Sieg gegen starken Lebedev

Marco Huck ©Nino Celic.

Marco Huck © Nino Celic.

WBO-Weltmeister Marco Huck hat die bislang schwierigste Prüfung seiner Karriere bestanden: vor der ausverkauften Kulisse der Berliner Max-Schmeling-Halle lieferte er sich mit dem bärenstarken Herausforderer Denis Lebedev ein Duell auf Biegen und Brechen. Nach zwölf hochdramatischen Runden sahen zwei Punktrichter den Deutschen vorne, einer hatte den Russen als Sieger gesehen.

Lebedev startete ungeheuer aktiv, Huck boxte, für ihn ungewohnt, zumeist aus dem Rückwärtsgang. Die höhere Schlagfrequenz lag klar bei Lebedev, Huck konnte aber einige gute Einzelaktionen landen. In der zweiten Runde konterte Huck eine Aktion Lebedevs ab, der daraufhin beinahe das Gleichgewicht verlor und ein paar Ausfallschritte machen musste. In der fünften Runde ging Lebedev kurz vorm Gong zu Boden, da er lediglich an der Schulter getroffen worden war, wurde der Niederschlag nicht gewertet. Insgesamt tat Huck sich jedoch schwer, den schnellen und beweglichen Lebedev an den Seilen zu stellen, um dort dann, wie sonst üblich, seine bekannten wilden Serien abzufeuern.

Auf der anderen Seite hatte der sonst so präzise Puncher Lebedev Probleme, Huck am Kinn zu treffen und so echte Schlagwirkung zu erzielen. Lediglich in der sechsten Runde schien Huck nach einer Serie Lebedevs in ernsthaften Schwierigkeiten zu sein. Die Körpertreffer, die sich in den frühen Runden als wirkungsvolles Mittel erwiesen hatten, vernachlässigte Lebedev, der in den mittleren Runden das Kommando zu übernommen haben schien, wieder. In der neunten Runde erlitt Lebedev ein kleines Cut am linken Auge, das auf den Kampfverlauf aber keine Auswirkungen hatte.

Die zehnte Runde war die mit Abstand beste Huck-Runde, er kam mit der Rechten einige Male voll durch, Lebedev blutete fortan auch unter dem rechten Auge. Die elfte Runde war wiederum ausgeglichen. In der zwölften Runde ließ Huck, auf Ansage seiner Ecke nichts mehr anbrennen und ließ den anstürmenden Lebedev zumeist ins Leere laufen. Eine ganz enge Kiste – soviel war sicher. Was würden die Punktrichter stärker bewerten – Lebedevs Aktivität oder Hucks klarere Einzelaktionen?

Punktrichter Lahcen Oumghar (Niederlande) hatte Huck mit 115:113 vorne. Der Amerikaner William Lerch gab dem Russen acht von zwölf Runden (116:112). Es hing also alles vom Urteil des dritten Punktrichters Manuel Oliver Palomo (Spanien) ab. Dieser hatte den Kampf mit 115:113 für Huck gewertet – Jubel in der Halle, Aufatmen bei Sauerland. Huck hatte die taktische Marschroute durchgehalten und im Gegensatz zu den knappen Kämpfen gegen Ramirez und Afolabi nicht die Übersicht verloren. Ein geschenkter Sieg war es mit Sicherheit nicht, Huck hätte sich aber auch nicht beschweren dürfen, wenn die Split Decision zugunsten Lebedevs ausgefallen wäre. Ein Rematch, vielleicht im Rahmen des geplanten Cruiser-Super-Six, wäre auf jeden Fall wünschenswert.

Marco Huck im ARD-Siegerinterview: “Normalerweise kennen mich meine Fans nur im Vorwärtsgang. Ich musste aber so boxen, denn ich bei mir waren ab der vierten Runde die Rippen gebrochen. Trotzdem habe ich gekämpft und gewonnen. Lededev war wirklich ein starker Gegner.”

Denis Lebedev: “Ich denke nicht, dass ich verloren habe. Ich habe jedenfalls alles gegeben. Ich dachte, ich hätte mir einen Vorteil erarbeitet, anscheinend habe ich mich aber vertan.”

Ulli Wegner war nach der Abraham-Pleite spürbar erleichtert: “Wir haben alle gesehen, dass es sehr knapp war. Es war der erhofft starke Gegner. Danke ans Publikum. Ich habe jetzt mit Sicherheit schöne Weihnachten.”

