Top News

Happy Birthday, George Foreman

Ein Beitrag von FW

Happy Birthday, George Foreman

Am morgigen Donnerstag feiert „Big George“ – am 10. Januar 1949 in Marshall, Texas geboren – seinen 70sten Geburtstag.  Was will man zu Foreman noch schreiben? Es gibt vermutlich nichts, was im Lauf der Dekaden nicht schon publiziert wurde.

Viele halten Foreman für den größten noch lebenden Schwergewichtler. Geschichte schrieb der US-Amerikaner vor allem durch eine Niederlage: Beim legendären „Rumble in the Jungle“ in Zaire verlor der damals gefürchtete KO-Schläger am 30. Oktober 1974 gegen Muhammed Ali durch Knockout in der achten Runde. Bis dahin hatte Foreman sieben Runden lang auf Ali eingeprügelt. Zwar war Foreman als Favorit in den Kampf gegangen, doch Ali verschanzte sich hinter seiner Doppeldeckung  und reizte Foreman durch verbale Attacken. Foreman, der zu diesem Zeitpunkt seit dreieinhalb Jahren nicht länger als fünf Runden im Ring gestanden hatte und seine acht Gegner zuvor alle in den ersten zwei Runden durch KO besiegen konnte, war überfordert. Der geschlagene Weltmeister brauchte zwei Jahre, um sich von dieser Niederlage zu erholen. „Es war furchtbar, grausam, schrecklich. Die Niederlage gegen Ali trieb mich in schwere Depressionen“, sagte Foreman später.

Mit einer Bilanz von 76-5-0 hängte „Big George“ 1997 die Handschuhe an den Nagel, auch wenn man den Eindruck bekommen konnte, als ob es den sympathischen Schwergewichtler auch später durchaus noch in den Fäusten gejuckt hat. So forderte Foreman noch 2017 via Twitter den Schauspieler und Actionhelden Steven Seagal zu einem „Altersheim Rumble“ heraus.

Sky - Wählen Sie Ihr Lieblingsprogramm!

Natürlich könnte man auch den Kampf gegen Axel Schulz noch erwähnen: am 22. April 1995 stellte sich der betagte Weltmeister in Las Vegas dem vermutlich als  Fallobst engagierten Schulz. Schulz allerdings wuchs über sich hinaus und dominierte den Kampf, um am Ende trotzdem nach Punkten zu verlieren. Heute kann Schulz darüber lachen: „Natürlich war Georges Punktsieg ein Witz. Aber wenn man mit so einer Legende im Ring steht, muss man seinen Gegner eben umhauen. Das ist mir nicht gelungen!“, sagte Schulz der Deutschen Presse-Agentur.

Nach seiner Boxkarriere wurde Foreman erfolgreicher Geschäftsmann: egal ob extravagante Gartengrills, Diabetiker-Schuhwerk oder Vitamin-Shakes – Foreman hatte ein glückliches Händchen und hat so – im Gegensatz zu vielen anderen ehemaligen Boxgrößen – genug Geld, um seinen familiären Verpflichtungen nachzukommen und alle seine elf Kinder versorgen zu können.  Seine fünf Söhne tragen übrigens alle denselben Vornamen: George.

 

Voriger Artikel

Mike Tyson – Er hat wieder einen Plan

Nächster Artikel

Kommt „El Chino“ Maidana zurück?

Keine Kommentare

Antwort schreiben