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Garcia gewinnt Rematch gegen Morales durch K.o.; Malignaggi mit umstrittenem Sieg gegen Cano

Paulie Malignaggi ©Jesse Perez

Paulie Malignaggi © Jesse Perez

WBC-, WBA-Halbweltergewichts-Weltmeister Danny Garcia (25-0, 16 K.o.’s) hat im Rematch gegen die mexikanische Ringlegende Erik Morales (52-9, 36 K.o.’s) keine Zweifel offengelassen. Im Gegensatz zum ersten Kampf, der über 12 hart umkämpfte Runden gegangen war, war der Fight im Brooklyner Barclay’s Center dieses Mal eine ganz klare Angelegenheit.

Garcia startete im Gegensatz zum ersten Duell vom März um einiges aktiver, Morales’ Jab war hingegen heute bei weitem nicht so effektiv. Garcias Körpertreffer schränkten die Beweglichkeit vom 36-jährigen Morales bereits früh ein, der sich schon in der zweiten Runde an den Seilen stellen ließ. Am Ende der dritten Runde musste Morales nach einem rechten Volltreffer beinahe zu Boden und torkelte nach dem Gong in die falsche Ecke.

Die einminütige Pause reichte für Morales nicht mehr aus, um sich vollständig zu erholen, weswegen das Ende nur mehr eine Frage der Zeit war. Von einem brutalen linken Haken getroffen ging Morales schließlich so schwer zu Boden, dass sein Trainer sofort in den Ring gesprungen kam und der Ringrichter den Kampf sofort abbrach. Auf Garcia, der mit zwei Siegen gegen Morales und einem gegen Amir Khan ein tolles Jahr hinter sich hat, kommen nun noch lukrativere Fights zu, Morales wird seine 19-jährige Profikarriere demnächst beenden.

“Er ist ein cleverer Veteran. Ich hatte im ersten Kampf zu viel Respekt”, sagte Garcia im Showtime-Interview. “Ich habe in diesem Kampf mehr Druck mit meinem Jab gemacht, um meine großen Schläge vorzubereiten. Ich habe gedacht, dass es über 12 Runden geht. Ich war überrascht, dass es so früh vorbei war. Ich kämpfe gegen die Besten, wenn ihr die Gürtel wollt, müsst ihr sie euch holen!”

“Ich gut vorbereitet, keine Ausreden”, sagte ein enttäuschter Morales. “Ich konnte es aber nicht umsetzen. Das war mein letzter Kampf in den USA. Ich will mich in Tijuana verabschieden. Ich hatte eine starke Vorbereitung, die Zeit vergeht aber, das sind eben die Zeichen, dass es vorbei ist.”

Deutlich mehr Mühe hatte hingegen WBA-Weltergewichts-Weltmeister Paulie Malignaggi (32-4, 7 K.o.’s) bei seinem Kampf gegen den Mexikaner Pablo Cesar Cano (25-2-1, 19 K.o.’s): der 31-jährige New Yorker war bei seinem Heimspiel zwar sehr gut in den Kampf gestartet, Cano kämpfte sich aber trotz einer schweren Cutverletzung wieder in das Duell zurück und verlangte dem Italo-Amerikaner über 12 Runden alles ab.

Besonders die mittleren Runden liefen für Cano, der dem Weltmeister mit seinen schweren Körpertreffern hart zusetzte, sehr gut, Malignaggi war bei weitem nicht mehr so beweglich wie in der Anfangsphase und ließ sich zu oft zum Schlagabtausch, wo er als schwächerer Puncher Nachteile hatte, hinreißen. Im Im Schlussviertel brachte Malignaggi seine Führhand aber wieder regelmäßiger ins Ziel und schien auf einem guten Weg zu sein.

Am Ende einer eigentlich bereits gewonnenen elften Runde musste Malignaggi nach einer harten rechten Geraden Canos aber kurz zu Boden, was den Kampf noch deutlich spannender machte. In der Schlussrunde fand Malignaggi zwar wieder einigermaßen zu seiner boxerischen Linie zurück, Cano suchte den K.o., konnte ihn aber nicht mehr erzwingen. Das Urteil (118-109 für Cano, 114-113 und 114-113 für Malignaggi) dürfte noch einigen Diskussionsstoff liefern, selbst das Malignaggi eigentlich wohlgesonnene Publikum schien mit der Entscheidung nicht ganz einverstanden zu sein. Den Titel hätte Cano, der das Gewichtslimit trotz zwei Versuchen nicht gebracht hatte, aber ohnehin nicht gewinnen können.

Den Unmut des Publikums konnte Malignaggi jedoch nicht ganz nach vollziehen. “Ich habe gewonnen. Ich habe ihn ausgeboxt, er hat zwar Druck gemacht, hat aber nicht viel getroffen”, sagte Malignaggi im Interview mit Jim Gray. “Respekt an Cano, er war stark. Es war aber sehr enttäuschend, dass der Titel heute nicht auf dem Spiel stand. Ich will jetzt sehen, wie sich Hatton gegen Senchenko schlägt, es wäre mir eine Ehre gegen ihn zu kämpfen.”

“Ich stimme dem Urteil nicht zu”, sagte Cano, der sich ungerecht behandelt fühlte. “Das Publikum und die Fernsehzuschauer sind meiner Meinung.” Auf Grund seiner starken Leistung wird es aber wohl nicht das letzte Mal gewesen sein, dass man von dem 23-jährigen Mexikaner gehört hat.

© adrivo Sportpresse GmbH

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8 Kommentare

  1. florian
    21. Oktober 2012 at 09:12 —

    Na gott sei dank das der Dopingsünder Morales nicht noch belohnt wurde. Garcia hat jetzt wohl bewiesen das er deutlich härter schlägt als sein Kampfrekord es zeigt schlieslich ist Morales schon mit einem Puncher wie Marcos Maidana über die Runden gegangen.

  2. 300
    21. Oktober 2012 at 10:29 —

    Morales sollte in Würde zurücktreten, bevor er das Schicksal von Jones Jr. teilt.

  3. MainEvent
    21. Oktober 2012 at 12:09 —

    300´s Foto (quelle: facebook)
    outsidecontext.com/wordpress/wp-content/uploads/2007/03/windowslivewriter300-c3a7300-823.jpg

  4. Tom
    21. Oktober 2012 at 13:06 —

    Der Sieg von Malignaggi ist mak wieder ein krasses Fehlurteil!

    Ein Hoch auf den Boxsport!!

  5. SemirBIH
    21. Oktober 2012 at 14:17 —

    Malignaggi ist so eine Flasche!! Sogar ein shoter Ricky Hatton würde ihn nochmal k.o schlagen!

  6. SemirBIH
    21. Oktober 2012 at 14:22 —

    Garcia vs. Matthysse würde ich sehr gerne sehen!

  7. Tim
    21. Oktober 2012 at 14:52 —

    Sehr schade was mit Morales passiert, dieser ehemals grosse Champion sollte längst zurücktreten. Nun war er wohl geschwächt vom Gewichtmachen und er ist eh schon seit längerem über seinem Zenit (deutlich). Eine Legende zerstört seinen Ruf.

  8. ghetto obelix
    21. Oktober 2012 at 18:09 —

    youtube.com/watch?v=U8lK0EGqJHs&feature=share

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