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GBC WM: Mike Jäde steigt in Fürstenwalde gegen Oszkar Fiko in den Ring

Am 17. Oktober 2020 steigt der 27-jährige Mike Jäde gegen den Ungarn Oszkar Fiko in den Boxring. In der Fürstenwalder Pneumant Sporthalle geht es vor 850 Zuschauern um die vakante GBC-Weltmeisterschaft. Vorab hat der Berliner Superweltergewichtler im Interview über seine anstehende WM-Chance, den Weg vom Amateur- zum Profiboxer sowie seinen Zwischenstopp als K-1-Wettkämpfer gesprochen. 

Wo bist du aufgewachsen?

Mike Jäde: „Ich bin in Berlin-Charlottenburg am Adenauerplatz aufgewachsen. Jetzt lebe ich in Neukölln, genauer in Rudow.“

Wie bist du zum Boxsport gekommen?

Mike Jäde: „Ich bin mit zehn Jahren zum Boxen gekommen. Mein Vater hat mit mitgenommen, da ich relativ dick war. Zuerst habe ich immer nur zugeschaut. Mein Vater Ingo war selbst Profiboxer und hat mich irgendwann gefragt, ob ich nicht mitmachen will. So habe ich eine Menge Gewicht verloren und daraus ist eine richtige Leidenschaft entstanden. Jetzt bin ich auch Profiboxer und hoffe, dass ich ihn stolz mache!“

Was war dein erster Amateurverein?

Mike Jäde: „Das war der SV Nord Wedding, aber ich bin überall gewesen. Vom SV Nord Wedding bin ich zum BC Reinickendorf 03. Dann war ich bei meinem letzten Verein, dem BC Viktoria 71. Grundsätzlich habe ich in der Paul-Heyse-Straße im Leistungszentrum trainiert. Daher kenne ich auch viele, die jetzt Profiboxer sind wie Sven Elbir.“

Wie viele Kämpfe hast du als Amateurboxer bestritten?

Mike Jäde: „Das waren so 80 Kämpfe als Amateurboxer und gewonnen habe ich davon ungefähr 50.“ 

Du wurdest mit 18 Jahren Berliner Meister im Amateurboxen und bist 2017 Profiboxer geworden. War das immer dein Traum?

Mike Jäde: „Ja, ich wollte immer Profiboxer werden. Ich habe eine Weile geboxt, dann ist mir der Spaß vergangen und ich bin zum K1 gewechselt. Dann hat mein Vater mich gefragt, ob wir es nicht noch einmal mit dem Boxen probieren wollen. Als Vater-Sohn-Projekt, wovon ich angetan war und es macht mir immer noch Spaß.“

Arbeitest du neben dem Boxen? 

Mike Jäde: „Ich arbeite bei der Berliner S-Bahn als Maschinenschlosser und ich mag die Arbeit. Das tue ich in Teilzeit circa sechs Stunden an fünf Tagen pro Woche. Danach geht es immer zum Training.“

Du boxt am 17. Oktober 2020 in der Fürstenwalder (Spree) Pneumant Sporthalle um die vakante GBC WM im Superweltergewicht gegen Oszkar Fiko aus Ungarn. Kannst du etwas zu deinem Gegner sagen?

Mike Jäde: „Fiko ist ein sehr unbequemer und unorthodoxer Gegner, der schon über zwölf Runden gegangen ist. Längere Distanzen hat er schon geboxt. Es wird ein spannender Kampf und die Leute können sich darauf freuen! Ich hoffe, dass ich einen schönen Kampf liefern kann. Das ist mir das Wichtigste und ich freue mich sehr über die Möglichkeit, um die WM zu boxen!“

Stimmt es, dass du wegen der Corona-Zeit 16 Kilogramm abnehmen musst?

Mike Jäde: „Ja, das ist eine Hausnummer, aber zehn Kilo sind schon weg. Das habe ich über die Ernährung und das Training gemacht. Während der Corona-Phase habe ich alleine trainiert. Aber seitdem ich wieder intensiv mit meinem Coach trainiere sowie auf die Ernährung achte, läuft alles gut.“ 

Wer ist dein Trainer?

Mike Jäde: „Dejan Vracaric und wir arbeiten seit 2018 zusammen. Es läuft sehr gut. Wir sind ein Herz und eine Seele.“

Was sind deine sportlichen Ziele?

Mike Jäde: „Ich möchte große Kämpfe bestreiten und warte auf gute Angebote. Ich bin für jeden bereit und würde überall hinfahren, wenn es sich lohnt!“

Das ganze Interview: 

Foto: Ahuuu Boxpromotion

Quelle: K.o. & Co

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