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Hiobsbotschaft für Sartison: Weitere OP nötig!

Dimitri Sartison ©Eroll Popova / boxing.de.

Dimitri Sartison © Eroll Popova / boxing.de.

Schlechte Nachrichten für die Fans von Dimitri Saritson (29-2, 18 K.o.’s): nach dem verlorenen WM-Kampf gegen Karoly Balzsay (25-2, 18 K.o.’s) muss der 32-jährige Supermittelgewichtler erneut am lädierten Knie operiert werden. Bereits am kommenden Montag wird der Eingriff im Krankenhaus St. Georg vom Kniespezialisten Dr. Frosch vorgenommen werden.

Im Kampf gegen den Ungarn Balzsay hatte Sartison eigentlich eine sehr gute Leistung gezeigt und nach der Meinung der meisten Beobachter auch knapp nach Punkten geführt. “Ich habe früher immer von den Beinen gelebt, von meiner Beweglichkeit. Durch mein kaputtes Knie war die einfach nicht da. In der letzten Runde hat einfach meine Konzentration nachgelassen. Das wäre sonst anders ausgegangen. Ich werfe das aber niemandem vor. Ich habe selbst entschieden, dass ich boxe”, so der Gifhorner.

Die Leidensgeschichte von Sartison begann in der Vorbereitung für den Vereinigungskampf gegen Robert Stieglitz, wo er sich einen vorderen Kreuzbandriss, eine Innenseitenband Ruptur sowie einen Meniskus-Anriss zuzog. Nach einem Aufbaukampf musste Sartison erneut operiert werden, es folgte eine weitere zeitintensive Reha- und Aufbauphase. Den zweiten Aufbaukampf gegen den Spanier Carlos Caceido Vernaza gewann Sartison durch K.o. in der fünften Runde.

Eigentlich reichte Sartisons Form für einen WM-Kampf nicht wirklich aus, der Universum-Boxer ging das Risiko aber trotzdem ein. “Ich wusste schon vor dem Kampf, dass ich wahrscheinlich wieder operiert werden muss”, so Sartison. “Die Beweglichkeit im Knie war einfach nicht da und das lädierte Kreuzband hatte wieder Risse. Aber ich wollte den Kampf unbedingt. Ich wusste worauf ich mich einlasse. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Und wer weiß schon, wann ich wieder um die WM hätte kämpfen können.”

Neben dem lädierten Knie war Sartison auch noch von einem Infekt gehandicapt, den er mit hochdosierten Antibiotika bekämpfen musste. “Das lief alles andere als optimal. Aber so war es ja auch bei der Niederlage gegen Kessler. Ich habe zweimal nicht fit um eine WM geboxt und zweimal verloren”, so Sartison. “Aber was bleibt mir anderes übrig? Solche Chancen kriegt man nicht so oft.”

Ans Aufhören denkt Sartison aber auf keinen Fall: “Ich werde sicherlich nur noch topfit um die WM boxen. Ich würde gerne ein Rematch haben. Denn ich denke, dass ich eine gute Leistung gezeigt habe, bedenkt man die Schwierigkeiten im Vorfeld.”

© adrivo Sportpresse GmbH

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12 Kommentare

  1. Brennov
    24. April 2012 at 18:10 —

    kommt drauf an um was für einen eingriff es sich handelt. aber er ist mitlerweile sehr nahe an dem punkt an dem man ihm ein karriereende nahe legen sollte.

  2. MainEvent
    24. April 2012 at 18:22 —

    Pechvogel

  3. BoxingFreak
    24. April 2012 at 18:25 —

    kopf hoch dimi, du kommst zurück!!

  4. johnny l.
    24. April 2012 at 18:38 —

    ganz bitter! umso stärker ist seine leistung am samstag einzustufen. und wenn er es nur eine minute länger geschafft hätte, seine deckung oben zu halten …

  5. BoxingFreak
    24. April 2012 at 18:52 —

    dann hätte er gewonnen!!

  6. johnny l.
    24. April 2012 at 19:20 —

    @ boxing freak – ja, oder aber, wie damals der ringrichter beim brähmer vs. sukhotsky fight einen moment länger mit dem abbruch gewartet hätte, dann läge demnächst ein WM auf dem op-tisch. ich weiss nicht, ob einen das tröstet … so fällt mir nur der dumme spruch ein, dass sich die stärke eines champs in zeiten der niederlage zeigt

  7. kevin22
    24. April 2012 at 19:24 —

    “Und wer weiß schon, wann ich wieder um die WM hätte kämpfen können.”
    “Aber was bleibt mir anderes übrig? Solche Chancen kriegt man nicht so oft.”

    Ist es nicht traurig, dass sich solch ein guter Boxer verheizen muss, weil sein Boxstall nichts auf die Reihe bekommt und er jede Möglichkeit (auch verletzt) nutzen muss!?

  8. DR_BOX
    24. April 2012 at 19:32 —

    @ kev

    obs am Stall liegt …

    Ich denke, es liegt auch in der Natur der Sache, dass man nicht

    5mal im Jahr um ne WM boxen kann

  9. mr loco
    24. April 2012 at 20:18 —

    Boxen ist leider ein undankbarer sport. Du verlierst 3 mal und bist schon shot und verlierst du viermal kriegst du nen journeyman-titel 🙁 stellt euch mal das beim fussball vor. Wenn bayern 3 mal verliert in einer saison duerften die spieler nur noch 3000 euro im Monat verdienen 🙂

  10. dalein
    24. April 2012 at 20:35 —

    @ johnny l.
    guter Vergleich mit Brähmer vs. Sukhotsky! Für ein paar Sekunden war Brähmer damals auch in einer anderen Welt. Was meist du mit “dann läge demnächst ein WM auf dem op-tisch” ? Sartison wird WM und muss hinterher wegen der Verletzungen operiert werden? Wäre ihm bestimmt lieber gewesen, als jetzt Schulterklopfen zu bekommen

  11. johnny l.
    24. April 2012 at 21:10 —

    @ da-lein, ja das habe ich gemeint, vielleicht hab ich mich bisschen doof ausgedrückt!

  12. DR_BOX
    24. April 2012 at 21:28 —

    @ mr loco

    Fussballer = seelenlose Legionäre

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