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Huck gegen Richards: Kampf morgen nur Zwischenstation auf dem Weg ins Schwergewicht

Sauerland Kampfabend in Berlin ©.

Sauerland Kampfabend in Berlin

WBO Cruisergewichtsweltmeister Marco Huck gibt sich vor seiner morgigen Titelverteidigung gegen den Amerikaner Adam Richards extrem selbstbewusst und scheut auch nicht vor verbalen Untergriffen zurück. Für seinen Gegner Richards, der den Kampfnamen “Swamp Donkey” trägt, hat vor dem Kampf nur Spott übrig: “Er macht seinem Kampfnamen ‘Esel’ wirklich alle Ehre. Er sieht nicht nur so aus, er verhält sich auch so.” Richards ungewöhnlicher Kampfname kommt übrigens von seiner Schlagkraft, denn er schlägt laut Eigenaussage so hart, wie ein Esel tritt.

Huck tut aber gut daran, seinen morgigen Gegner nicht zu unterschätzen, schließlich kommt der Amerikaner aus dem Schwergewicht und hat auch dort seine Schlagkraft bereits unter Beweis gestellt. Richards ist zwar kein großer Name und in der WBO auch nur auch Nummer elf gereiht, er kann aber neben seiner Profikarriere auch auf eine langjährige Karriere als Sparringpartner für namhafte Schwergewichtler wie Evander Holyfield zurückblicken. Besonders in den ersten Runden sollte Huck daher auf der Hut sein und den offenen Schlagabtausch vermeiden.

Hucks Pläne gehen aber noch viel weiter, einen Gürtel im Cruisergewicht zu halten reicht ihm nicht. Er sieht sich in ein bis zwei Jahren im Schwergewicht, seine Wunschgegner dort sind David Haye und die Klitschko-Brüder, wie er im Interview mit der “Sport Bild” verriet. Huck will anscheinend den Trend, dass immer mehr Cruisergewichtler ins Schwergewicht aufsteigen, fortführen. David Haye und Tomasz Adamek haben es vorgemacht, nun will “Käpt’n” Huck nachziehen. Wie ernst diese Äußerungen wirklich gemeint sind, wird sich noch herausstellen. Womöglich steckt auch in erster Linie nur Marketing dahinter. Schließlich ging Hucks bislang einziges Gefecht gegen einen echten Weltklassemann (Cunningham) für ihn bekanntlich wenig positiv aus, und die Klitschkos spielen noch einmal eine ganze Liga darüber.

Die ARD überträgt morgen ab 23:00 Uhr live.

© adrivo Sportpresse GmbH

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1 Kommentar

  1. Olaf W
    13. März 2010 at 23:10 —

    Zuerst einmal herzlichen Dank an die Redaktion von boxen.de. Nachdem boxingPress seine Arbeit 2008 eingestellt hat mehr als nur eine Alternative.

    Mir gefällt Show. Charismatische Boxer und Typen fehlen dem (Schwergewichts) Boxsport. Ob Haye auch mit Leistung und großen Kämpfen diese Lücke schließen kann bleibt abzuwarten. Wo ist der nächste Tyson, Muhammad Ali, George Foreman, Joe Frazier, Sonny Liston…? Nur die Klitschkos könnten momentan in diesem Zusammenhang genannt werden. Ihre wahre Leistung wird wohl erst ähnlich wie die von Larry Holmes im Nachhinein erkannt/anerkannt werden.

    Was ist nun mit Huck? Oder Huck gegen Klitschko?
    Ein Unding. Dumm gegen schlau, schwach gegen stark, groß gegen klein.
    Nicht jeder, der Sprüche klopft, ist (wird) ein Muhammad Ali, Tysen…

    Mfg Olaf W.

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