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„Fury vs Whyte“ am 23. April

„Fury vs Whyte“ am 23. April

Wie ‚Gypsy King‘ Tyson Fury am gestrigen Dienstag angekündigt hat, wird der Kampf zwischen ihm und WBC-Pflichtherausforderer Dillian Whyte am 23. April im Londoner Wembley Stadion stattfinden.

Nach zähem Ringen um Whytes Börse hat der 34 Jahre alte ‚Body Snatcher‘ schließlich doch noch den Kampfvertrag unterschrieben. Vorausgegangen war ein wochenlanges Geplänkel, bei dem es sich vor allem der ‚Gypsy King‘ nicht nehmen ließ, immer wieder gegen seinen Landsmann auszuteilen.

So veröffentlichte Tyson Fury zum Beispiel ein Video, in dem er sagte, dass Whyte gefordert habe, für die Teilnahme an Pressekonferenzen für den Kampf bezahlt zu werden.

„Ich habe gerade gehört, dass die kleine Wurst Dillian Whyte für das Erscheinen zu einer Pressekonferenz bezahlt werden will. Du kleines, dummes, fettes Würstchen. (Verstehst Du das?) Feigling!”

Wenn das tatsächlich stimmt, war es wohl Whytes Versuch, seine Einnahmen auf diesem Weg noch etwas aufzubessern. Auch wenn Whyte auf den größten Zahltag seiner Karriere zusteuert und 8 Millionen Dollar für den Kampf gegen Fury bekommt, geht der Löwenanteil von rund 30 Millionen US-Dollar an Tyson Fury.

Whytes Promoter Eddie Hearn bemühte sich später darum, die Angelegenheit wieder „gerade zu biegen“: „Natürlich wird er (Dillian Whyte) zu einer Pressekonferenz gehen, aber auf die richtige Art und Weise, professionell. Whyte wird nicht in ein Ryanair-Flugzeug steigen und COVID bekommen!“

Trotzdem ließ es sich Fury nicht nehmen, auch den Umstand, dass Whyte den Vertrag nun unterschrieben habe, zu kommentieren.

„Oh mein Gott. Dillian Whyte hat seinen Vertrag über 8 Millionen Dollar unterschrieben. Was für eine Überraschung! Ein absoluter Idiot. Sollte das überhaupt ein Gesprächsthema sein? Der Mann hat für den größten Zahltag unterschrieben, den er jemals in seinem Leben bekommen wird.“

Wie es heißt, ist der Kampfvertrag zwar nun von beiden Boxern unterzeichnet worden, gerüchteweise gibt es aber noch eine kleine Hürde, die überwunden werden muss: ein Passus im Vertrag der „im Zusammenhang mit der britischen Steuereinbehaltung“ steht und über den wohl der WBC entscheiden muss.

Wie dem auch sei, Tyson Fury hat nun angekündigt, für die Dauer seiner Vorbereitung ab sofort nichts mehr in den sozialen Netzwerken zu posten.

Berichten wird sich Tyson Fury unter anderem mit Jared Anderson, Martin Bakole und David Adeleye als Sparringspartner auf den Kampf gegen Dillian Whyte vorbereiten.

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20 Kommentare

  1. 23. Februar 2022 at 09:18 —

    ich kann diese art nicht ab. ich finde das ist das woran boxen am miesten krank. warum es nie als richtiger sport ernstgenommen wurde und wird sondern eben mehr als zirkusnummer weil es sich eben selbst so darstellt. ich weis dass es oft nur show ist (bei fury bin ich mir da allerdings nicht sicher der könnte wirklich so sein) aber ich finde es zum kotzen.
    daher mag ich boxer wie joshua oder usyk die nicht diesen zirkus veranstalten viel lieber.

    • 23. Februar 2022 at 13:36 —

      Über die Art an sich kann man sicher geteilter Meinung sein.. Persönlich brauch ich es nicht unbedingt, empfinde es allerdings auch nicht als besonders negativ..
      Gerade von Fury gibt es allerdings ja genug Material über die letzten Jahre und wenn man sich ein wenig mit ihm beschäftigt, sollte eigentlich schnell klar sein, dass es reine Show ist..
      Ich verstehe absolut, wenn jemand AJ sympathischer findet.. Der ganze künstliche Joshua Hype ist schließlich darauf ausgelegt..
      Wer sich aber in erster Linie aus sportlicher Sicht mit Fury und AJ auseinander setzt, sollte im Vergleich Fury´s Talent und seine Fähigkeiten zumindest einmal Wert schätzen können..!

