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Hernandez gewinnt Rematch gegen Cunningham: Punktsieg in Frankfurt lässt keine Fragezeichen offen

Steve Cunningham, Yoan Pablo Hernandez ©SE.

Steve Cunningham, Yoan Pablo Hernandez © SE.

Der Kubaner Yoan Pablo Hernandez (26-1, 13 K.o.’s) konnte sich auch im Rematch gegen den US-Amerikaner Steve Cunningham (24-4, 12 K.o.’s) durchsetzen. Im Gegensatz zum ersten Kampf vom Oktober 2011 blieben dieses Mal keine Fragezeichen offen. Der 27-jährige Hernandez bleibt damit Weltmeister der IBF und kann sich nun auch über den prestigeträchtigen RING-Magazine-Titel freuen.

Anfangs hatten beide Boxer noch eine Menge Respekt voreinander, die wenigen klareren Aktionen kamen aber von Hernandez. Auch in der zweiten Runde kamen die explosiveren Aktionen vom amtierenden Weltmeister. In der dritten Runde punktete Hernandez mit zahlreichen Körpertreffern, Cunningham machte immer noch nicht viel.

In der vierten Runde dann beinahe die Entscheidung: ähnlich wie im ersten Kampf wurde Cunningham eiskalt von einer harten Linken von Hernandez’ ausgekontert und ging schwer zu Boden. So wie im ersten Kampf brauchte Cunningham zwei Versuche, um wieder auf die Beine zu kommen, was Referee Eddie Cotton aber nicht mitbekam. Im Gegensatz zum Oktober 2011 hatte Hernandez aber knapp eine Minute Zeit, um die Entscheidung zu erzwingen. Cunningham ging zwar noch ein weiteres Mal runter, schaffte es aber doch noch irgendwie über Zeit.

In der Pause zur fünften Runde fing sich der Ex-Champion aber wieder erstaunlich gut und boxte in der fünften Runde wieder ordentlich mit. In der sechsten Runde nahm Hernandez etwas das Tempo heraus und ließ Cunningham kommen. In der siebten Runde war Cunningham wieder richtig im Kampf drinnen. Auch die achte Runde musste Hernandez abgeben, das Gefecht wurde langsam wieder enger.

Die neunte Runde war wiederum relativ ausgeglichen, in der zehnten Runde kamen die klareren und härteren Treffer wieder von Hernandez. Cunningham marschierte in der elften Runde zwar fleißig nach vorne, wirklich sehenswerte Treffer konnte er aber nicht setzen. In der zwölften Runde gaben beide Boxer noch einmal alles, es war aber Hernandez, der mit seinen Treffern erneut sichtbare Schlagwirkung erzielen konnte. Cunningham, der heute eine enorme Willensleistung zeigte, blieb aber stehen und versuchte am Ende der Runde noch einmal zurückzukommen.

Auf den Punktezetteln war schließlich Hernandez mit 116-110, 116-110, 115-111 klar vorne, auch wenn das Urteil vielleicht eine Spur zu deutlich war. An dem Sieg von Hernandez gab es auf Grund der starken Anfangsphase, den zwei Niederschlägen und der starken Schlussphase jedoch nichts zu rütteln.

“Respekt an Steve, er ist ein tapferer Boxer”, sagte Hernandez im ARD-Interview. “Ich habe es geschafft, ich freue mich wirklich. Er hat nach dem Knockdown alles gemacht, um zu überleben. Ich habe mir zwischendurch etwas Luft verschafft, um zu überleben. Danke an mein Sauerland-Team, Danke an meine Freunde und meine Familie. Danke an alle, die mir geholfen haben.”

“Ich habe ihm einen harten Kampf geliefert”, sagte der enttäuschte Cunningham. “Ich war vielleicht smarter, er hat aber verdient gewonnen. Es ist ja fast schon Schwergewichtler, und wenn es da voll einschlägt, kann das schon passieren. Er hat seinen Job gut erledigt, ich nicht. Ich habe ihn auch einige Male gut erwischt. Ich habe gedacht, das reicht. Ich kann schon noch weiterboxen. Ich mache jetzt mal eine Pause, dann sehen wir, wie es weitergeht.”

“Pablo hat gezeigt, dass er der wahre Champ ist”, sagte Hernandez’ Trainer Ulli Wegner. “Obwohl Cunningham zwei Niederschläge einstecken musste, hat er sich wieder aufgerafft. Wie Pablo heute das taktische Konzept umgesetzt hat, das macht große Hoffnung auf die Zukunft.”

© adrivo Sportpresse GmbH

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105 Kommentare

  1. Tom
    6. Februar 2012 at 13:06 —

    @ Alpsboxing

    Was ist denn an der Punktentscheidung auszusetzen????

  2. Jaecki Balboa
    6. Februar 2012 at 16:06 —

    @ A R D

    Als Gebührenzahler wünsche ich mir einen neuen Co-Kommentator für die Boxevents ( am Besten gleich zwei neue ). Ich mag diese pomadigen Frasen nicht mehr hören u. wünsche sachliche Analysen.

  3. hopper
    6. Februar 2012 at 19:06 —

    Hernandez wie entfesselt, nicht verkrampft wie im ersten Kampf, und viel beweglicher
    hat mich überzeugt und verdient Weltmeister.
    Nach der Ässerung von Uli Wegner waren die, für Hernandez maßgeschneiderten Trainingseineiten die zum Erfolg geführt haben.
    Cunnigham nach dem Niderschlag konnte sich zusammenrappeln aber nicht ganz erholen,
    ausserdem waren bei ihm Uppercuts Mangelware.
    Alles im Allem ein guter Kampf.

  4. Monk
    7. Februar 2012 at 14:20 —

    Hernandes vs Alexeev wäre ein guter Kampf. Für mich um den 3. Platzt dieser Gewichtsklasse. Und um den 1. Platzt ging es bei Chakhiev vs Lebedev

  5. adnan
    8. Februar 2012 at 06:00 —

    hermandez gegen chaningham was für ein kampf …..den kann nur noch klitschko gegen mormek toppen

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