© adrivo Sportpresse GmbH

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322 Kommentare

  1. Unglaublich
    20. Dezember 2010 at 09:55 —

    Finde es echt raurig, dass die deutsche Presse bei solchen Machenschaften mitmacht. Also ganz im ERNST!!! Huck hat die Runden 2, 4 und 10 gewonnen, danach konnte man ihm eventuell noch mit viel Wohlwollen die 11. geben, aber keine andere Runde…NIEMALS!!! Das war absolut BETRUG. 116-112 oder 117-111 in einem absolut leicht zu wertenden Kampf sind die einzigen Urteile die möglich waren!!!

  2. mamaz
    20. Dezember 2010 at 10:33 —

    @ damned

    dein name scheint programm zu sein, du bist echt verdammt dämlich. aber ok, DU BOXKENNER. die ganze welt hat eine andere meinung als du, soll das heißen, dass du der einzigste bist der sich mit boxen auskennt?

  3. Ferenc H
    20. Dezember 2010 at 11:16 —

    @damned Lebedev hat für einen Herauforderer alles richtig gemacht weil er den Kampf gemacht hat und wenn man sagt er hätte mehr tun müssen den verstehe ich auch nicht was genau damit gemeint ist. Hätte er Huck 1 mal Niedergeschlagen dann würde es heissen er hätte ihn 2 mal Niederschlagen müssen um den Kampf zu gewinnen u.s.w. Lebedev hat Taktisch klug geboxt weil er ja auch nicht übereifrig nachgesetz hat und sich somit der Gefahr aussetzen einen Schweren Konter seitens Huck zu kassieren. Und in endeffekt hatte Lebedev nach der (korrekten) Meinung des einen Punktrichter 116:112 das macht 8:4 Runden also ist es auch keine überdeutliche Angelegenheit gewesen. Mal abgesehen davon sah Huck auch nicht immer gut aus wenn er Wild nach Lebedev geschlagen und vielicht einmal getroffen hat. Es kann ja auch nicht angehen das man sich als Weltmeister zusehr auf den Championbonus verlassen kann.

    Mfg

  4. mac087
    20. Dezember 2010 at 12:00 —

    Huck hat den Kampf eindeutig verloren. Ich möchte wissen wer wen hier bestochen hat.
    Es macht einfach kein Spass zu sehen wie so einen Verlierer wie Huck sein WM-Gürtel behalten darf. Er sollte sein Gesicht nach so einem Kampf, ein halbes Jahr verstecken.
    Es ist schade, dass die wahre Weltmeister in Cruisergewicht auf ihre Chance noch länger warten müssen,durch solche Peinlichkeiten. Das 3 Kampfrichter so unterschiedliche Bewertungen haben. Ich kann nur eins sagen. ” Brille Fielmann “

  5. Berlin Boxing
    20. Dezember 2010 at 12:32 —

    Unter 030 – 3012970 könnt ihr dem Sauerland-Team zum Sieg gratulieren!

  6. bc82vk
    20. Dezember 2010 at 13:36 —

    Huck kann einfach nicht Boxen. Da fehlt sogar die Grundausbildung zur einfachen linksrechts kombination. Und nach dem Kampf noch zu behaupten was ihm als Champion zeichnet, ist ja wohl nur noch die härte. Dieser Mann hat kein Herz und überhaupt keine Qualitäten als Boxer.

    Einfach nur Peinlich. Solche Auftritte machen den Boxsport kaput!

  7. Nick
    20. Dezember 2010 at 13:40 —

    Die ARD bekommt unser Geld und wir erwarten einen fairen Sport. Das ist doch eine klare und nachvollziehbare Forderung. Wir schreiben in Kürze das Jahr 2011 und leben in einem Rechtsstaat. Wer kann mir diese Box-Sauerland-Nummer eigentlich erklären. Warum organisiert man nicht reine Turniere unter einer seriösen unabhängigen Organisation. Zuschauer würden es doch sowieso genügend geben, wahrscheinlich dann umso mehr, wenn die Kämpfe sauber und spannend sind. Wer interessiert sich schon für die lachhaften Aufbaukämpfe gegen die Kirmesboxer? Wir müssen endlich alle mal den Finger heben und dafür sorgen, dass dieser attraktive Sport aus der Schmuddelecke kommt. So einen Mist will doch keiner sehen und darf einfach nicht mit staatlichen Gelder gefördert werden, die dann noch in die Taschen von so einer schmierigen Bande fließen. Will man eigentlich einen Verlierer das nächste Mal wieder alles tollen Weltmeister präsentiert bekommen? NEIN! Das ist BETRUG schlimmster Sorte und keiner unternimmt was! Ich Depp zahle tatsächlich GEZ-Gebühren. Ich denke ernsthaft über eine Klage nach.

