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Golovkin vs Szeremeta am 6. Juni

Golovkin vs Szeremeta am 6. Juni

Obwohl die Coronavirus-Pandemie vermutlich auch noch länger das öffentliche Leben in all seinen Facetten beeinflussen wird und viele Events abgesagt werden, ist der Kampf zwischen IBF-Mittelgewichtschampion Gennady Golovkin und seinem Pflichtherausforderer Kamil Szeremeta aus Polen nun auf den 6. Juni terminiert. Der Fight soll in der Mehrzweckhalle „The Forum in Inglewood” in Kalifornien stattfinden.

Bereits mehrfach wurde die Begegnung verschoben, zuletzt, weil GGG sich beim Training an der rechten Wade verletzt hatte. Zwischenzeitlich war auch die Rede davon gewesen, in Golovkins Heimatland Kasachstan zu kämpfen. Dort sind bislang nur wenige Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Nun bleibt abzuwarten, ob die California State Athletic Commission die Begegnung erlaubt. Zurzeit gibt es noch ein Verbot der Kommission, das den kompletten Monat Juni mit einschließt.

Golovkin ist allerdings in Zeitdruck. Falls der Kampf mit Szeremeta ausgesetzt wird, käme der Folgekampf gegen ‚Canelo‘ Alvarez im September in Gefahr, der hinter verschlossenen Türen wohl längst vereinbart sein dürfte. Alvarez hat allerdings ein ähnliches Problem: Nachdem US-Präsident Trump das bereits bestehende Einreiseverbot für Europäer auch auf Reisende aus Großbritannien erweitert hat, könnte Billy Joe Saunders zurzeit gar nicht in die USA fliegen. Nun bleibt abzuwarten, ob Trump das – vorerst nur für einen Monat beschlossene – Verbot später verlängern wird. In diesem Fall stünde Alvarez ohne Gegner da – zumindest ohne einen aus Großbritannien.

Bis zum 25. März – so hat die Nevada State Athletic Commission am gestrigen Samstag beschlossen – dürfen in Nevada keine Kampfsportveranstaltungen stattfinden. Der Exekutivdirektor der NSAC, Bob Bennett, erklärte, an diesem Datum werde die Kommission das weitere Vorgehen publik machen. Und damit vermutlich auch weiterführende Einschränkungen.

Wenn die Zahl der am Coronavirus erkrankten US-Amerikaner weiter ansteigt – wovon auszugehen ist – wäre es nicht verwunderlich, wenn bis in den Sommer hinein keine Fights mehr in den USA ausgetragen werden dürfen.

Die einzige Lösung für Boxfans: Kämpfe unter Ausschluss der Öffentlichkeit und nur im Beisein von Fernsehteams. Bob Arum hat das in der jüngsten Vergangenheit in Erwägung gezogen – vielleicht auf absehbare Zeit die einzige Möglichkeit für Boxfans, auf ihre Kosten zu kommen.

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