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Huck bleibt WBO-Weltmeister: Tapferer Minto hält bis zur zehnten Runde durch

 ©Nino Celic

© Nino Celic.

Sauerland Boxer Marco Huck bleibt WBO-Weltmeister im Cruisergewicht. In einem einseitigen, aber stets spannenden Kampf konnte er sich gegen seinen Herausforderer Brian Minto (USA) durchsetzen. Das Publikum in der Weser-Ems-Halle in Oldenburg bekam für sein Geld einiges zu sehen: trotz der deutlichen Überlegenheit Hucks marschierte Minto stets tapfer nach vorn, auch wenn er auf dem Weg in den Infight deutlichste Treffer kassierte.

Von Beginn an war deutlich, dass Huck auf Grund seiner Reichweiten- und Schnelligkeitsvorteile die Fähigkeit besaß, das Gefecht aus der Distanz zu beherrschen. Minto suchte stets den Infight, war auf dem Weg dahin allerdings sehr offen und kassierte harte Treffer. Richtige Schlagwirkung erzielte Huck zum ersten Mal in der dritten Runde, als er Minto mit einem Schlag auf die Schläfe auf die Bretter schickte. Minto zeigte in den folgenden Runden aber, warum ihm der Ruf eines “tough guys” vorauseilt: trotz harter Volltreffer marschierte er weiter nach vorn, lediglich Schläge aufs Ohr und die Schläfe schienen ihm Probleme zu bereiten.

Trotz eines weiteren Niederschlags in der fünften Runde, Hucks Spekulation auf einen frühen Knockout war nicht aufgegangen. Der Weltmeister wirkte in den Folgerunden daraufhin leicht verunsichert, Minto kam wieder recht gut in den Kampf und setzte in der Nahdistanz einige Treffer. Allerdings schien sich der Gewichtsverlust auch auf seine Schlagkraft ausgewirkt zu haben, denn beeindrucken konnte er Huck zu keinem Zeitpunkt.

Erst Ulli Wegners Anweisung, aus der Distanz heraus einzelne Hände zu bringen, brachte letztendlich den Erfolg. Nach einer durch mehrere Führhände vorbereiteten Rechten ging Minto in der Neunten schwer zu Boden, seine Ecke warf in der Pause zur Zehnten schließlich das Handtuch. Ein hartes Stück Arbeit also für Huck, der nach drei Kämpfen innerhalb von sechs Monaten nun wohl eine Zeit lang pausieren wird. Der 35-jährige Minto muss seine boxerische Zukunft wohl erst überdenken, denn seine Möglichkeiten sind beschränkt: zwar verfügt er über ein großes Kämpferherz, fürs Schwergewicht ist er allerdings zu klein, fürs Cruisergewicht fehlt ihm die Schnelligkeit.

Im Vorprogramm konnte Halbschwergewichtler Karo Murat gegen Tommy Karpency seinen WBO-Interkontinentaltitel verteidigen. Anfänglich sah es nach einem kurzen Arbeitstag für den Wegner-Schützling aus, ein schwerer linker Haken schickte den Amerikaner in der zweiten Runde schwer zu Boden. Doch der Mann aus Pennsylvania kam wieder auf die Beine und fand mit fortschreitender Kampfdauer besser ins Gefecht. Besonders seine Beweglichkeit im Oberkörper bereitete Murat Probleme. Dieser versuchte stets, seinen Gegner an den Seilen zu stellen, schlug dabei aber oft daneben. Am Ende war es ein klarer Punktsieg für den Deutsch-Armenier (116-111, 117-110, 116-111) und eine gute Vorbereitung auf zukünftige Duelle an der Weltspitze.

Lobende Worte hatte Ulli Wegner für seinen Schützling Dominik Britsch übrig, der den Italiener Alessio Furlan deutlich nach Punkten besiegen konnte. Das deutsche Mittelgewichtstalent bleibt damit auch im 19. Kampf ungeschlagen. Schwergewichtshoffnung Kubrat Pulev hatte mit seinem 206 cm großen und 143 kg schweren Gegner Evgeny Orlov unerwartet viel Mühe und gewann durch Disqualifikation in der siebenten Runde.

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3 Kommentare

  1. 3. Mai 2010 at 22:55 —

    Huck ist der Klitschko des Cruiserweights, erfolgreich aber will kein Boxfan sehen

  2. Shlumpf!
    4. Mai 2010 at 17:38 —

    Huck hat auch glück, dass gute Boxer wie David Haye es voriehen, im Schwergewicht zu kämpfen

  3. 10. Mai 2010 at 22:39 —

    David Haye würde dem Huck boxerisch ne lektion erteilen Huck gegen Haye hat null Chancen,der Huck boxt e zu 90 Prozent Fallobst und darf sich Weltmeister nennen wie peinlich.

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