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Helenius neuer Europameister im Schwergewicht: Knapper Punktsieg mit Heimvorteil gegen starken Chisora

Robert Helenius ©SE.

Robert Helenius © SE.

Der Finne Robert Helenius (17-0, 11 K.o.’s) ist neuer Europameister im Schwergewicht. Vor über 12.000 Zuschauern in der ausverkauften Hartwall Arena in Helsinki ging der 27-jährige Sauerland Boxer gegen den Briten Dereck Chisora (15-2, 9 K.o.’s) erstmals in seiner Karriere über volle 12 Runden und feierte am Ende einen etwas schmeichelhaften Punktsieg, bei dem wohl auch der Heimvorteil eine Rolle gespielt haben dürfte.

Auf Grund der hitzigen Vorphase gab es keine Abtastrunde, beide Boxer legten gleich voll los. Helenius schien aber besser zu starten und setzte die härteren Treffer, die bei Chisora auch deutliche Wirkung erzielten. In der zweiten Runde schlug Chisora zahlreiche Serien am Mann, war aber stellenweise für Konter sehr offen. In der dritten Runde gelang es Helenius, die richtige Distanz wieder herzustellen, der Finne schlug aber zu wenig.

Die vierte Runde wurde klar vom aktiveren Chisora bestimmt, der am Ende der Runde mit einem rechten Volltreffer durchkam. In der fünften Runde konnte Helenius einige gute Einzeltreffer landen, die Aktivität war aber wieder beim Mann aus England. In der sechsten Runde machte Helenius klar zu wenig, Chisora traf in der Halbdistanz mit Körpertreffern und Uppercuts. Die siebte Runde dürfte wiederum klar bei Helenius gewesen sein, der einige Mal gut mit seinem linken Haken durchkam.

Eigentlich hatte man in Helenius-Lager an dieser Stelle auf einen konditionellen Einbruch Chisoras gewartet, doch der kam nicht: Chisora war auch in der achten Runde der aktivere Mann, Trainer Ulli Wegner wurde langsam unruhig. “Du musst zuerst hauen,” so Wegner. “Er ist doch auch müde.”

Auch die neunte Runde wurde klar von Chisora bestimmt, der in den späten Runden den frischeren Eindruck machte. “Du kannst ihm doch nicht den Sieg schenken”, sagte ein sichtlich aufgebrachter Wegner nach der zehnten Runde. Es war aber Chisora, der seinen Gegner vor sich hertrieb und die klareren Treffer setzte. In der zwölften Runde gaben beide Boxer noch einmal alles, wobei Helenius leichte Vorteile zu haben schien.

Es ging also zu den Punktrichtern, wo sich Helenius mit Heimvorteil auf zwei von drei Punktezetteln durchsetzen konnte (Urteil: 115-113, 113-115, 115-113). Helenius war mit der Split Decision zu seinen Gunsten eigentlich gut bedient, ohne Heimvorteil wäre er heute Abend wohl nicht als Sieger aus dem Ring gestiegen.

“Das war einer der besten Schwergewichtskämpfe der letzten Zeit”, sagte Ulli Wegner. “Es war sehr ausgeglichen, mit der letzten Runde hat Robert dann noch knapp gewonnen. Sie haben sich beide nichts geschenkt. Es war ein enges Ding. Chisora hat viel abgeblockt, das muss man ihm lassen. Wir wussten, dass er gut trainiert ist. So einen Kampf will man immer wieder sehen.”

“Ich habe in der ersten Runde einige Volltreffer gesetzt und mir dabei die Rechte gebrochen”, sagte der frischgebackene Europameister Helenius. “Ich hatte danach kein Vertrauen mehr in meine Rechte. Jedes Mal wenn ich schlug, hat sie richtig wehgetan. Wir werden nun sehen, wie es meiner Hand geht, dann sehen wir weiter.”

Auf britischer Seite war man mit dem Punkturteil gegen Chisora naturgemäß wenig einverstanden. “Er hat mit mindestens vier Runden Vorsprung gewonnen”, sagte Promoter Frank Warren. “Die amerikanischen Boxjournalisten Dan Rafael und Thomas Hauser dachten ebenfalls, dass Chisora klar gewonnen hat. Wir werden nun Einspruch bei der EBU einlegen. Das ist natürlich schade für Dereck. Das war die beste Leistung, die er jemals gezeigt hat.”

