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Harte Worte von Zbiks Herausforderer Spada: “Sebastian, boxe dieses Mal wie ein Mann! Das ist mein Gürtel!”

Sebastian Zbik, Domenico Spada ©Eroll Popova.

Sebastian Zbik, Domenico Spada © Eroll Popova.

Kommenden Samstag tritt WBC-Interims-Weltmeister Sebastian Zbik gegen seinen italienischen Herausforderer Domenico “Vulcano” Spada zum Rematch an. Das erste Gefecht, das im Juli 2009 am Nürburgring ausgetragen wurde und mit jeweils 115:114 hauchdünn an Zbik ging, ließ einige Fragen offen. Spada war mit dem damaligen Urteil alles andere als einverstanden, was er im Interview mit boxing.de auch deutlich zu verstehen gibt.

“Ich hoffe sehr, dass Sebastian den Kampf gegen mich annehmen wird. Beim letzten Mal hat er nur im Clinch mit mir gelegen und nicht gekämpft. Er hat geboxt wie eine Frau. Sei ein Mann, Sebastian! Ich habe letztes Jahr auf dem Nürburgring gewonnen. Nicht er. Das ist mein Gürtel. Ich hole ihn mir am Samstag mit nach Italien! Sebastian, das ist mein Gürtel!”, so der 29-jährige Römer.

Spada kritisiert auch den Zustand, dass es im Ausland immer recht schwierig ist, nach Punkten zu gewinnen: “Es ist fast unmöglich, in Deutschland nach Punkten zu gewinnen. Ich muss und werde durch K.o. gewinnen. Meinen letzten Kampf im Februar habe ich durch Knockout in der ersten Runde gewonnen. So stelle ich mir das vor. Man hat gesehen, was passiert, wenn Deutsche im Ausland boxen. Abraham hat den Kampf gegen Dirrell klar verloren. Nicht nur wegen der Disqualifikation. In Deutschland wäre er dafür nicht disqualifiziert worden. Das sagt doch alles. Ich bin sehr wütend über meinen letzten Kampf gegen Sebastian. Ich hatte den Sieg verdient. Diese Wut wird er zu spüren bekommen.”

Wenn Spada im Ring das einlöst, was er vor dem Kampf verspricht, dann können sich die Zuschauer am Samstag auf einen spannenden Fight gefasst machen. Das ZDF überträgt Zbik gegen Spada live ab 23:15, danach gibt es die Aufzeichnung von Stieglitz gegen Gutknecht in voller Länge zu sehen.

© adrivo Sportpresse GmbH

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1 Kommentar

  1. Fred
    16. April 2010 at 09:00 —

    Grundsätzlich hat er ja Recht, aber wieso immer “wie eine Frau?” Es gibt viele Boxerinnen, die “wie ein Mann” kämpfen und viele Boxer, die ausgemachte Heul- und Klammersusen sind. Ein bißchen mehr Respekt bitte vor guten Sportlern und Sportlerinnen! Aber vielleicht hat sich im heldenhaften Berlusconi-Land noch nicht herumgesprochen, daß es im Boxen auch Frauen gibt. Ich bin zwar nicht der Frauenbeauftragte, aber für Gerechtigkeit.
    Ich bin jedenfalls gespannt auf den Kampf, möge der Bessere gewinnen!

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