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Fury vs Wilder – Rematch vorerst auf Eis

Ein Beitrag von FW

Fury vs Wilder – Rematch vorerst auf Eis

Leider unerquickliche Neuigkeiten in Sachen Fury vs Wilder 2: WBC-Präsident Mauricio Sulaiman hat publik gemacht, dass der von vielen erhoffte Fight vorerst nicht stattfinden wird. Laut Sulaiman hat der WBC eine entsprechende Mitteilung erhalten. Einzelheiten gab der WBC-Präsident nicht bekannt, außer dass Fury einen anderen Kampf bestreiten würde, jedoch in Aussicht stelle, den Rückkampf gegen Deontay Wilder später nachzuholen. Unklar ist bislang, wie sich dieser Umstand mit der Anordnung der WBC in Einklang bringen lässt: kurz nach der ersten Begegnung beider Boxer im Ring, die bekanntermaßen mit einem umstrittenen Draw endete, ordnete der WBC einen Rückkampf an.

Grund für die vorläufige “Absage“ dürfte wohl Furys neuer Vertrag mit dem US-Sender ESPN sein. Da Wilder vor allem beim Pay-TV-Sender Showtime boxt und mit Premier Boxing Champions (PBC) zusammenarbeitet, könnte das Problem darin bestehen, dass eine Einigung über die Vermarktung und Übertragung des Kampfes zwischen den TV-Sendern nicht so einfach unter Dach und Fach zu bringen ist.

Stattdessen wird Fury möglicherweise sein ESPN-Debüt gegen Joseph Parker bestreiten. Fury hat einen Co-Promotionsvertrag mit Bob Arum von Top Rank, Arum wiederum hat schon mit Parker und seinem Promoter David Higgins zusammen gearbeitet. Und Top Rank hat einen Vertrag mit ESPN. Würde also passen. Darüber hinaus hat Higgins schon verkündet, dass Parker kein Problem damit habe, gegen Fury in den Ring zu steigen, allerdings ist als Gegner für Fury auch der Name Dillian Whyte schon gefallen.

Wilder – nun wie Anthony Joshua noch vor kurzem ohne Gegner – war „not amused“ und machte seiner Wut auf Fury bei Twitter Luft:

“Du armer Mutterficker! Wir wissen, dass du das nur geschrieben hast, weil du wusstest, dass du nicht gegen mich kämpfen würdest. Du willst also erst einen Aufwärmkampf! Ich kann es dir aber nicht übelnehmen. Das würde ich wahrscheinlich auch wollen, wenn ich mein Gehirn über dem Ringboden verteilt gesehen hätte.“

Mit wem nun Wilder als nächstes im Ring steht, ist noch unbekannt. „The Bronze Bomber“ will allerdings am ursprünglich geplanten Datum, dem 18. Mai, festhalten. Als möglicher Gegner wird in Fachkreisen Dominic Breazeale gehandelt. Der 33jährige US-Amerikaner ist seit 2017 Wilders Pflichtherausforderer und könnte nun endlich zum Zuge kommen. Zwar hatte der WBC ihm einen Interimskampf gegen Dillian Whyte angeboten, dass allerdings nur, weil der Verband nach dem ersten Kampf zwischen Wilder und Fury ein Rematch zwischen den beiden Boxern anordnete. In diesem Fall stände nun der „Body Snatcher“ ohne Gegner da.

Im Interview mit der britischen Internetzeitung „The Independent“ hatte Whyte schon Anfang Februar aufgezählt, gegen wen er gerne boxen würde: „Breazeale finde ich perfekt. Wenn nicht er, dann Povetkin, wenn nicht der, dann Ortiz.” Da Ortiz am Wochenende gegen Christian Hammer antritt, bliebe noch Povetkin. Der russische Schwergewichtler hat seit seiner Niederlage gegen Joshua im September 2019 nicht mehr im Ring gestanden, gilt jedoch als möglicher Gegner für den ins HW aufgestiegenen Oleksandr Usyk. Usyks Team soll Povetkin schon ein Angebot gemacht haben, der Kampf fände dann am 18. Mai in Chicago statt.

 

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