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325 Kommentare

  1. kevin22
    7. Dezember 2011 at 09:17 —

    Faxe sagt:

    “Weiß zufällig jemand, ob Helenius wirklich seine rechte Hand bei der 1.Runde verletzt oder gar gebrochen hat?”

    Ich glaube nicht mehr daran, dann hätte man schon irgendetwas lesen oder hören müssen!
    Das war wieder nur so eine läppische Ausrede…

  2. 7. Dezember 2011 at 09:57 —

    @Peddersen: wenn wir uns bei der Prediction League nach “gefühlten” Urteilen richten würden, würden wir die Buchse der Pandora aufmachen. Was ist z.b. mit Kämpfen, die nicht jeder gesehen hat, oder von denen es keine TV-Aufzeichnung gibt? Müssen wir uns dann nach dem Hörensagen richten? Edwin Rodriguez vs. Will Rosinsky war ebenfalls sehr knapp, wurde aber mit 100-90 für Rodriguez gewertet. Der Kampf von Suriyan Sor Rungvisai gegen Tomas Rojas war ebenfalls nicht ganz eindeutig. Soll ich euch für solche Kämpfe dann auch gleich Punkte abziehen? Was ist dann mit denen, die auf den richtigen Sieger getippt haben? Die würden sich doch auch etwas veräppelt vorkommen, wenn sie für einen richtigen Tipp keine Punkte bekämen.
    PS: Selbst der britische Sender Boxnation hatte Chisora nur mit einem Punkt vorne. Man vergisst bei dem starken Finish von Chisora oft, dass Helenius am Anfang recht gut im Kampf war und nach Hälfte des Fights wahrscheinlich sogar geführt hat.

  3. Tom
    7. Dezember 2011 at 11:08 —

    @ Peddersen

    Fehlurteil hin oder her,letztendlich geht es immer nach dem offiziellen Urteil.

    Möglich das Chisora bei der EBU Einspruch gegen das Urteil einlegt und möglich ist auch das die EBU dieses Urteil revidiert,aber es wird dann wohl auch nicht zu Gunsten von Chisora gewertet werden,wäre meines Wissens wohl auch das erste Mal,sondern es würde bestenfalls als ein Kampf ohne Wertung in die Statistik eingehen und der Titel wäre wieder verkannt!

    In dem Fall müsste adrivo den meisten Leuten hier Punkte abziehen und dir 5 Punkte draufrechnen!

  4. Shlumpf!
    7. Dezember 2011 at 12:07 —

    @Faxe & kevin22

    boxingnews24.com/2011/12/helenius%E2%80%99-hand-injury-not-serious/

  5. Peddersen
    7. Dezember 2011 at 12:58 —

    adrivo & Tom

    No contest

  6. jones
    7. Dezember 2011 at 13:20 —

    Ich mache bei euren Tipps zwar nicht mit, aber man kann sich nicht immer nach der Mehrheit richten, wo will man die Grenze ziehen?
    Wenn 95% den Kampf so gesehen haben bei 90, 80 oder reichen 50%?

    Es ist doch ganz einfach so, dass vorher bekannt ist wer zu Hause boxt und wen der Veranstalter als Sieger sehen will. Bei Tipps muss einem klar sein, dass 7 oder 8 Runden auswärts meistens nicht reichen. Das sollte bei den Tipps berücksichtigt werden und haben wahrscheinlich ich auch viele berücksichtigt.

  7. Shlumpf!
    7. Dezember 2011 at 13:31 —

    @jones

    Seh ich ähnlich. Um deinen Beitrag mit einem Beispiel abzurunden:
    Mr. Wrong hatte auf felix sturm getippt mit der Anmerkung er werde wohl einen “deutschen Punktsieg” geschenkt bekommen.

  8. Peddersen
    7. Dezember 2011 at 16:29 —

    Shlumpf

    Mal ein Beispiel, worüber es sich lohnt nachzudenken.

