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Gegen Kabayel: Kingpin kündigt KO an

Gegen Kabayel: Kingpin kündigt KO an

Keine Frage: zumindest verbal tischt Kevin Johnson richtig auf. Kabayel werde nicht vor ihm weglaufen können, sagte der 41-jährige im Interview: „Die Punktrichter werden nichts zu tun haben. Für mich gibt es nur einen KO-Sieg!”

Ein vollmundiges Versprechen, das man wohl nicht ernst nehmen sollte, denn die KO-Quote des gebürtigen US-Amerikaners liegt bei mageren 35.85%. Und so muss man die Lautäußerung wohl eher als „Marketing“ verstehen. Ja, gegen Yoan Pablo Hernandez konnte der ‚Kingpin‘ im August 2020 tatsächlich einen KO-Sieg einfahren, der aber nicht überbewertet werden sollte.

Der britische Journalist Steve Bunce schrieb im März 2019: „Johnson ist der letzte große Überlebende des amerikanischen Schwergewichts, einst eine gefragte und zahlreiche Spezies. Johnson ist das einzige alte Biest, das von diesem einst respektierten Beruf übrig geblieben ist.“ Hätte Steve Bunce das Ganze weltweit umrissen, wäre wohl auch der Name Samuel Peter gefallen. Johnson als auch Peter sind mittlerweile als Journeymen unterwegs. Schöner formuliert: Prüfsteine für junge, aufstrebende Schwergewichtler. Wie es ‚Kingpin‘ Johnson einmal ausdrückte: „Ich unterrichte.“

Fraglich ist natürlich, ob Agit Kabayel noch „Unterricht“ braucht. Nachdem der SES-Boxer im Herbst 2019 einen Vertrag mit Bob Arums Top Rank unterschrieben hatte, war eigentlich davon auszugehen, dass Fights in den Vereinigten Staaten folgen, doch Fehlanzeige. Statt gegen hochklassige Gegner in den USA zu kämpfen, heißt es: Magdeburg statt Manhattan.

Kaum auszudenken, was es für Folgen hätte, wenn Johnson den bislang in 20 Profikämpfen ungeschlagenen Kabayel tatsächlich besiegen würde. Dann wäre der Traum von der Karriere in den USA vermutlich Geschichte. Falls das nicht ohnehin schon der Fall ist. Im Januar 2020 hatte Top Rank zwar noch kein Bild von Kabayel auf seinen Internetseiten, der deutsche Schwergewichtler war aber zumindest aufgeführt.

Quelle: www.toprank.com

Das ist nun nicht mehr der Fall.

Screenshot: Top Rank

Hat Top Rank den Vertrag mit Kabayel aufgelöst? War`s das mit dem „American Dream“? Ist der Kampf gegen ‚Kingpin‘ Johnson – im Falle einer Niederlage – vielleicht die boxerische Endstation für die deutsche Schwergewichtshoffnung?

Kabayel gibt sich zuversichtlich: „Die großen Ansagen von Johnson kommen bei mir gar nicht an, das ist Ami-Style. Im Ring hat er kein Mikrofon, da sprechen nur die Fäuste!“

Der MDR wird den Kampf im Rahmen seiner Sendung „SPORT im Osten – Boxen live“ ab 22.35 Uhr übertragen.

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12 Kommentare

  1. 4. Juni 2021 at 22:59 —

    Das kann man sich durchaus mal angucken. Gut, dass der MDR überträgt.

    Ich wünschte mir, dass man das auch über den Kampf von Roman Fress sagen könnte. Er kämpft gegen einen “ungeschlagenen” Boxer mit gepimpten Rekord (11-0-0) aus Belgien, der bis jetzt noch keinen ernsthaften Gegner hatte. Dabei soll es um den WBO-Inter-Conti im Cruiser gehen. Sieg und Niederlage sind vorprogrammiert.

  2. 5. Juni 2021 at 08:11 —

    Ich frag mich wieso unsere Boxer immer so pummelig aussehen? Selbst Johnson sieht mit seinen 41 Jahren dryer und austrainierter aus.

  3. 6. Juni 2021 at 01:53 —

    Männer guckt euch den Kampf an kabayel vs Kevin Johnson! Wirklich sehr guter Kampf
    /youtu.be/dEoBBXC1QOA

  4. 6. Juni 2021 at 01:55 —

    Sehr Sehringen Kampf ! Sieger geht in Ordnung aber nicht so hoch wie die Punktrichter gewertet haben !

    Was Bild Zeitung geschrieben hat stimmt überhaupt nicht ! Wahnsinn

  5. 6. Juni 2021 at 01:55 —

    Sehringen = sehr enge

  6. 6. Juni 2021 at 01:56 —

    Und das schlägerei im Publikum war auch krass

  7. 6. Juni 2021 at 01:56 —

    Geil wieder mal was los nach ganze lockdown!

  8. 6. Juni 2021 at 01:58 —

    Meine jetzt nicht die Schlägerei im Publikum, sondern das wieder mal Veranstaltung mit Publikum gibt !

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