      • 23. Februar 2022 at 14:16 —

        “Wer sich aber in erster Linie aus sportlicher Sicht mit Fury und AJ auseinander setzt, sollte im Vergleich Fury´s Talent und seine Fähigkeiten zumindest einmal Wert schätzen können..!”

        Und trotzdem kann man ihn nicht leiden können auch wenn er sportlich durchaus seine qualitäten hat. auch wenn seine letzte aufzählung seiner besten HW gegner wo er whyte “scherzhaft” auf 5 gesetzt hatte. nur kam leider nach wilder und klitschko als nächsten nur noch pflaumen wie chisora oder cunnigham. was zeigt, dass er bis auf die beiden noch gegen recht wenig gut Hws gekämpft hat.

        • 23. Februar 2022 at 14:28 —

          Er hat Klitschko nach 10 Jahren in DL entthront und Wilder, der damals ebenfalls ungeschlagener WM war in USA deutlich geschlagen..
          Was hat AJ geleistet, dass man damit gleich setzen könnte.. Titelgewinne gegen Charles Martin und Andy Ruiz..? 😀

          Übrigens habe ich doch gar nicht verlangt, dass Du ihn leiden können sollst.. Insofern verstehe ich den Anfang Deiner Antwort nicht..?

          • 23. Februar 2022 at 14:54

            ja die beiden genannten gegner von joshua sind ganz ok aber sicher nicht seine besten. aber sein rekord hat doch mehr zu bieten. whyte, klitschko, povetkin, pulev, parker, ruiz und usyk sind schon alles gute gegner und alle besser als der 3. beste von fury. fury hatte 2 top gegner aber danach ist sense. nicht mal mehr ein gegner aus der 2. reihe wie breazeale oder martin ist dabei. das beste ist dann wirklich chisora und wallin und die sind für mich maximal 3. reihe. und wenn man bedenkt dass er gegen chisora (beim ersten mal) und wallin alles andere als gut aussah, dann sagt das schon vieles aus über den, der sich für den GOAT hällt. dazu müsste er schon noch eine reihe guter gegner schlagen um da überhaupt in die nähe zu kommen. whyte, usyk und joshua wären da mal ein anfang!

          • 23. Februar 2022 at 15:02

            Was rein die Masse betrifft stimme ich zu..
            Aber, zumindest in meinen Augen hat Fury eben ganz im Gegensatz zu AJ diese signature wins..
            Klar hat AJ WK auch besiegt, aber eben nicht in dessen backyard und zudem hatte dieser nicht mehr den Status den er vor dem Fury fight hatte..

            “whyte, usyk und joshua wären da mal ein anfang!”

            NEIN!! Der Anfang ist schon lange gemacht, das weißt auch Du..
            Außerdem Whyte.. lol, also bitte.. Whyte ist maximal auf dem selben Level wie Wallin, wenn überhaupt..
            Usyk ist derjenige, der für Fury sportlich noch interessant ist.. Selbst ein Sieg vs AJ wäre für den Gypsie nach WK und Wilder doch kein “großer” Sieg mehr..

          • 23. Februar 2022 at 15:03

            Ich würde den Sieg gegen Klitschko, der nicht wie sonst sich immer auf seinen Gegner rauflehnen konnte und deswegen völlig unbeholfen war auch nicht zu hoch bewerten, AJ hat das Trauerspiel wie Charles Martin wenigstens schnell beendet

          • 23. Februar 2022 at 15:08

            Ferenc..
            Vergleichst Du jetzt ernsthaft einen Sieg vs WK in DL mit einem Sieg vs Charles Martin im eigenen Wohnzimmer..???

          • 23. Februar 2022 at 15:12

            Fury ist 2 mal als underdog auswärts gegen die aktuell No1 im HW angetreten.. AJ hat den Titel in Form von Martin auf dem Silbertablett präsentiert bekommen..
            Ich hoffe es kommt noch zu Fury vs AJ (was ich nicht glaube..), damit der Klassenunterschied zwischen den beiden mal deutlich wird..