    Angenommen Wrong (oder ein anderer) tippt bei einem x-beliebigen Kampf auf ein bestimmtes Ergebnis – sagen wir UD für Boxer an A – mit der fachkundigen Bemerkung, A wird durch nur durch Schiebung gewinnen. Angenommen, es trifft so zu, wie es Wrong profezeit hat. Nehmen wir weiter an, Tukan (oder ein x-beliebiger Fachunkundiger) tippt auf das selbe Ergebnis, jedoch mit der fachunkundigen Bemerkung, A würde B über 12 Runden absolut dominieren.
    Jetzt frag ich dich: Wer ist nun der bessere Experte? Und ich gehe davon aus, dass du derselben Meinung bist wie ich und voraussetzt, hier geht´s nicht um Eene-meene-mopel-wer-frisst-Popel, sondern um Boxwissen/kenntnisse. Also sollte doch Wrong für seine Boxweisheit honoriert werden und nicht Tukan, weil seine Würfel mal gerade so vielen, oder etwa nicht?

  9. Peddersen
    7. Dezember 2011 at 17:00 —

    Jones

    “Bei Tipps muss einem klar sein, dass 7 oder 8 Runden auswärts meistens nicht reichen.”

    Wie kommst du darauf, dass ich anders denke? Kann es sein, dass du mich falsch verstanden hast? Mit 7 oder 8 Runden meine ich 7 oder 8 fehleingeschätzte Runden. Darin sind nicht die Runden enthalten, die richtig eingeschätzt worden sind – also die, die Chisora zurecht zugesprochen bekommen hat. So, wie es aussieht, hat Helenius nicht mehr als drei Runden gewonnen. Und diese Meinung vertritt die Mehrheit (geschätzte 90%).

    “Das sollte bei den Tipps berücksichtigt werden und haben wahrscheinlich ich auch viele berücksichtigt.”

    Wahrscheinlich? Nee, mit ziemlicher Sicherheit nicht. Als Beleg dafür sollten folgende Zahlen dienen:

    KO für Chisora: 1
    UD für Chisora: 2
    UD für Helenius 4
    KO für Helenius 28

    Zugegeben, von der letzten Gruppe muss nicht notwendig ausgeschlossen werden, dass einige von denen auch an einem Heimvorteil gedacht haben, sich aber sagten, er schafft´s auch durch KO. Aber glaube kaum, dass jemand daran gedacht hatte, Helenius bekommt aufgrund des Heimvorteils 8 Runden geschenkt.

    Fazit: Heimvorteil kann man durchgehen lassen, wenn dem Heimboxer 2 Runden zu unrecht zugesprochen werden. Aber doch keine 8!!

    P.s. Überflieg einfach mal diesen Thread hier und sag mir anschließend, wie viele User der Meinung waren, Helenius läge nur 2 Runden zurück, hat aber wegen Heimvorteil 2 bzw 3 Runden geschenkt bekommen. Weit über 90% haben Helenius trotz Heimvorteil klar hinten gesehen. Und das ist Grund genug, dies hier als Sonderfall zu deklarieren. Hier sollte boxen.de auf diesen Sonderfall auch entsprechend reagieren (z.B. No contest oder UD Chisora).

  10. jones
    7. Dezember 2011 at 17:21 —

    @Peddersen
    Ich habe dich schon verstanden, aber wo willst du die Grenze ziehen? Diese Frage kann ich nur wiederholen. Du wirst keine eindeutige Grenze ziehen können und wenn ihr die Grenze versucht selbst zu ziehen, über eine Abstimmung oder so, dann können Leute für ihr Ergebnis stimmen. Es gibt imo keinen anderen Weg, zumindest kenne ich keinen und habe bei allen Tippspielen zum Thema boxen keinen Weg gesehen. Bevor die Tipps abgegeben werden müssen die Regeln doch klar sein und es wurde auf das Ergebnis getippt. Die die auf PS Helenius getippt haben wären doch von einem No Contest oder PS Chisora klar benachteiligt.

    Was dein Beispiel angeht, im laufe der Zeit wird sich das Glück meistens ausgleichen. Ob Turkan oder irgendwer anderer diesmal Glück hatte und einen anderen Verlauf eingeplant hat ist eben Glück. Genauso kann er beim nächsten Kampf das Pech haben und den richtigen Verlauf tippen und wegen der Punktrichter verlieren. Wenn Wrong die Punktrichter immer richtig einschätzt wird er gewinnen. So ist es nunmal.

