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Gilberto Ramirez bezwingt Sullivan Barrera in 4 Runden

Die offenbar am besten besetzte Veranstaltung dieses Wochenendes gab es bereits am Freitag Abend im „Banc of California Stadium“ Los Angeles zu sehen. Es war eine Veranstaltung von Oscar de la Hoya in Zusammenarbeit mit DAZN. Im Hauptkampf standen sich im Halbschwergewicht Gilberto Ramirez und Sullivan Barrera in einem Kampf über 10 Runden gegenüber. Auf der Undercard gab es weitere Titelkämpfe zu sehen.

Der 30-jährige Gilberto „Zurdo“ Ramirez (42(28)-0-0) war bis vor Kurzem WBO-Champ im Supermittelgewicht. Gleiches will er nun im Halbschwergewicht erreichen. Sein Gegner, der 39-jährige gebürtige Kubaner Sullivan Barrera (22(14)-4(2)-0) scheint nun doch schon seine besten Tage hinter sich zu haben. Barrera war immer ein über den Durchschnitt heraus ragender Boxer, doch für „ganz oben“ reichte es nie. Er stand zwei Jahre nach seiner Punktniederlage gegen Jesse Hart in Las Vegas zum ersten Mal wieder im Ring.

Ramirez hatte Hart im Jahr 2018 in Corpus Christi nach Punkten schlagen können. Er stand zuletzt im Dezember 2020 im Ring und holte sich im Kampf gegen Alfonso Lopez den NABF-Titel durch TKO 10. Alles in allem also bessere Chancen für Ramirez. Dennoch kein Grund, Barrera von vorn herein zu unterschätzen.

Was in diesem Kampf geschah, kann man sich in einem DAZN-Clip als Zusammenfassung ansehen. Auf der DAZN – Seite gibt es die ganze Veranstaltung in voller Länge zu sehen. In den ersten beiden Runden ging es knapp zu und Barrera schien eine gute Gegnerwahl für Ramirez zu sein. In Runde 3 musste der Kubaner zum ersten mal runter. Das geschah nach einem Körpertreffer mit einiger Zeitverzögerung. In Runde 4 setzte Ramirez sein Werk fort und nach dem zweiten Bodenbesuch (wieder nach Körpertreffern) hatte der Ref genug gesehen und brach den Kampf ab. Ein Kampf gegen WBO-Champ Joe Smith jr rückt womöglich näher. Mal sehen, ob es dazu kommt oder ob Ramirez noch einen besseren Gegner aus dem Weg räumen muss, um eine Titelchance im Halbschwergewicht zu bekommen.

Auf der Undercard wurden neben anderen Fights auch zwei Frauen-WM-Kämpfe präsentiert. Die Japanerin Tenkai Tsunami verlor ihren WBO-Gürtel im Halbfliegengewicht an die Amerikanerin Seneisa Estrada. Der Kampf endete nach 10 Runden mit einem deutlichen Punktsieg von zwei Mal 98:92 und 99: 91 für Estrada. Die bereits 45-jährige Japanerin Naoko Fujioka verteidigte ihren WBA-Gürtel im Fliegengewicht gegen die 15 Jahre jüngere gebürtige Mexikanerin Sulem Urbina Ochoa knapp nach Punkten (95:95, 99:91, 96:94). Das lag wohl weniger an der Leistung der Japanerin, als am boxerischen Unvermögen und fehlender Schlaghärte der Herausforderin.

Hier eine Zusammenfassung der Veranstaltung:

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1 Kommentar

  1. 12. Juli 2021 at 11:00 —

    Joe Smith soll angeblich kurz vor der Finalisierung eines Vereinigungskampfs gegen Beterbiev stehen. Insofern müsste sich Ramirez noch ein wenig gedulden. Meiner Meinung nach zielt seine Kampagne mit GB sowieso auf eine innermexikanische Auseinandersetzung gegen Canelo ab. Der aber ist nach eigenem Bekunden auch eher an Beterbiev oder auch Bivol interessiert und nicht an einem Non-Champion wie Zurdo, was komplett Sinn ergibt. Mal abgesehen davon, dass ich Canelo in jedem dieser Matchups als Favoriten sehen würde, sofern er die Form wie gegen BJS konservieren kann, halte ich Ramirez für komplett chancenlos gegen alle drei, vor allem gegen Canelo. Ein alternder Barrera ist ein praktischer Showcase, aber kein echter Maßstab.

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