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Huck: „Am Ende werde nicht ich am Boden liegen!“

Fit für den finalen Punch! Vor seinem WM-Kampf um den IBO- und Interims-WBC-Gürtel im Cruisergewicht am 1. April gegen den Letten Mairis Briedis (RTL, 22.45 Uhr) in der Dortmunder Westfalenhalle sieht sich Champion Marco Huck bestens vorbereitet für einen vorzeitigen Sieg.

„Ich habe hart trainiert und fühle mich blendend. Mit meinem neuen Trainer Oktay Urkal und vier Sparringspartnern bin ich bis ans Limit gegangen und weiß, dass mich nichts aufhalten kann“, sagte der 32-Jährige am Rande eines Pressetrainings in Berlin. „Briedis ist ganz gewiss ein harter Brocken mit einer beeindruckenden K.o.-Quote. Ich rechne deshalb auch nicht damit, dass wir über die volle Distanz gehen. Aber am Ende werde nicht ich am Boden liegen.“

Die verletzte rechte Hand, die er sich während seines letzten Kampfes im November in der 4. Runde gebrochen hatte, sei schon seit rund sechs Wochen wieder belastbar und mittlerweile voll auskuriert. „Ich war noch einmal beim Arzt, der mir bestätigt hat: ‚Alles okay‘!“

Huck, der sich während der Vorbereitung in der Abgeschiedenheit im hessischen Braunlage einen Bart hat wachsen lassen („beim Kampf ist der wieder ab“), überlässt vor dem wichtigen Fight nichts dem Zufall. Erstmals hat er einen Koch engagiert, der ihm drei Mal täglich eine aufs Trainingsprogramm zugeschnittene Mahlzeit bereitet.

Und dann wechselte er im Februar bekanntlich auch den Trainer: der deutsche Olympiamedaillengewinner Oktay Urkal ist der neue Mann, sein Vertrag gilt zunächst bis zum Kampfabend in der Dortmunder Westfalenhalle, für den bereits rund 6.000 Tickets verkauft sind. Der 47-jährige Urkal und sein 15 Jahre jüngerer Schützling sind alte Bekannte – beide gehörten einst zum boxenden Personal des Sauerland-Stalls. Marco Huck: „Ich bin sehr gut ausgebildet, aber von außen sieht man die Situation natürlich immer besser. Oktay ist boxerisch ebenfalls sehr gut ausgebildet und kann mir zusammen mit meinem Fitness-Coach Varol Vekiloglu eine sehr gute moralische Unterstützung geben.“

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Oktay Urkal: „Wir kennen uns beide sehr gut und wissen, wie der andere tickt. Aber im Training gibt es keinen Spaß zwischen uns, da geht es hart zur Sache.“ Es gebe schon ein paar Dinge, die er bei ihm verbessern wolle, so Urkal, darüber habe er auch mit Trainerlegende Ulli Wegner gesprochen. Und genau der Mann, den Marco Huck nach eigenen Bekunden wie seinen Vater liebt, war spontan zu dem Medientermin in die Berliner Fight- und Boxakademie „Legends“ gekommen, um das ungewöhnliche Zusammenspiel seiner beiden Ex-Zöglinge zu beobachten.

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Marco Huck (l.) mit Dennis Lewandowski beim Sparring in Berlin

„Marco muss geführt werden“, so der fast 75-Jährige, der bei diesen Worten Marco Huck mahnend in die Augen schaute. „Oktay muss das Training nicht so sehr ausbauen und Neues ausprobieren, sondern das bei Marco stabilisieren, was er kann. Sehr entscheidend ist die Taktik. Ein Kampf, das habe ich jetzt auch Oktay in seiner Funktion als Trainer gesagt, wird aus der Verteidigung heraus gestaltet. Der WM-Kampf wird hochinteressant und schwer, aber Marco wird ihn mit all seinen Qualitäten siegreich beenden.“

Neben Hucks IBO-Titel geht es in dem WM-Vereinigungskampf auch um einen WBC-Gürtel. Der Status – ob nun Interims-WM oder Kampf um den vakanten Titel – ist indes noch ungewiss und hängt davon ab, wie sich der bisherige WBC-Cruisergewichts-Champion Tony Bellew entscheidet. Nach seinem überraschenden Sieg im Schwergewicht gegen David Haye hat er die Option, in der höchsten Gewichtsklasse zu bleiben – in diesem Fall wäre sein Cruiser-Titel vakant. Kehrt er allerdings in seine angestammte Gewichtsklasse zurück, ist er vom Verband gehalten, gegen den Sieger des dann als Interimsfight geführten Kampfes Huck vs. Briedis anzutreten.

RTL überträgt den Kampf ab 22.45 Uhr live. Das Motto: „No Mercy – Keine Gnade”. Moderation: Florian König, Kommentator: Stefan Fuckert, Ring-Sprecher: Jimmy Lennon Jr.

Fotos: Privat

Quelle: RTL

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3 Kommentare

  1. 25. März 2017 at 19:01 —

    bin gespannt
    hoffe das BEIDE RTL boxer schwer ko gehen
    briedis – huck
    joshua – klitschko
    😀

    ne aber meiner meinung nach dürfte huck nur aussenseiter chancen gegen briedis haben
    trotz unfairem boxstil , und deutschland rtl boxen.
    hat mir schon gegen kucher nicht gefallen.
    würde auf ein ko sieg für briedis ab der 2ten kampf hälfte tippen

  2. 27. März 2017 at 09:38 —

    das ist wohl der entscheidene kampf um die zukunft im deutschen boxen. zeuge hat erwartungsgemäß glanzlos gewonnen. culcay erwartungsgemäß verloren. stieglitz ist erwartungsgemäß durch und beendet wohl die karriere. das gleich gilt eig. für abraham, brähmer, sturm und klitschko auch wenn die nochmal boxen werden/sollten und gewinnen eig. sind ihre karrieren sogut wie vorbei. huck dagegen ist noch jünger und hat noch ein paar jahre. er ist dann das letzte zugpferd wenn er gewinnt. und wenn nicht dann gibt es kein zugpferd mehr!

  3. 29. März 2017 at 17:17 —

    Huck hat die größere Erfahrung, Briedis hat mehr Bumms in den Fäusten und kann auch boxen.
    Es wird wohl darauf ankommen ob Briedis eine Antwort auf Huck´s unorthodoxen Kampfstil parat hat.
    Hoffe Briedis gewinnt eindrucksvoll!

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