          • 23. Februar 2022 at 15:29

            Man darf den grandiosen Sieg Furys über Marcel Zeller in seinem damals erst zweiten Profikampf nicht vergessen 😉

            Nein im Ernst, Fury ist auf einem völlig anderen Level als AJ, was Topgegner angeht. Würde Dillian Whyte sogar, bis natürlich auf Usyk, als AJs bis dato härtesten Gegner bezeichnen. Klitschko war bereits durch, hatte fast zwei Jahr nicht mehr gekämpft und trotzdem war es ein extrem harter Sieg für AJ (wenn auch ein sehr spannender Fight). Der Faktor, dass Fury jeweils im Ausland gekämpft hat (und man weiß ja vor allem bei WK, mit welchen Widrigkeiten das für die „Gäste“ jeweils verbunden war), wird auch ziemlich unterschätzt.

            Und, btw, 2011 hat Fury Chisora, der später VK und Helenius Höllen gegeben hat, die erste Niederlage zugefügt, und damit seinen ersten wichtigen Titel (BBBoC-Championship) geholt.

          • 23. Februar 2022 at 15:38

            “Der Faktor, dass Fury jeweils im Ausland gekämpft hat (und man weiß ja vor allem bei WK, mit welchen Widrigkeiten das für die „Gäste“ jeweils verbunden war), wird auch ziemlich unterschätzt.”

            Aber 100%!

          • 23. Februar 2022 at 17:01

            @ flo – du erinnerst dich sicher auch noch daran, dass Furys Team eine halbe Stunde vor Kampfbeginn wütend abreisen wollte, weil Klitschkos Mannschaft einen besonders weichen Ringbodenuntergrund gewählt hatten, um Furys damaligen „Stick & Move“-Style zu konterkarieren. Damals dachte ich mir, was die anderen, vielleicht nicht so selbstbewussten Gegner alles hatten durchmachen müssen, wenn sie gegen K. in der Köpi-Arena antreten mussten.

            Und ein weiterer Fakt ist natürlich, dass Fury damals knapp eine Million € erhalten hat – Whyte bekommt heute garantiert das Siebenfache, bei einem Sieg sogar das Zehnfache. So viel zu ungerechten Börsen.

          • 23. Februar 2022 at 19:23

            Der arme Dillian.. nur 20% während lt Brennov 45% “verdient” gewesen wären…. 😀

            Ich hoffe er teilt es sich gut ein und gibt nicht alles auf einmal aus..

          • 24. Februar 2022 at 12:07

            stimmt ist viel zu wenig für die verarsche die seit 2016 mit ihm gelaufen ist. 6 jahre musste er auf diese chance warten. aber leider bekommt oft nicht das was man verdient. tortzdem sind die 7 mio $ schon relativ viel geld. auch wenn er mindestens 10 mio verdient hätte.

          • 24. Februar 2022 at 18:48

            Ok..!! 🙂

  2. 23. Februar 2022 at 13:05 —

    Fury ist ein Klasse Boxer keine frage aber er labert sehr viel.
    Er ist sehr oft am beleidigen und redet schlecht über andere Menschen.

    Wieso kann er einfach nicht mal seinen mund halten.
    Zeig doch mal bisschen Größe und Respekt..
    Das liebe ich an Uysk, Povekin und Joshua ..
    Keine Große fresse ….

    Ich hoffe nur das Dillian W sich gut vorbereitet und einbisschen was aushält aber ich denke er wird sehr schwer ko gehen.

    Wenn Joshua es schaffen sollte , uysk zu Besiegen und das klar und deutlich , hat er eine cha.. gegen Tyson Fury.

    Sonst gibt es da draußen keinen mehr.

  3. 23. Februar 2022 at 15:27 —

    Brennov hat schon recht, der Trashtalk ist nicht unbedingt ein stilvolles Mittel um seriös in Erscheinung zu treten aber Boxen ist eben kein Skispringen, Fußball oder Schwimmsport. Boxen ist rauer, primitiver, heroisierter und rein psychologisch stellt sich der Sportler ganz anderen Ängsten des Versagens als andere Sportler und dies kompensiert er eben teilweise so wie Fury. Natürlich mögen Fans das und Usyk zb ist auch sehr extrovertiert, nur eben nicht beleidigend. Wir Deutsche mögen Boxer wenn sie so sind wie wir uns sehen : höflich, ruhig, fokussiert und kulturell sind wir nicht besonders laut, daher wurde zb bei den Klitschkos der Bildungsgrad sehr hervorgehoben , sie wirkten wie die intelligenten,freundlichen Typen von nebenan.
    Ali hat es getan, Fury tut es, Mayweather tat es…..Trashtalk gehört für mich dazu, am Ende der 12ten liegen sie sich ja doch in den Armen.