  11. Shlumpf!
    7. Dezember 2011 at 17:22 —

    @Peddersen

    (zu dem Beitrag der an mich gerichtet war, den für jones hab ich noch nicht gelesen)

    Aber: woher weiß man, wer sich beim Tippen was gedacht hat? Bei Mr.Wrong wusste ichs nur, weil ers hinzugeschrieben hat. In aller Regel gibt man aber doch nur den Tipp ab und schreibt nicht noch ne Argumentation hinzu.

    Auf diese Weise findet natürlich auch ein blindes Huhn ab und zu ein Korn, aber über die zeit hinweg pendelt das sich wieder ein.
    Von daher muss ich adrivo recht geben, wenn wir anfangen nicht mehr das offizielle Ergebnis zu berücksichtigen, sondern sozusagen unser eigenes Ergebnis “entwerfen”, öffnen wir die Büchse der Pandora. Dann wird jedes Urteil diskutiert werden und sogar bei KO-Siegen wird man sich dann fragen, ob der KO in Runde X nicht vielleicht doch falsch ist, da der Ringrichter zu schnell gezählt hat, den Boxer zu früh aus dem kampf genommen hat, …

  12. Peddersen
    7. Dezember 2011 at 17:33 —

    Jones

    “Die die auf PS Helenius getippt haben wären doch von einem No Contest oder PS Chisora klar benachteiligt.”

    Wären sie nicht, weil sie auf das falsche Ergebnis getippt haben.

    “aber wo willst du die Grenze ziehen?”

    Man muss keine Grenze ziehen. Es gibt Entscheidungen, die sich im Ermessensbereich befinden und durch Fingerspitzengefühl getroffen werden. Das wird über all im Leben praktiziert. Das wäre keine Erfindung von mir. Jones, der Fall ist doch sooooo klar. Warum gibt es in deiner Welt keine Sonderfälle? Und wenn bei dir doch so etwas wie Sonderfälle gibt, dann muss es auch Sonderregelungen geben. Man kann nicht alles sauber in Schubladen verpacken. Es ist nur die Sache, akzeptiert die Allgemeinheit den Fall Helenius-Chisora als Sonderfall oder nicht. Und wenn sie ihn als einen solchen betrachtet, muss sie auch die Sonderregelung akzeptieren. Ich meine, es gab genug Kämpfe an diesem Wochenende. Da kann mal wohl auf diesen hier verzichten.

  13. Shlumpf!
    7. Dezember 2011 at 17:34 —

    Ich spinn das ganze noch mal ein wenig weiter, anhand des Kampfes Wladimir – Haye

    User A denkt sich: Wladimir wird ultradominant sein und haut Haye in der 4ten Runde KO
    Tipp: Wladimir KO 4

    User B denkt sich: Haye wird zwar nicht dominant sein, aber aufgrund seiner Schnelligkeit einen knappen, aber nicht unverdienten Punktsieg einfahren
    Tipp: Haye Pts

    Resultat des Kampfes: Wladimir gewinnt verdient, aber nicht ultradominant, nach Punkten.
    Eigentlich liegen dann doch beide User grundfalsch mit ihrer Einschätzung des Kampfverlaufs, wie will man da differenzieren? Wie die Punkte aufteilen?
    Schlussendlich gibts nur einen Maßstab und das ist das offizielle Urteil, auch wenn das manchmal einige Ungerechtigkeiten beinhaltet (blindes Huhn/Korn)

  14. Shlumpf!
    7. Dezember 2011 at 17:36 —

    Wir könnten sonst auch über den Sturm-Kampf uz diskutieren anfangen, da hat sicherlich auch jeder eine andere Ansicht

  15. Peddersen
    7. Dezember 2011 at 17:39 —

    Jones

    “Was dein Beispiel angeht, im laufe der Zeit wird sich das Glück meistens ausgleichen.”

