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Hopkins gelingt Revanche gegen Jones: Deutlicher Punktsieg in einem unsauberen Fight

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Dass zwei Box-Legenden noch lange keinen legendären Kampf garantieren, haben Bernard Hopkins und Roy Jones Jr. in der Nacht auf heute in Las Vegas unter Beweis gestellt. Dem “Executioner” Hopkins ist zwar die Revanche für seine bereits 17 Jahre zurückliegende Niederlage gelungen, von einem glanzvollen Sieg kann aber keine Rede sein.

Schon von Beginn an bestimmten unsaubere Aktionen das Geschehen. Meistens gingen diese von Hopkins aus, der zeigte, warum ihm der Ruf eines “dirty fighters” vorauseilte. Mit dem Kopf in den Mann gehen, kleine Schläge auf den Hinterkopf oder tiefschlagen, wenn der Referee gerade nicht hinsieht, Hopkins beherrscht sämtliche schmutzige Tricks.

Im Laufe des Kampfes versuchte auch Jones sich mit der einen oder anderen unsauberen Aktion zu revanchieren. Nachdem sich Hopkins in der sechsten Runde an den Seilen abgewendet hatte, erwischte ihn Jones mit einem Schlag auf den Hinterkopf. Hopkins ging daraufhin mit schmerzverzerrtem Gesicht zu Boden und nutzte die vollen fünf Minuten Time-Out zur Erholung. Nach dieser Unterbrechung kam es zu einem etwa zehnsekündigen Schlagabtausch, der eine der wenigen wirklich spannenden Szenen des Kampfes war.

Jones kam mit Hopkins’ Kampfstil inzwischen etwas besser zurecht und konnte die eine oder andere Runde gewinnen. Allerdings gelang es Hopkins über weite Strecken, die Distanz zu verkleinern und Jones im Infight zu halten, wodurch dieser nur selten mit seiner immer noch vorhandenen Schnelligkeit punkten konnte.

In der achten Runde ließ sich Hopkins nach einem kleinen Wischer auf den Hinterkopf erneut theatralisch fallen, Referee Tony Weeks zog aber, anders als in der sechsten Runde, Jones keinen Punkt ab. Hopkins’ Reaktion auf einen harmlos wirkenden Tiefschlag von Jones in der zehnten Runde schien ebenfalls maßlos übertrieben.

Eine starke zwölfte Runde brachte Jones nichts mehr, er hatte zu viele der frühen Runden abgegeben. Das Urteil war mit 117:110, 117:110 und 118:109 wohl eine Spur zu deutlich, am Sieg von Hopkins gab es aber nichts zu rütteln. Der 45-jährige verriet auf der Pressekonferenz nach dem Kampf seine Zukunftspläne: “Das Rematch hat sich ausgezahlt. Für mich war das eine süße Rache. Ich will David Haye, den Weltmeister im Schwergewicht.”

Jones, dessen Karriere nach der Erstrundenniederlage gegen Danny Green schon beendet schien, hat gezeigt, dass er nach wie vor auf einem hohen Level performen kann. Obwohl die Niederlage recht deutlich war, Jones hat eine bei weitem bessere Figur als Kelly Pavlik und Antonio Tarver abgegeben, die beide von Hopkins regelrecht vorgeführt wurden. Falls sich Jones dennoch zum Rücktritt entschließen sollte, kann er dies nun wenigstens erhobenen Hauptes tun. So lässt sich die Wartezeit bis zur Aufnahme in die Hall of Fame auch leichter ertragen…

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2 Kommentare

  1. tony
    4. April 2010 at 21:50 —

    Soll das ein Witz sein? Bhop gegen Haye?
    Na da bin ich ja mal gespannt, ob da was dran ist…

    Ich fand den Kampf auch total öde.

  2. Hardcore21
    4. April 2010 at 21:54 —

    das war ein super super SUPER langweiliger kampf… echt unspäktakulär !

    Hopkins und Jones sollten jetzt aufjedenfall aufhören… sie hatten eine große Karriere aber jetzt is es einfach an der zeit aufzuhören man merkt einfach dass sie nich mehr die sind die sie mal waren…

    Hopkins und Jones BITTE hängt eure Boxhandschuhe an den Nagel !

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