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Guilliermo Rigondeaux vs Moises Flores – WBA bestellt neues Gebot

Bildmontage: WBA

Eigentlich sollte der Kampf zwischen Rigondeaux (17(11)-0-0) und Flores (25(17)-0-0) schon am 25. Februar über die Bühne gehen. Weil der andere Hauptkampf zwischen Cotto und Kirkland wegen Kirklands gebrochener Nase ausfiel, hat der Veranstalter „Roc Nations“ das Event in Frisco / Texas komplett gekippt.

Bereits im Juli 2016 wurden beide Seiten aufgefordert, einen Pflichtkampf zu machen. Rigondeaux ist WBA Super-Champ im Superbantamgewicht. Flores hält den Interim-Titel. Der reguläre Champ ist Nehomar Cermeno, der den vakanten Gürtel gerade erst im Juni 2016 in China gewonnen hatte und nicht gleich zu einem Pflichtkampf verdonnert werden sollte.

Der gebürtige Kubaner Guilliermo „El Chacal“ Rigondeaux holte sich bereits 2009 in seinem 3. Profikampf WBA-NABA Gürtel und wurde 2010 WBA-Interim-Champ. Im Jahr 2012 ging es gegen Rico Ramos um den regulären Titel und 2013 gegen Nonito Donaire um den Super-Champ Gürtel. Zuletzt stand er im Juli 2016 gegen James Dickens im Ring, der nach 2 Runden mit gebrochenem Kiefer aussteigen musste.

Moises „Chucky“ Flores ist Mexikaner und trägt neben dem WBA-Interim auch den IBO World Titel im Superbantamgewicht. Er holte sich den WBA-Interim im April 2015 vom Kolumbianer Oscar Escandon und verteidigte ihn zweimal. In seinem letzten Kampf im Juni 2016 nahm er Paulus Ambunda in dessen Heimat Namibia den IBO-Gürtel ab.

Beide Boxer haben eine KO-Quote von 65%. Rigondeaux geht zwar gelegentlich mal zu Boden, ist aber bei seinen Aktionen sehr schnell und hat einen ordentlichen Punch. Flores ist für Rigondeaux womöglich der beste Gegner seit Donaire. Ob er gegen den gut ausgebildete Taktiker Rigondeaux etwas ausrichten kann, muss man trotzdem bezweifeln.

Die Parteien sollen bis zum 3. April ein Angebot bei der WBA vorlegen. Das Mindestgebot beträgt 120 000 Dollar. Die Börse wird 75 (Rigondeaux) zu 25 % (Flores) geteilt. Bleibt zu hoffen, dass der Kampf dann möglichst zeitnah stattfinden wird.

Hier ein Rigondeaux-Clip:

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15 Kommentare

  1. 23. März 2017 at 07:58 —

    irgendwie fehlt dem Cover Farbe…links wie rechts…

  2. 23. März 2017 at 08:13 —

    In dem Video sind die “typisch” aufregenden Kampfszenen zu sehen, womit er sein Publikum stets begeisterte….
    ne, mal ernsthaft, am besten gefallen mir die, wo er sich soooo tief bückt, dass man meinen müsste, er hat eine Münzen auf dem Boden entdeckt, die er aufheben will.

  3. 23. März 2017 at 12:46 —

    Rigondeaux ist ein Box- und Bewegungsgenie, da kommt nicht mal Lomachenko mit. Was er daraus macht, ist eine andere Sache … außer dem grandiosen Sieg gegen den damalig P4P sehr hoch eingeschätzen Nonito Donaire bisher nicht viel. Das liegt daran, dass ihn die guten Namen entweder selbst meiden (Frampton, LSC) oder aber er sich gegenüber Herausforderungen in höheren Gewichtsklassen (z.B. Loma) auch nicht gerade aufgeschlossen zeigt.

    Schade, dass die Boxfans diesen einzigartigen Fighter nicht öfters in spannenden Matches erleben können.

    • 23. März 2017 at 12:54 —

      und ich finde das ist genau der Punkt. Seine Kämpfe sind nun mal nicht spannend.
      Auch dieses Abtauchen von ihm ist regelwidrig, genau wie das Weglaufen.
      Lomachenko benutzt seine Agilität um sich einem Schlag zu entziehen oder einen guten Schlag zu setzen, nicht um von einer Ecke in die nächste zu rennen.
      Er muss sich verkaufen. Er muss es spannender machen, sonst wird das nichts.

      • 23. März 2017 at 13:34 —

        Das Problem vieler kubanischer Kämpfer, deren Erfolge in erster Linie auf technischen Skills beruhen. Sobald solche Fighter aber einen amerikanischen Pass besitzen (Crawford, Mayweather) scheint es nicht mehr so ein großes Problem zu sein.

