Gamboa besteht Test gegen Ponce de Leon: Keine Rückkehr ins Federgewicht

Yuriorkis Gamboa ©S. Yamada / ARENA.
Yuriorkis Gamboa © S. Yamada / ARENA.

Der ungeschlagene Kubaner Yuriorkis Gamboa (21-0, 16 K.o.’s) konnte sich in der Nacht auf heute gegen den Mexikaner Daniel Ponce de Leon (41-4, 34 K.o.’s) durch eine Technical Decision in der achten Runde durchsetzen. Ein Cut auf Ponce de Leons Stirn, das durch einen unabsichtlichen Zusammenstoß passiert war, machte ein Weiterkämpfen unmöglich, Gamboa lag zu diesem Zeitpunkt auf allen drei Punktezetteln klar voran (80-72, 80-72, 79-73).

Das erhoffte Feuerwerk war der Kampf in Atlantic City nicht geworden, wohl auch weil beide Boxer die Fähigkeiten des anderen Boxers zu sehr respektierten. Ponce de Leon verschanzte sich hinter der Deckung, um nicht dasselbe Schicksal wie zuletzt Jorge Solis zu erleiden und versuchte, Gamboa für seine gefährliche Linke in Position zu bringen. Gamboa war aber viel zu schnell, um sich von Ponce de Leon stellen zu lassen und dominierte den Kampf klar mit seinen schnellen Händen.

In der achten Runde stießen beide Boxer unglücklich mit den Köpfen zusammen, was ein tiefes vertikales Cut über Ponce de Leons Nasenwurzel verursachte. Der Kampf wurde zunächst unterbrochen und bald darauf abgebrochen, Gamboa wurde schließlich nach dem Gang zu den Punktezetteln zum Sieger erklärt.

„Natürlich erwarten sich die Zuschauer von Gamboa jedes Mal, wenn er in den Ring steigt, ein Feuerwerk“, kommentierte Promoter Ahmet Öner den Kampf. „Sein Stil ist einzigartig und spektakulär, weswegen jeder die großen Knockouts sehen will. Mir hat es aber gefallen, dass Yuri den Kampf so gut kontrolliert hat, anstatt in der Offensive zu viel zu riskieren. Was ich gesehen habe, war ein Gamboa, der einen weiteren Schritt zu einem kompletteren Fighter vollzogen hat.“

„Es war wichtig für mich, mal mehr als drei oder vier Runden zu kämpfen“, sagte Gamboa. „Ich habe früh im Kampf erkannt, dass er nicht in meiner Liga ist und mich nicht treffen kann, wenn ich ihn nicht lasse. Ich wollte daher die Zeit im Ring genießen und mehr Erfahrung sammeln. Man hat mir gesagt, dass er ein harter Puncher ist. Ich habe daher versucht, seinen Schlägen auszuweichen, was mir auch sehr gut gelungen ist. Wenn der Kampf nicht wegen des Cuts gestoppt worden wäre, hätte ich ihn in den Schlussrunden ausgeknockt.“

Gamboa bekräftigte nach dem Kampf in Atlantic City nochmals, dass er in seinem nächsten Fight definitiv in eine höhere Gewichtsklasse wechseln wird. „Mit dem Federgewicht habe ich abgeschlossen“, so Gamboa. „Es gibt nichts mehr zu beweisen. Ich will gegen die besten Boxer der Welt kämpfen, lebende Legenden wie Manny Pacquiao. Um der Beste zu sein, muss man die Besten schlagen. Das habe ich im Federgewicht gemacht. Das werde ich weiter tun. Bringt mir also die besten Pound for Pound-Fighter der Welt.“

© adrivo Sportpresse GmbH

10 Gedanken zu “Gamboa besteht Test gegen Ponce de Leon: Keine Rückkehr ins Federgewicht

  1. Gamboa ist zwar gut, aber er soll nicht von pacman träumen weil er nie in weltergewicht boxen kann weil er nicht die größe hat.. Er kann vieleicht noch eine gewichtsklasse höher gehen und auch erfolg haben, aber weltergewicht kann er vergessen..

  2. Gamboa Boxstil ist mit höheren Gewichtsklassen mehr als kompatibel. Sein Speed werde er wohl kaum einbüßen, da er ohnehin bei Kämpfen um die 64kg wiegt.
    Fazit: MIt seinen Kombos und seiner Präzision könnte er ähnlich wie Roy Jones Jr. die höheren Gewichtsklassen aufmischen, sein Glaskinn? könnte er dabei ohne weiteres mit seiner Beinarbeit und seinen Reflexen schützen.

  3. Respekt. Gamboa war besser als ich erwartet habe und hat bewiesen, dass er auch konzentriert in der Defensive boxen kann.
    Allerdings muss er noch Ausgewogener werden. Entweder offensiv oder Defensiv ist nicht das Gelbe vom Ei. Nach dem Kampf Gestern denke ich aber, dass er das hinbekommt. Würde gerne einen Kampf mit Takashi Uchiyama sehen (WM im Superfeder)

  4. @tyson:

    Pacman ist offziel gerade mal 1 cm größer als Gamboa. Weltergewicht wäre noch machbar. Danach wirds langsam eng, weil die Gewichtssprünge größer werden.
    Andererseits war Pacman gegen Margarito 11 cm kleiner und 7 kg leichter und das Ergebnis kennen wir alle.

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