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Green vs. Santiago: Letzte Pressekonferenz vor dem Kampf

Antonio Tarver, Danny Green ©Team Green.

Antonio Tarver, Danny Green © Team Green.

Der ehemalige Halbschwergewichts-Weltmeister Danny Green (31-5, 27 K.o.’s) wird am Mittwoch zum letzten Mal in seiner Heimatstadt Perth boxen. Mit seinem Gegner Danny Santiago (31-5-1, 19 K.o.’s) verbinden den Australier einige Gemeinsamkeiten: beide sind 39 Jahre alt, tragen denselben Vornamen, haben 31 Siege und 5 Niederlagen im Kampfrekord und wurden von Antonio Tarver ausgeknockt.

Nach einem letztendlich gescheiterten Ausflug ins Cruisergewicht will sich Green nun mit einem Erfolgserlebnis verabschieden, falls es nicht doch noch zum australischen Showdown gegen seinen ehemaligen Bezwinger Anthony Mundine kommt.

“Meine Speed, meine Schlagkraft und meine Beweglichkeit sind so gut wie eh und je”, sagte Green bei der abschließenden Pressekonferenz. “Ich fühle mich aber viel frischer. Ich habe meinen Körper im Trainingscamp nicht so belastet, wir sind die Dinge etwas intelligenter angegangen.”

Im Gegensatz zu seinen letzten Kämpfen will sich Green am 25. Juli nicht so sehr von seinen Emotionen leiten lassen. “Ich versuche einfach, die Emotionen, die Aufregung und das Adrenalin unter Kontrolle zu halten und cool zu bleiben”, so Green. “Es könnte zwar trotzdem sehr emotional werden, aber hoffentlich aus den richtigen Gründen. Ich muss meine Nerven im Griff haben, ich muss mein Adrenalin im Griff haben, damit ich einen Gegner, der mich ausknocken will, beherrschen kann.”

Für den Amerikaner Santiago, der in seinem letzten Kampf WBA-Halbschwergewichts-Champion Beibut Shumenov unterlag, war die Anreise nach Australien auf Grund eines Zwischenfalls mit insgesamt 40 Stunden sehr beschwerlich. Darüber hinaus wird der gebürtige New Yorker am Mittwoch die ganze Halle gegen sich haben.

“Das ist seine Heimatstadt”, so Santiago. “Er wurde hier geboren und ist hier aufgewachsen. Wenn er in die Bronx oder nach Florida gekommen wäre, wäre das eine andere Geschichte. Ich komme in sein Haus, und ich erwarte eine lautstarke Kulisse. Es ist aber nichts, was ich nicht schon zuvor gehört hätte. Das motiviert mich nur noch mehr, möge der bessere Mann gewinnen. Falls das hier sein letzter Kampf ist, will ich in seiner Heimatstadt der Spielverderber sein. So ist der Sport nun einmal.”

© adrivo Sportpresse GmbH

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4 Kommentare

  1. carlos2012
    23. Juli 2012 at 21:44 —

    Tja,die Sucht nach Adranalin läßt gealterte Boxer nicht mehr los.Wenn sie im Ring stehen,fühlen sie sich in eine andere Welt versetzt.Der Körper vollgepumpt mit Stresshormonen.Die Umgebung verschwimmt und nur der Gegner steht vor einem .Man versucht bedacht und mit Intelligenz zu kämpfen.Doch die Angst hat einem voll im Griff.
    Der Körper agiert selbsständig.Das gelernte wird automatisch ausgeführt.Nach einigen Runden wird man müde
    und man spürt die Schmerzen die der Gegner einen zugefügt hat.Am Ende des Kampfes taucht man in die Wirklichkeit ein und fühlt sich dem Tode nah.Die Schmerzen vergehen,die Wunden heilen und man fühlt sich wie neugeboren.Tage und Wochen vergehen und das verlangen wird immer größer.Das verlangen nach Adranalin.Der letzte Schuss könnte das letzte sein… 😉

  2. Evesteal
    23. Juli 2012 at 23:21 —

    Adranalin? Ist das eine neue Designerdroge:-) Wo kriegt man das Zeug?

  3. carlos2012
    24. Juli 2012 at 00:01 —

    @evesteal

    Es sollte Adrenalin heißen. :

  4. Tom
    24. Juli 2012 at 13:43 —

    Zwei abgetakelte Boxer die noch etwas Geld verdienen wollen/können!

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