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Golovkin vs Canelo 2.0

Der Stand am Mittwoch:

Nach langen Diskussionen um das geplante Rematch für den Kampf zwischen Golovkin und Canelo schienen die Würfel jetzt endgültig gegen die Neuauflage gefallen zu sein. Golovkin hatte auch das letzte Angebot von Oscar de la Hoya abgelehnt. Damit stand außer Frage, dass es zumindest in diesem Herbst keinen zweiten Kampf zwischen Beiden geben wird.

Mit dem Ergebnis der ersten Begegnung, bei der die Punktrichter mit 110:118, 115:113 und 114:114 zu einer äußerst seltsamen Urteil kamen, konnte eigentlich keine der beteiligten Parteien zufrieden sein. Noch weniger glücklich waren die Fangruppen und „normalen“ Zuschauer. Alles schien darauf hinbaus zu laufen, dass ein zweiter Kampf die Entscheidung bringen muss.

Es wurde verhandelt und man wollte im Mai ein zweites mal gegeneinander antreten. Zwischenzeitlich wurde beim Mexikaner der Gebrauch (egal ob bewusst oder nicht) von der verbotenen Substanz Clenbuterol festgestellt. Gennady Golovkin hat das vor Medienvertretern angeprangert und Canelo beschuldigt, schon länger zu dopen. Die Angelegenheit wurde von der Nevada Sportkommission behandelt und Canelo bekam eine Sperre, die am 17. August endet. Von dieser Seite her schien einem Rematch im September Nichts im Wege zu stehen.

Man trat in erneute Verhandlungen ein. Diesmal ging es in der Hauptsache nicht mehr darum, ob und wann Gennady Golovkin und Canelo Alvarez noch einmal gegeneinander kämpfen. Man versuchte eine Einigung wegen der Börsenverteilung zu erzielen. Der von Ocar de la Hoya angebotene Split lag ursprünglich bei 65% Canelo zu 35 % Golovkin. Diese Aufteilung war für den Kasachen völlig indiskutabel. Er verlangte eine Aufteilung von 50:50. Oscar de la Hoya wollte lange nicht von seinem Standpunkt abweichen, bot dann aber 60:40 und zuletzt 57,5:42,5% an.

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Auch darauf ging Golovkin nicht ein. Er begründete es damit, dass er als Weltmeister bereits im ersten Kampf über den Tisch gezogen wurde und sich wegen Canelos Dopingvergehen fast umsonst auf einen zweiten großen Kampf vorbereitet habe. Der Ersatzkampf am 5. Mai gegen Vanes Martirosyan brachte Golovkin „nur“ 1,2 Mio Dollar ein. Bei einem Rematch gegen Canelo und einer gerechten Börsenaufteilung hätte er mindestens 30 Mio Dollar verdient. Soweit, so gut. Das letzte “Ultimatum” am Mittwoch Mittag war verstrichen und es sah nach “Game over” für das Rematch aus.

Dann die überraschende Wende:

Deal is on

 

Der Kampf soll nun doch am 15. September stattfinden. Ob Golovkin das letzte Angebot von Oscar de la Hoya angenommen hat oder ob noch einmal nachgelegt wurde, ist nicht bekannt. Offenbar haben beide Seiten gemerkt, dass sie finanziell am besten wegkommen, wenn sie das Rematch durchziehen, statt gegen andere Gegner zu kämpfen.

 

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3 Kommentare

  1. 14. Juni 2018 at 08:44 —

    Und das jetzt wo the RING Canelo den Titel entzogen. Wäre echt schade, wenn er dann wieder nicht um den RING Titel boxen würde. Vielleicht ist das auch der Grund dass man schon wusste dass huete der deal fix ist und hat Canelo deswegen den Titel entzogen, nur damit GGG ihn nicht bekommt.
    Ich hoffe trotzdem dass es bei dem Kampf um den RING Titel gehen wird.

  2. 14. Juni 2018 at 08:45 —

    “On Tuesday, Alvarez was stripped of his RING middleweight championship dating back to his positive test result, but it’s possible the rematch will be contested for the vacant belt. And either way, the fight will, finally, determine middleweight supremacy.”

    Laut THE RING könnte es um die titel gehen

  3. 19. Juni 2018 at 13:23 —

    Tom Loeffler im Interview über GGG und Canelo II

    youtube.com/watch?time_continue=932&v=g1W2btbRgXc

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