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Hannover: Marco Huck boxt gegen Joe Joyce um EBU-Titel

Seit der Ersteigerung der EBU-Austragungsrechte am 16. Oktober ging es bei der Huck Service GmbH in Berlin hoch her. Allerdings nicht im Ring, denn Manager Kenan Hukic musste erst den Fight für seinen Bruder Marco Huck unter Dach und Fach bringen. „Das war in den vergangenen Wochen mit den Kollegen aus England ganz schön stressig“, so Kenan Hukic, „und zeitweise sah es so gar so aus, als würde der Kampf platzen. Doch das konnten wir verhindern.“

Auch wenn die noch anstehenden Herausforderungen für die Durchführung des Titelkampfes nicht geringer geworden sind: „Wir wollten auf jeden Fall in Deutschland boxen“, sagte Kenan Hukic. Nun steht der Austragungsort mit Hannover fest. Unter der Headline „Brexit-Battle in Hannover“ steigt der frühere WBO- und IBO-Cruisergewichtsweltmeister Marco Huck am 11. Januar 2020 in der TUI-Arena in den Ring. Er will sich im Schwergewichtsduell gegen Joe Joyce (10-0/9 KOs) den EBU-Europameistertitel holen.

„An Hannover und an das Publikum habe ich nur gute Erinnerungen“, so der Ex-Weltmeister, der bereits zweimal in der Niedersachsenmetropole ins Geviert gestiegen ist. Zu Beginn seiner erfolgreichen Boxkarriere am 3. Juni 2006 gegen den Schweizer Nuri Seferi und zehn Jahre später am 19. November 2016 gegen Dmytro Kucher. Beide Kämpfe waren siegreich und mit seinem Punktsieg gegen den Ukrainer verteidigte Huck den IBO-Weltmeistertitel im Cruisergewicht.

„Ich kann mich noch sehr gut an beide Fights erinnern“, sagt Huck, „denn der erste fand zu Beginn meiner Laufbahn statt und beim zweiten Mal habe ich mit einer gebrochenen rechten Mittelhand geboxt. Es hat aber zum WM-Titel gereicht.“ Den Weg zurück in die TUI-Arena verbindet Marco Huck mit großen persönlichen Emotionen, denn gegen Nuri Seferi, den man auch den „Albanian Tyson“ nennt, verdankt er den Sieg dem hannoverschen Publikum. „Die rund 7.000 Zuschauer haben mich immer wieder nach vorne gepeitscht und sowas bleibt einem im Kopf. Ich brauche auch jetzt wieder das Publikum und deshalb wollten wir auch in Hannover boxen.“

Dass in der niedersächsischen Landeshauptstadt ein enthusiastisches Boxpublikum am Ring sitzt, weiß auch das Management des Briten und deshalb waren die Verhandlungen über den Austragungsort so schwierig. „Da der Kampf aber bis Ende Januar stattgefunden haben muss“, so Kenan Hukic, „kamen wir auch unter Zeitdruck. Es bleiben uns jetzt noch knapp fünf Wochen, doch wir werden alles mobilisieren, damit Marco auch ein richtiges Heimpublikum hat. Sein größter Wunsch ist es, auch im Schwergewicht zu zeigen, dass er in dieser Gewichtsklasse mit zu den Besten gehört.“

Trotz der anstehenden Feiertage wird es für den ehemaligen WBO und IBO-Cruisergewichtsweltmeister Marco Huck, der bereits zwei Kämpfe im Schwergewicht absolviert hat, keine Pausen geben. Mit großer Intensität trainiert er im Isygym in Berlin, denn er will bestens vorbereitet am 11. Januar in den Ring steigen. Dies ist auch zwingend erforderlich, denn er trifft auf den ungeschlagenen Joe Joyce. Der fast zwei Meter große Brite, der vor rund zwei Jahren sein Profidebüt gab, hat 2019 bereits dreimal im Ring gestanden. Und den hat er stets als Sieger verlassen.

Im Februar verteidigte er den Commonwealth-Titel gegen den US-Amerikaner Bermane Stiverne durch T.K.o. in der sechsten Runde. Im Mai ging es noch drei Runden schneller, als er durch technischen K.o. den Russen Alexander Ustinov besiegen konnte.

Zuletzt gewann der Brite am 13. Juli nach zwölf Runden einstimmig nach Punkten gegen den US-Amerikaner Bryant Jennings. Nun folgt das EBU-Duell um die Europameisterschaft gegen „Käpt’n“ Huck. Die veranstaltende Agentur der Huck-Brüder plant für den 11. Januar 2020 acht Rahmenkämpfe und der Kartenvorverkauf startet in der kommenden Woche mit Eintrittspreisen ab 26 Euro.

Foto: Plilipp Gätz

Quelle: MH Boxing

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5 Kommentare

  1. 6. Dezember 2019 at 22:51 —

    Ich weiß, dass Huck viel Fläche für die Hater bietet. Aber leider….ich stelle ihn immer noch nach weit vorne. Der loost furchtbar gegen mittelprächtige Techniker, und die könnten auch 20 kg leichter sein. Er loost erst recht gegen die Usyks der Welt. Aber damned…..der hat was Unkontrollierbares Unberechenbares. Und Mut hat er allemal. Seine grosse Fresse hat er zumindest immer verteidigt. Ich bin gespannt auf so einen Fight…weil ich glaube, dass Joyce mit so jemandem noch nicht im Ring gestanden hat. Überraschung ausdrücklich nicht ausgeschlossen.
    Nur mein Buddy Adolf “der von unten ruft” wird wieder nörgeln und womöglich wieder alle Fights verwechseln. Habt Humor. Er wird noch erleben , das auf Boxen.de Inklusion tatsächlich an seinem Beispiel gelebt wird.
    Fetter Samstag euch allen

    • 6. Dezember 2019 at 23:21 —

      Für mich wäre es eine Sensation wenn Huck diesen Kampf gewinnen würde.
      Trotz seines unorthodoxen Kampfstils und seiner Erfahrung spricht nichts, aber auch rein gar nichts für Huck um diesen Kampf im Schwergewicht zu gewinnen!

    • 7. Dezember 2019 at 01:57 —

      Sorry, aber der Fight ist für Joyce doch sogar ein Rückschritt.. Mit Huck sollte er deutlich leichteres Spiel haben als vs Jennings..
      Gegen Briedis ist er übrigens auch sang- und klanglos eingegangen und der ist wohl eher nicht der Kategorie Techniker zuzuordnen..

    • 7. Dezember 2019 at 05:31 —

      Mut??? Mut wird in Angst geboren. Der Typ ist zu dumm für alles. DAS macht ihn gefährlich.

  2. „Brexit-Battle in Hannover“

    😀 😀 😀

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