Top News

Green macht weiter: Will sich für seine Niederlage gegen Tarver revanchieren

Antonio Tarver, Danny Green ©Team Green.

Antonio Tarver, Danny Green © Team Green.

Der ehemalige Weltmeister im Halbschwer- und Cruisergewicht, Danny Green (31-4, 27 K.o.‘s), hat sich dazu entschlossen, seine Karriere fortzuführen. Green verlor im vergangenen Monat in seiner australischen Heimat den IBO-Titel an den Amerikaner Antonio Tarver (29-6, 20 K.o.‘s), für den 38-Jährigen ist die einseitige vorzeitige Niederlage aber kein Grund, aufzuhören.

“Das war wirklich keine schwere Entscheidung“, sagte Green in einer Presseerklärung. „Ich bin ein Fighter. Ich habe von Tarver eine ordentliche Tracht Prügel eingesteckt. Es war nicht mein Tag, und es tat weh, meinen Titel zu verlieren. Es war ein sehr schmerzhaftes Erlebnis, physisch, aber auch emotional, da ich vor den Augen meiner Nation zusammengeschlagen wurde. Als Fighter muss man so etwas aber überstehen können. Ich habe selbst auch schon ordentliche Prügel ausgeteilt, und man muss die Schläge wie ein Mann einstecken können, weiterziehen und sehen, was der nächste Schritt ist.“

Green gab an, bereits in Verhandlungen für ein Rematch mit Tarver zu stehen. „Wir wollten letzte Woche eigentlich eine Bekanntgabe machen, wir haben aber davon abgesehen, weil wir gedacht haben, dass wir inzwischen konkretere Nachrichten hätten“, so Green. „Wir arbeiten aber daran. Mein Camp redet mit seinem Camp, und wir werden sehen, ob die Verhandlungen erfolgreich sein werden.“

Für ein Rematch gegen Tarver wäre Green sogar bereit, auswärts in den USA zu kämpfen. „Ich würde gerne dort boxen“, sagte Green. „Meine Statistik auswärts ist 3-2, eine Niederlage (Anm.: gegen Markus Beyer) war aber sehr umstritten. Ich habe also auswärts bisher gut geboxt. Mir macht es nichts aus, in seinem Hinterhof zu kämpfen. Der Gedanke, dort rüberzufahren und ihn zu schlagen, reizt mich. Ich will noch vorm Ende des Jahres boxen, das ist es, was einen Fighter und Australier ausmacht. Wenn sie verlieren, stehen sie gleich wieder auf und versuchen, sich für ihre Niederlage zu revanchieren.“

Voriger Artikel

Teddy Atlas: "Povetkin verfügt über jene Eigenschaften, die einen Champion ausmachen"

Nächster Artikel

Freddie Roach: "Pacquiao ist pleite"

6 Kommentare

  1. e3000
    23. August 2011 at 18:56 —

    “Der ehemalige Weltmeister im Halbschwer- und Cruisergewicht, Danny Green…”

    “Green verlor im vergangenen Monat in seiner australischen Heimat den IBO-Titel…”

    Ist man als IBO-Champ nun auch schon anerkannter Weltmeister?

  2. 23. August 2011 at 19:07 —

    Hier scheiden sich die Geister: die IBO hat an sich ein recht gutes Ranking-System und wird von manchen bereits als fünfter Titel akzeptiert. Ich habe es deswegen in den Artikel aufgenommen, weil Green immer wieder von seinem Titel sprach. Das hätte ansonsten zu Verwirrungen geführt.

  3. e3000
    23. August 2011 at 19:18 —

    …danke für die schnelle Antwort, wollte nur wissen wie groß die Akzeptanz des IBO-Titels mittlerweile ist! Danke für die kurze Zusammenfassung!

  4. Arsentij Hoffmann
    23. August 2011 at 20:15 —

    Ich freue mich, dass Green weitermacht, er ist ein Toller Kämpfer und ich finde er kann noch was im Halbschwergewicht bewirken

    mfg Arsentij Hoffmann

  5. Tom
    23. August 2011 at 20:22 —

    @ e3000

    @ adrivo

    Ich bin der Meinung wenn es einer der zahlreichen kleinen Weltverbände schafft,dann die IBO!
    Deren Weltrangliste funktioniert ja ähnlich wie die von BoxRec!

    Problem ist allerdings zum einen das es keine Pflichtverteidigungen gibt und zum anderen das dieser IBO-Titel nicht immer ausgeboxt wurde/wird,sondern hin und wieder eine”Beigabe” ist.
    Aber deren WM sind meist sehr gute Leute im Gegensatz zu den anderen zahlreichen kleinen Verbänden und hin und wieder sind deren WM auch besser als die anerkannten Champs!

  6. Ferenc H
    24. August 2011 at 13:32 —

    Ich finde den IBO Titel gar nicht mal so schlecht nicht nur wegen den Ranking die so änlich ist wie bei Boxrec wie Tom ja schon geschrieben hat sondern auch weil es dort kein “Salat” gibt wie bei der WBA. Auch wenn es nichts neues ist aber wenn man regulärer WBA Weltmeister ist hat das den wirklich ein große Bedeutung? Und selbst Lennox Lewis und Manny Pacqiao waren schon IBO Weltmeister also so schlecht kann der Gürtel auch nicht sein

Antwort schreiben