    Da wäre ich mir nicht so sicher. Hab mal bei einer Tippgemeinschaft mitgemacht, da ging es um Ergebnisse von Bundesligabegegnungen. Hier haben sowohl “Fußballkenner” als auch absolute Fußballlaien mitgemacht. Am Ende der Saison waren unter den ersten 3 Leuten 2 dabei, die man als absolute Fußballlaien bezeichnen kann. Nenne es Zufall oder was auch immer. Auf jeden Fall zeigt es, dass es sich nicht zwangsläufig ausgleichen muss. Aber das nur mal am Rande. Ist auch völlig nebensächlich.

  16. Peddersen
    7. Dezember 2011 at 17:49 —

    Shlumpf

    “Wir könnten sonst auch über den Sturm-Kampf uz diskutieren anfangen, da hat sicherlich auch jeder eine andere Ansicht”

    Danke, dass du damit gekommen bist und mir damit ne Steilvorlage servierst.

    Es geht mir nicht um kontroverse Entscheidungen. Es geht mir genauso wenig um Grenzfälle wie solche, die du in deinem Beitrag davor angeführt hast. Mir geht es um die Fälle, die aus Sicht der Allgemeinheit als unzweideutig betrachtet werden. Also bspw. der Helenius-Chisora-Fall. Ist doch ein völlig anderer Typ Fall!

  17. Peddersen
    7. Dezember 2011 at 18:12 —

    Shlumpf

    Das war auch nicht mein Argument. Es war deins! Wenn ich an dein Argument anknüpfe, indem ich eine deiner Prämissen für ein Gegenargument benutze, dann hab ich´s mir nicht alleine angeeignet und bin dann verantwortlich dafür, dass es letztlich nicht funktioniert. Es ist immer noch deins. Also musst du es zurück ziehen, wenn du meinst, es sein hier ungeeignet.

    “Dann wird jedes Urteil diskutiert werden und sogar bei KO-Siegen wird man sich dann fragen, ob der KO in Runde X nicht vielleicht doch falsch ist, da der Ringrichter zu schnell gezählt hat, den Boxer zu früh aus dem kampf genommen hat, …”

    Wie in meinem Vorbeitrag: Wenn es kontrovers ist – also strittig, da es viele verschiedene Meinungen gibt, dann ist der Fall klar. Hier wird das offizielle Urteil als Bewertungsmaßstab festgesetzt. Aber noch mal zum Aufdröseln: Es gibt drei Fälle.

    a) Das Kampfergebnis entspricht der Einschätzung der Allgeimeinheit (Allgemeinheit = 95% aller Beteiligten). D.h. bei der Prediction League lautet das Ergebnis gemäß dem offiziellen Ergebnis.

    b) Das Kampfergebnis entspricht nicht der Allgemeinheit, sondern ist kontrovers, also viele verschiedene und entgegengesetzte Meinungen. D.h. bei der Prediction League lautet das Ergebnis gemäß dem offiziellen Ergebnis.

    c) Das Kampfergebnis entspricht nicht der Allgemeinheit, ist aber nicht kontrovers, sondern das konträre Kampfergebnis entspricht der Einschätzung der Allgeimeinheit. D.h.

    Vorschlag 1) Bei der Prediction League wird diese Begegnung nicht in die Wertung mit aufgenommen.

    Vorschlag 2) Bei der Prediction League wird das Ergebnis gemäß (c) gewertet.

  18. Shlumpf!
    7. Dezember 2011 at 18:25 —

    @Peddersen

    In Ordnung. Und ab welchem Prozentsatz ist das Ergebnis nicht mehr kontrovers? 50%? 75%? 95? Und wer darf abstimmen? Jeder? Oder nur, wer auch getippt hat?

    Und was, wenn jetzt 97% auf Boxer A tippen, Boxer B aber gewinnt knapp nach Punkten? Dann kann sich die Mehrheit sozusagen selbst die Punkte zuschieben

  19. Peddersen
    7. Dezember 2011 at 18:38 —

    Shlumpf

    Ich stelle dir mal ne Frage. Gibt es für dich sowas wie >die Meinung der Allgemeinheit<? Wenn ja, sag mir Zahlen – ab wie viel % kann man von Allgemeinheit sprechen und ab wie viel % nicht mehr? Ab 100%? Geht nicht. Dafür gibt´s schon das Wort Alle. Was ist mit 99%? Wenn du das nicht genau angeben kannst, dann kannst du dir genauso wenig sicher sein, dass es sowas wie Allgemeinheit überhaupt gibt.