    • 23. Februar 2022 at 19:56 —

      Guter Kommentar, genau so ist es, erst umarmen sie sich und ein paar Tage später treffen sie sich auf einen Kaffee und freuen sich gemeinsam, was für ein Bombengeschäft sie gemacht haben.

    • Richtig ist: Es gibt beim Boxen / im Kampfsportbereich wohl nicht unbedingt mehr Soziopathen als in den ach so harmlosen und netten Teamsportarten von nebenan.

      Aber nicht jeder Trashtalk und Ballyhoo ist deshalb gleich nur Talk und Show.
      Genug hassen sich bis aufs Blut…aber eben nur die wenigsten und nie ohne Vorgeschichte.
      Und man sieht es dann sofort nach dem Kampf, ob es gespielt war oder nicht.

      Der Ansatz mit den komplett anderen Verlust- und Versagensängsten bei einem Boxer als in körper- und gesichtsschonenderen Sportarten ist ein sehr guter und komplexer!

      Beispiel aus dem Fußball:

      youtube.com/watch?v=p_st29mlQwU
      (Die Quali ist wirklich komplett 2000er! 😀 )

      Foul von Keane und Karriereende [Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

      In der Saison 2000/01 kam es für Haaland zum folgenschweren Zusammentreffen mit Roy Keane. Vorangegangen war ein Disput der beiden Spieler aus dem Jahr 1997. Keane versuchte im Spiel zwischen Manchester United gegen Leeds Haaland mit einem Tackling zu stoppen. Bei dem Versuch zog er sich aber selbst einen Kreuzbandriss zu und fiel anschließend neun Monate verletzungsbedingt aus. Haaland blieb bei der Attacke unverletzt und beugte sich anschließend auf den verletzt am Boden liegenden Keane und beschuldigte ihn, eine Verletzung vorzutäuschen, um keine Bestrafung für seine rüde Attacke zu erhalten.[2]

      Daraufhin kam es zu keinem Aufeinandertreffen der beiden Spieler bis zum 21. April 2001. Fünf Minuten vor Spielende im Derby zwischen Manchester City gegen United foulte Keane den ballwegschlagenden Haaland per gestrecktem Fuß.[3] Vorerst wurde das Foul als Revanchefoul gewertet und Keane erhielt eine 3-Spiele-Sperre und eine Geldstrafe in Höhe von £5000. Im August 2002 veröffentlichte Keane seine Autobiographie, in der er den Auseinandersetzungen zwischen ihm und Haaland ein ganzes Kapitel im Buch widmete und offen zugab, dass er ihn von Anfang an gezielt verletzen wollte:

      „Ich habe lang genug gewartet. Ich habe ihn verflucht hart getroffen. Der Ball war da (glaube ich). Nimm das, du Schwein. Und steh niemals mehr über mir und spotte über gefakte Verletzungen.“

      • In der Folge wurde Keane vom englischen Fußballverband nachträglich mit einer weiteren Sperre von fünf Spielen und einer Geldstrafe in Höhe von £150.000 belegt.

        Haaland musste seine Karriere kurze Zeit später wegen einer Verletzung am anderen Knie beenden.[4] In einem Interview mit dem englischen Sunday Tribune aus dem Jahre 2008[5] kritisierte er Keane, da dieser durch die Ausschlachtung des Fouls in seinem Buch seine Vorbildfunktion außer Acht gelassen habe, um mit dieser unrühmlichen Aktion Profit zu erzielen. Das Foul an sich werde er ihm nicht nachtragen, da so etwas im Fußball nunmal passiere. Angesprochen auf den ersten Vorfall als Leeds-Spieler meinte er, dass er es nicht für möglich gehalten habe, dass Keane über die Jahre derartig nachtragend sei.

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