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Gilberto Ramirez bleibt WBO-Champ im Supermittelgewicht

Für Gilberto Ramirez (37(25)-0-0) ging es am Samstag Abend in Corpus Christi / Texas um die Verteidigung seines WBO-Gürtels gegen Habib Ahmed aus Ghana. Referee Laurence Cole aus Dallas beendete den Kampf in Runde 6, weil der Herausforderer völlig überfordert und nur noch auf der Flucht war. Das Resultat also: TKO 6 – Sieg Ramirez.

Man kann über diesen Kampf denken wie man will: Während einige andere Top-Boxer aus Reihe 1 dieser Gewichtsklasse gerade um die Muhammad Ali-Trophy kämpfen, hat Manager Bob Arum für seinen Schützling einen Kampf aufgelegt, der relativ leicht zu gewinnen war. Gegner aus Aftrika sind zwar oft schwer einzuschätzen, aber in dem Fall hatte Ramirez leichtes Spiel.

Habib Ahmed, der mit einem Rekord von 25(17)-0-1 in den Kampf ging, war bis zu diesem Kampf eigentlich völlig unbekannt. Wie er im WBO-Ranking bis an #4 gekommen ist, erklärt sich wohl nur dadurch, dass er Afrika-Champ der WBO ist. Seine bisherigen Kämpfe fanden alle in seiner Heimat Ghana statt. Wie so viele afrikanische Boxer machte er einen recht gut trainierten Eindruck. Das war aber auch schon Alles, was man zu Gunsten des Herausforderers sagen konnte.

Die Bemühungen des Afrikaners, diesen Kampf wirklich gewinnen zu wollen, hielten sich in Grenzen. Bereits ab Mitte der zweiten Runde sah es so aus, als hätte er seine Aktionen eher auf Verteidigung als auf Angriff verlegt. Er zeigte viel zu viel Respekt und riskierte so gut wie Nichts. In Runde 6 hangelte er sich nur noch im Hopkins-Gedächnis-Stil an den Seilen entlang und war auf der Flucht vor den Schlägen des Weltmeisters. Der Kampf wurde zusehends sinnlos und der Ref nahm Ahmed stehend aus dem Kampf. Der Herausforderer hatte keine der 6 Runden gewonnen.

Für Ramirez soll es laut seinem Manager Arum im Mai einen weiteren Kampf geben. Aiuf der gleichen Card soll der Australier Rohan Murdock kämpfen. Murdock belegt #12 der WBO-Liste. Er war in der Vergangenheit WBO-Asian Pacific und -Oriental-Champ. Murdock boxte bereits bei seinem letzten Kampf in den USA bei einer Top-Rank Veranstaltung und machte einen guten Eindruck. Ob er mehr zu bieten hat als der Kollege aus Ghana muss man abwarten. Beide sollen dann im Herbst in Australien gegeneinander kämpfen. Gewinnt Ramirez seine Kämpfe, soll es im Dezember noch einen großen Kampf in den USA geben. Man geht davon aus, dass dieser Kampf gegen den Sieger des WBSS-Turniers sein wird. Ramirez selbst bekräftigte seinen Willen, gegen den Turniersieger kämpfen zu wollen. Er wolle beweisen, dass er der Beste seiner Gewichtsklasse ist.

Hier der Kampf:

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1 Kommentar

  1. 6. Februar 2018 at 15:25 —

    Der Gegner war zwar nicht WM-tauglich, aber so außergewöhnlich ist das ja nun auch nicht, schnelles Geld verdienen mit handverlesenen Herausvorderer, Sauerland lässt grüßen.

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