    Damit machst du ein Wagheitsproblem auf, dass in der Philosophie gegenwärtig heiß diskutiert wird. Man kann sich diesem Problem durch Dogmatismus entziehen. Ich sage: 95% mas o menos. 😉

  20. Dave
    8. Dezember 2011 at 07:23 —

    Ein schneller technisch begabter Mann wie Chambers,würde gegen Helenius jede Runde gewinnen und ihn verprügeln,die Klitschkos würden Helenius in den Ringstaub befördern,ich finde R.H einfach nur lächerlich.

  21. kevin22
    8. Dezember 2011 at 07:25 —

    Na Kano, mal wieder den Nick verwechselt, du kleine Birne!?

  22. larrypint
    9. Dezember 2011 at 20:16 —

    also ich hatte chisora 4 runden vorne.
    wenn helenius aber von runde 2 an mit nem bruch geboxt hat,dann darf man die gezeigte leistung nicht so negativ bewerten.

  23. DR_BOX
    10. Dezember 2011 at 01:09 —

    @ SHLUMPF!

    Anders als bisher vermutet war der Finne bei seinem Boxkampf gegen Dereck Chisora durch eine starke Prellung gehandicapt. Bisher befürchtete man einen Bruch in der Schlaghand.

    Ausserdem stellten die Ärzte eine Sehnenverletzung fest.

  24. BB
    10. Dezember 2011 at 22:44 —

    Hallo zusammen,

    also ich bin nun schon seid 1970 Boxsportfan.
    Ich muß ehrlich sagen, dass ich die Empörung schon verstehen kann. Sympathie – hin oder her. Ali war in den 70ern auch ein außgesprochenes “Großmaul”, hat aber auch Taten folgen lassen. Und wenn er knapp gewonnen hat, so wie gegen “Ken Norton” hat er sich selbst als Verlierer tituliert. Er war ein Sportsmann und konnte nach solchen Kämpfen kein Wort des Ruhmes über sich aussprechen (das verbot ihm sein Stolz oder die Ehre).
    Wie der Helenius nach so einer eindeutigen Niederlage solche Komentare loslassen kann, zeigt nur wie verlogen und geldgeil die Branche geworden ist. Den EM-Titel so bekommen zu haben ist eigentlich für einen echten Sportler eine Blamage hoch, hoch.
    Auch “Uli Wegner” den ich eigentlich sehr schätze hat sein Gesicht verloren, denn der weiß nun ganz genau, dass sein Schützling klar unterlegen war.
    Die Zuschauer kann man halt nicht so leicht hinters Licht führen!
    Der Chisora hat fast alles richtig gemacht ( fast immer aus der Halbdistanz geboxt, hatte eine sehr gute Deckung, seine Beweglichkeit war sehr gut!
    Negativ zu beurteilen ist seine Schlaghärte ( aber die hatte Helenius auch nicht, die gebrochene Hand halt; GRINS……!
    Ich habe wenige Kämpfe gesehen wo so eindeutig geschummelt worden ist wie in diesem Kampf. Der Chisora ist ehrlich ausgesprochen, “richtig verarscht” worden.
    Dafür müßten sich der Sauerland Stall incl. Punktrichter und alle Beteiligten richtig
    schämen!!! Das werden sie wahrscheinlich nicht tun, denn dazu fehlt es offnsichtlich an Aufrichtigkeit ( Das Urteil stand wahrscheinlich schon vorher fest). Ich hoffe und wünsche das Herr Cisora doch noch zu seinem klar verdientem EM-Titel kommt.
    Ich freue mich ehrlich gesagt über eure Empörung weil man daran spürt, dass es noch ehrliche Menschen gibt denen soetwas einfach auf den Sack geht. Hoffen wir mal das sich das Blatt noch wendet.

    Euch allen alles Gute,

    Gruß BB

  25. Sinan
    13. Dezember 2011 at 11:08 —

    Ihr habt ale keine Ahnung.

    Mahmud ist der grösste

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