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Heimvorteil: Alexander bekommt Sieg gegen Matthysse geschenkt

Devon Alexander ©Kevin Blatt/ONTHEGRiND BOXiNG.

Devon Alexander © Kevin Blatt/ONTHEGRiND BOXiNG.

Dass es nicht nur in Deutschland schwierig ist, gegen den Heimvorteil anzukommen, zeigte der Halbweltergewichtskampf zwischen Devon Alexander (USA) und Lucas Matthysse (Argentinien): obwohl Alexander den gesamten Kampf im Rückwärtsgang boxte und sogar einen Niederschlag wegstecken musste, gewann er in seiner Heimatstadt St. Louis umstritten nach Punkten.

Matthysse, der eigentlich als Langsamstarter bekannt ist, startete aggressiv und sicherte sich die erste Runde. In der zweiten und dritten Runde kam Alexander aber besser in den Kampf und spielte seine Schnelligkeit geschickt aus. In der vierten Runde musste Alexander nach einer harten Rechten, die genau auf seinem Kinn landete, zum ersten Mal in seiner Karriere zu Boden.

Die fünfte und sechste Runde waren wiederum ausgeglichener, wobei Matthysse die härteren Treffer landete. In der siebenten Runde kam Matthysse gegen den müde wirkenden Alexander mit einigen guten Treffern durch, die den Amerikaner an den Rang eines weiteren Knockdowns brachten. Auch die achte Runde war klar beim Argentinier.

In der neunten und zehnten Runde bekam Alexander aber so etwas wie die zweite Luft, es gelang ihm aber nicht, das Ruder richtig herumzureißen. Selbst wenn man Alexander fünf Runden gibt, hätte der Knockdown in der vierten Runde am Ende kampfentscheidend für Matthysse sein müssen, ein Punktrichter wertete den Kampf aber 96-93 für Alexander. Der zweite sah Matthysse mit 96-93 vorne, der drittete wertete den Kampf 95-94 für den Lokalmatador Alexander. Wirklich verdient war der Sieg nicht, Matthysse muss nach der umstrittenen Niederlage gegen Zab Judah nun den zweiten unverdienten Rückschlag seiner Karriere hinnehmen.

“Er ist ein guter Kämpfer”, sagte Alexander nach dem Kampf zu Larry Merchant. “Er hat mich wie verrückt unter Druck gesetzt, ich war aber in guter Form. Das war ein Blitz-Knockdown, ich war nicht angeschlagen. Ich wollte den Leuten zeigen, dass ich ein Krieger bin. Die Leute haben gesagt, dass ich im Bradley-Fight aufgegeben habe, ich bin aber zurückgekommen und habe gezeigt, dass ich ein Herz habe und einer der besten Halbweltergewichtler bin.”

Lucas Matthysse: “Ich kämpfe nicht für das Geld, ich kämpfe für den Ruhm. Ich habe heute alles gegeben. Ich habe gewonnen, und sie haben mich in den Vereinigten Staaten wieder um den Sieg beraubt.”

© adrivo Sportpresse GmbH

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6 Kommentare

  1. Walter Klitschmann
    26. Juni 2011 at 12:36 —

    So eine Scheiße!

  2. Tom
    26. Juni 2011 at 13:07 —

    Die Boxwelt ist schlecht,überall wird nur noch beschissen!

    Ich war von der Leistung Alexanders schwer enttäuscht,ich dachte im Vorfeld dieses Kampfes das er das Duell ausgeglichener gestalten kann.

    Genauso wie Macklin in Deutschland wurde Matthysse in den USA um den Sieg betrogen!

  3. Canelo
    26. Juni 2011 at 16:25 —

    ja da ham se den Mattysee richtig mies verarscht habs geguckt.
    der war sowas von der bessere mann und das sogar mit einem niederschlag einfach unglaublich.
    für mich unverständlich das solche urteile zustande kommen wo millionen menschen was andere gesehen haben.

  4. Boxfanatiker89
    26. Juni 2011 at 16:30 —

    Alexander ist ne pussy der ist als pussy geboren und wird als auch pussy sterben.

    Eine Schande Mathysse wieder zu berauben, die sind einfach verdammte H+rens+hne dafür kommen sie in die Hölle.

    Ein Rematch wäre gut und hoffentlich schlägt Lucas ihn tot im Ring.

    Dann schaffen sies nicht ihn zu betrügen.

  5. Joe187
    27. Juni 2011 at 00:04 —

    und da fragen sich die leute ernsthaft warum die UFC und die WWE in den USA beliebter sind als boxen…

  6. jones
    27. Juni 2011 at 23:30 —

    Eines der schlimmsten Urteile der jüngeren Geschichte.

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