        Du hast aber Recht, er kämpft nämlich erstens viel zu selten, zweitens gegen zu schwache Gegner, wodurch dann diese Mismatches zustande kommen. Aber soll er sich von B-und C-Klassen-Boxern niederschlagen lassen, nur um es spannender zu machen? Das wäre doch Blödsinn, oder?

        • 23. März 2017 at 13:41 —

          Das meine ich nicht. Ich rede von Risikobereitschaft. Wir reden hier übers Boxen. Mal in den Mann gehen, auch wenn man was abbekommt. Ich habe mir gerade erst gestern wieder den Kampf Duran vs Moore auf YouTube reingezogen.
          Heftig, intensiv und einfach nur geil dieser Kampf.

          • 23. März 2017 at 14:02

            Wie gesagt, wenn die Gegnerschaft da wäre, würde er das auch tun, einfach, weil er es müsste, um Runden zu gewinnen. Aber wen gibt es da überhaupt? In seiner GK, dem Superbantam, niemanden. Im Federgewicht, Mares, LSC, Frampton, Selby, Russel jr., Valdez … niemand schreit laut Ja, im Gegenteil, die Hälfte davon ist „hochgeflüchtet“ vor ihm. Und zu Loma sind es schon zwei GK Unterschiede derzeit und dieser plant, noch weiter aufzusteigen, potentiell bis ins Superlightweight.

            Solch eine Strategie fehlt Rigondeaux leider, da gebe ich dir Recht, aber so gesehen hat bspw. Triple G ein ähnliches Problem, und ihm wird das nicht so zum Vorwurf gemacht, warum, weil er seine „Fallobstgegner“ (z.B. Wade, Ishida, etc.) in zwei, drei Runden umhaut? Rigo ist 17 – 0 mit 11 Knockouts, so schlecht ist seine Quote nun auch wieder nicht. Es liegt denke ich mehr an den Erwartungen der Fans/Experten, denen der Kubaner nicht vollkommen nachkommt, das ist unbestritten.

          • 23. März 2017 at 14:18

            Er wird nie mein Fall sein, solange er in seinen Kämpfen nur rückwärts läuft ohne dass er dazu vom Gegner her genötigt wird oder es die Situation erfordert. Das ist einfach sein Stil.
            Gegen Donaire lief auch nur rückwärts und das war ein richtiger Gegner . Da habe ich beim Zusehen schon einen richtigen Drehwurm bekommen. *würg*

          • 23. März 2017 at 16:37

            Hmm, ich glaube, jeder, der die Skills besitzt, Prügel zu vermeiden, tut es. Der Sport ist hart genug, nicht nur der Wettkampf, auch Training, Sparring, die täglichen Routinen.

            Klar macht es Spaß, zuzusehen, wie sich zwei echte Warriors die Köpfe einschlagen wie bei Corrales vs. Castillo, aber bspw. gerade Corrales hat nach seiner Jahrhundertrunde seine nächsten drei Kämpfe verloren und war zwei Jahre später tot. Möchte man so etwas? Ich nicht.

          • 24. März 2017 at 08:10

            ok. du weißt aber was ich meine. es bleibt Boxen, wir reden schließlich nicht über die Olympiadisziplin Männer-Curling
            Hier schlägt man sich auf die Fresse. und wenn er schon Angst zuviel abzubekommen, dann bitte: Soll er das innerhalb des Regelwerks tun!

  4. 24. März 2017 at 03:24 —

    fum

    Im Prinzip hat du volkommen Recht. Niemand will, dass bei Boxen bleibende Schäden entstehen.

    Aber: Corrales ist bei einem Verkehrsunfall gestorben. Das hatte mit diesem schweren Kampf nix zu tun.

    • 24. März 2017 at 08:55 —

      ja. man will keinen Schaden nehmen und ich wette, dass ein Formel 1 Fahrer mit 300 Sachen auf dem Tacho, die Kurve nicht verpassen will…

  5. 29. März 2017 at 20:41 —

    Rigo ist der beste Konterboxer seit Sugar Ray und Adolfo Horta.

  6. 29. März 2017 at 22:24 —

    Rigondeaux ist ein großartiger Boxer der mit amerikanischem Pass und Wortschatz wohl schon ein Superstar wäre, aber er ist viel zu inaktiv, hat seit jahren keinen top10 Gegner vor den Fäusten gehabt und sein Managment ist scheiße.
    2015 hatte er die Möglichkeit Lomachenko at 126 zu boxen für ne halbe Mio und sein Managment wollte mehr Kohle und ein 124 catchweight….chance verpasst.
    Solis, Ortiz, Gamboa, Rigondeaux,Dorticos alles Ausnahmetalente die zu wenig aus ihrer pro-karriere machen bzw. gemacht haben.

    • 30. März 2017 at 02:12 —

      Haha, Ortiz hat zum gefühlt dritten Mal in diesem Jahr seinen Promoter gewechselt und ist jetzt bei Haymon. Der Erfolg – vermutlich ein Fight am 22.4. gegen Derric Rossy lol

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