  8. sturmnr1
    20. Dezember 2010 at 14:07 —

    Der huck soll sich mal jetzt ein richtigen gegner suchen,
    nicht so ein fallobst wie lebedew.der hat ja nich einmal wirkungsvoll getroffen.
    Was regt ihr euch alle so auf?
    Ich meine dann guckt euch die kämpfe von huck und abraham nicht an,und gut ist,wenn ihr denkt das die kämpfe nie fair ablaufen.
    NG

  9. Ado
    20. Dezember 2010 at 15:20 —

    stimmt lebedev hat nicht einen klaren treffer gelandet huck im gegensatz schon mit den ohne ansatz geschlagenen rechten. ich gebe zu das lebedev der aktivere man war aber dazu gehört mehr als nur treffer gegen die deckung zu landen.

  10. Marco huck
    20. Dezember 2010 at 16:11 —

    Da war der Kampf Manuel Charr gegen zack page eindeutiger ein Sieg für charr
    Schande sauerland Event

  11. Hans
    20. Dezember 2010 at 16:43 —

    Finde es auch Schei….. daß man daß hier so verkauft und nicht die Wahrheit schreibt ! Das kann man vergesssen hier !
    Gutes Beispiel von “Marco huck” auch der Kampf Zack Page gegen Manuel Charr. Da hat man hier geschrieben, Zack Page hätte die erste Runde gewonnen, dabei hat er den Kampf domoiniert !
    Man sollte sich diese ganze Geldmacherei nicht mehr ansehen ! Das hat mit Sport nichts zu tun !

  12. Amerigo
    20. Dezember 2010 at 17:05 —

    Sauerland hats versaut.

    Ich war Marco Huck Fan. Bis jetzt. Jetzt hat er einen Fan weniger und Lebedev einen mehr. Leistung soll belohnt werden. Was Huck da gezeigt hat ist alles Andere. Lebedev war ganz klar der bessere Mann. Er hat definitiv gewonnen.

    Lebedev ist Weltmeister. Huck nur ein Betrüger. Er hält den Titel eines Anderen. Das ist Diebstahl.

  13. Mr. Wrong
    20. Dezember 2010 at 17:06 —

    “stimmt lebedev hat nicht einen klaren treffer gelandet”

    um die rippe zu brechen, hat es aber gereicht.

    denis lebedev the true champion!!!

    muamer hukic kann vielleicht mit dieser vorstellung die fans in albanien, kosovo, serbien und bosinien beeindrucken, ABER NICHT HIER!!!!
    boxrec sollte eine rangliste einführen für die größten fake-weltmeister und betrüger.
    platzt 1 = muamer hukic
    platzt 2 = sebastian sylvester
    usw……

  14. Mr. Wrong
    20. Dezember 2010 at 17:07 —

    um es klr zu stellen, der erste satzt: (“stimmt lebedev hat nicht einen klaren treffer gelandet”) ist nicht von mir, sondern von ado

  15. carlos2012
    20. Dezember 2010 at 18:02 —

    Hallo Mr Wrong

    Haben wirs doch geschaft???

  16. carlos2012
    20. Dezember 2010 at 18:05 —

    Hey leute Mr.Wrong und ich hatten eine idee mit einem Homepage das nicht unter Zenzur steht.Jetzt ist es realisiert.Mit einem Chat-Funktion.Also wenn ihr in ruhe reden wollt einfach die Seite besuchen

    boxing-world.de.tl

  17. Drenica
    20. Dezember 2010 at 18:07 —

    so jetz hab ich eine frage an denen die sagen das lebedev mehr machen hätte müssen als herausforder weil ja huck weltmeister ist

    wenn es so ist
    erinnert euch bitte an den kampf

    ramirez vs huck

    was hat da huck gemacht? was? der ist als herausforderer die ganze zeit weggelaufen
    und das war nach der meinung nach ein paar hier genug um wm zu werden ?

    wo war der weltmeister bonus für ramirez? denn hat ramirez nicht gebraucht er war auch so besser als huck er hat den kampf gemacht und huck war nur in rückwärtsgang 😉

    huck ist und wird nie ein wahrer champion sein

  18. carlos2012
    20. Dezember 2010 at 18:07 —

    @Ado
    stimmt lebedev hat nicht einen klaren treffer gelandet huck im gegensatz schon mit den ohne ansatz geschlagenen rechten. ich gebe zu das lebedev der aktivere man war aber dazu gehört mehr als nur treffer gegen die deckung zu landen.

