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Gelungener Fightcamp-Einstand

Gelungener Fightcamp-Einstand

Ein schönes Setup, einige – zumindest für britische Boxfans – interessante Kämpfe, Eddie Hearn ist zufrieden mit dem ersten Fightcamp-Abend: „Wir hatten natürlich auch darüber gesprochen, in ein TV-Studio zu gehen. Aber man muss innovativ sein und Ideen wie das Matchroom Fightcamp entwickeln, wo die Sender sagen: Wow, wir lieben es!“

Bild: Matchroom Boxing / Twitter

Zum Auftakt der Fightcamp-Reihe lieferte Superleichtgewichtler Dalton Smith im Kampf gegen Nathan Bennett einen KO ab. Der 23-jährige Smith war als Favorit in den Kampf gegangen, hatte zuvor zum ersten Mal in seiner noch jungen Profikarriere ein 10-wöchiges Trainingscamp absolviert: „Wenn Du einen Gegner wie Nathan hast, trainierst du härter und arbeitest härter, weil du weißt, dass du dich zu 100% vorbereiten musst.” hatte Smith vor dem Fight erklärt. In Runde 5 zeigte sich dann, dass sich die lange Vorbereitungszeit für Smith gelohnt hat.

 

Dillian Whytes Schützling Fabio Wardley konnte in einem weiteren Kampf auf der Undercard Simon Vallily schon in der dritten Runde bezwingen. Der 25-jährige Schwergewichtler bleibt damit auch in seinem neunten Fight ungeschlagen und sicherte sich den vakanten englischen Schwergewichtstitel.

Federgewichtler Jordan ‚The Thrill‘ Gill erwies sich als eine Nummer zu groß für seinen Gegner Reece Bellotti, der große Schwierigkeiten mit der Schnelligkeit und dem Schlagrepertoire von Gill hatte. Zwar gelang es Bellotti, im vierten und fünften Durchgang einige Akzente zu setzen, am Ende des 10-Ründers lag ‚The Thrill‘ jedoch mit 97-93, 97-93 und 96-95 vorne.

Auch Matchrom-Boxer James Tennyson beendete den Abend siegreich. ‚The Assassin‘ stoppte Gavin Gwynne in der sechsten Runde und holte sich damit vakanten britischen Titel im Leichtgewicht. „Ich bin mit meiner Leistung zufrieden. Schade, dass es hier keine Zuschauer gab, die mich unterstützt hätten“ sagte der frischgebackene britische Meister nach dem Kampf.

James Tennysons Promoter Eddie Hearn nannte im Interview mögliche kommende Gegner Kämpfe für seinen Schützling: Jorge Linares oder Francesco Patera, den belgischen Europameister. „Das sind die Kämpfe, die wir sehen wollen”, sagte Hearn.

„Man muss Ted (Cheeseman) nur kämpfen sehen, um zu wissen, dass er nicht aufgibt, wenn es schwer wird”, hatte Headliner Sam Eggington vor seinem Kampf gegen Ted Cheeseman erklärt: „Ich habe volles Vertrauen in mich selbst, und wenn jemand ihn dazu bringen kann aufzugeben, werde ich dieser Typ sein.“

Damit lag der 26-jährige allerdings daneben. Nach einer guten ersten Runde für Eggington, gelang es Ted Cheeseman mehr und mehr, das Heft in die Hand zu nehmen. Im fünften Durchgang konnte er Eggington leicht anklingeln. Vermutlich das Signal, das Eggington wachrüttelte: in den kommenden beiden Runden kamen die besseren Aktionen von ‚The Savage‘ Eggington. In Runde 8 landete Cheeseman erneut einen Wirkungstreffer. Trotzdem ein enger Kampf, bei dem beide Kontrahenten bis in die Schlußphase „Vollgas“ gaben. Am Ende sahen es die Punkrichter 116-113, 116-113 und 115-114 für Ted Cheeseman. ‚The Big Cheese‘, der im vergangenen Jahr den britischen Titel im Superweltergewicht an Scott Fitzgerald verloren hatte, krönte sich mit seinem Sieg nun zum IBF-International-Champion.

 

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1 Kommentar

  1. 3. August 2020 at 09:51 —

    Ja, es war wahrlich ein gelungener Einstand und bester Kampf des Abends Eggington vs Cheeseman….Spannung bis zur letzten Sekunde!

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