    Hast du ein Gehirn-Operation hinter dir oder was…wie kann man so ein schwachsinn schreiben

  19. Ado
    20. Dezember 2010 at 18:29 —

    @carlos2012
    was für gehirn-operation und schwachsinn? hast du lebedev ein geblasen das du ihn hier so übertrieben lobst? ich sag ja selber das er besser war aber schick mir ein link vom kampf und sag mir die minutenstelle wo huck ein guten treffer kassiert hat!

  20. Roman
    20. Dezember 2010 at 19:38 —

    Mein Resümee zum Boxkampf:

    Marco Huck hat unparteiische Betrachter und Boxfans, die einfach nur einen fairen und guten Wettkampf sehen wollen, in dem der bessere Boxer (unabhängig von Nationalität, Religion oder Hautfarbe) gewinnen soll, zutiefst enttäuscht. Vermutlich hat er auch einige seiner eigenen Fans vergrämt und verloren. Jedoch nicht so sehr durch die Art und Weise, wie er die 12 Runden gestaltet hat. Schließlich ist es legitim seine Taktik so auszulegen, daß er sich der brandgefährlichen Linken seines Gegners im Rückwärtsgang entzieht. Letztlich war er durch den Eliminatorkampf Denis Lebedev gegen Alexander Alekseev gewarnt.

    http://www.youtube.com/watch?v=hD5pmVf5KTc

    Vielmehr hat er sich die Sympathie der Zuschauer vor und nach dem Boxkampf verspielt:
    1. Vorher durch provokative Äußerungen gegenüber seinem Gegner, die unter die Gürtellinie gehen, und Marco Hucks primitiven Charakter zu Tage treten lassen.
    (OK Muhammad Ali war auch kein Waisenknabe und hat Joe Frazier als Gorilla bezeichnet und Sonny Liston als großen häßlichen Bären beschimpft. Aber fühlt sich Marco Huck auch als der Größte?)
    2. Nachher durch selbstherrliche und unüberlegte Interviews, in denen deutlich wird, daß es ihm an Selbstkritik mangelt und er kein Gefühl für die Situation besitzt.
    3. Durch sein Umfeld, sprich Trainer Ulli Wegner, der offensichtlich schon vor Kampfende wußte wie es steht. Und das Sauerland-Management, daß nicht bewiesen aber stark im Verdacht steht manipuliert zu haben. Doch das kann man Marco Huck nicht anlasten, der Beigeschmack bleibt jedoch.

    Denis Lebedev hingegen hat sich in Zeiten, wo Betrug in Politik, Wirtschaft und Sport salonfähig geworden ist, vorbildlich verhalten. Er hat sich nicht von Marco Huck provozieren lassen und auf dessen würdeloses Niveau herab begeben. Seine Antwort hat er im Ring gegeben. Er ist der wahre Champion !
    Leider werden solche charakterstarken Persönlichkeiten nicht belohnt. Ein wortkarger und korrekter Boxer läßt sich eben schlecht vermarkten. Meine Sympathie als Mensch hat er dennoch gewonnen. Meinen Respekt als Boxer hatte er vorher schon.

  21. Alex
    21. Dezember 2010 at 00:21 —

    Huck ist Gewinner?????????? Wow – da muss man ZIEMLICH blind sein………..alles ist gekauft!!!!!!!!!Schade um Denis, ein toller Kampf vom Lebedev!!!Schade, aber diese Niederlage hat er definitiv nicht verdient!!!!!!!!!Sorry RUSSIA!boxen.de ist genauseo käuflich&verkäuflich-eine Schande!

  22. Wanna
    21. Dezember 2010 at 18:01 —

    Bestochene Ringrichter und Riesenbetrug am Gegner
    und Zuschauer. Sauerland sollte sich schämen.
    Gegen Sauerland ist Don King ein Waisenknabe.
    So geht der Boxsport vor die Hunde.Lebedew hat
    mit leid getan.

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