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„Fury vs Joshua“ kommt 2021

 „Fury vs Joshua“ kommt 2021

Eddie Hearn hat bei „SkySports” bekanntgegeben, dass es im kommenden Jahr zwei Kämpfe zwischen seinem Boxer Anthony Joshua und dem ‚Gypsy King‘ Tyson Fury geben soll.

Wie der Matchroom Boxing-Boss im Interview darlegte, gäbe es zwischen den Lagern grundsätzlich Einigkeit über die Fights, offen seien aber noch die genauen Termine und die Austragungsorte. Soweit Hearn erklärte, sind auch die Verträge noch nicht unterschrieben.

Schon im vergangenen Jahr hatte Hearn vermutet, dass Joshua wohl eine 50 zu 50-Aufteilung der Börsen akzeptieren müsse, falls es zu einer Begegnung mit Tyson Fury oder Deontay Wilder käme. Soweit bekannt, sollen beide Kämpfer im ersten Kampf jeweils 50 % der Börse erhalten, der Sieger bekäme im Rematch dann 60 % der Gesamtsumme.

„Es ist offiziell. Erst zertrümmere ich Deontay Wilder, dann vernichte ich Joshua”, schrieb Fury bei Twitter.

In einer kurzen Videosequenz bedankte sich Fury auch bei Daniel Kinahan: „Er hat mir gerade mitgeteilt, dass der größte Kampf in der britischen Boxgeschichte gerade vereinbart wurde. Großer Gruß an Dan. Er hat das buchstäblich über die Linie gebracht.”

Dem Iren werden enge Kontakte zum organisierten Verbrechen nachgesagt. Kinahan soll Kopf einer Organisation gewesen sein, die in Irland mit Waffen und Drogen gehandelt hat. Angeblich gab es bei den Aktivitäten der Bande auch Tote. Mittlerweile lebt Daniel Kinahan in Dubai und arbeitet als Berater der Sportorganisation KHK des Prinzen von Bahrain.

Bei den irischen Politkern stieß Tyson Furys Dank an Kinahan auf Unverständnis. Alan Kelly, der Vorsitzende der irischen Labour Party, äußerte im Unterhaus des Parlaments seine Besorgnis darüber, dass eine „hochrangige Persönlichkeit des organisierten Verbrechens auf globaler Ebene” nun als Boxpromoter im Nahen Osten aktiv sei. Unklar ist bislang, inwieweit Daniel Kinahan an dem Zustandekommen des Deals zwischen Anthony Joshua und Tyson Fury beteiligt ist.

Doch bevor es zum Aufeinandertreffen der beiden britischen Schwergewichtler kommt, haben beide noch andere Herausforderungen zu bewältigen. Furys dritter Kampf gegen den US-Amerikaner Deontay Wilder wird in der zweiten Jahreshälfte über die Bühne gehen und auch Anthony Joshua muss zuvor zur Pflichtverteidigung gegen Kubrat Pulev antreten.

Doch Wilder hin oder her, Fury ist sich sicher, dass der Fight gegen WBA-, WBO- und IBF-Weltmeister Anthony Joshua ein Kinderspiel wird: „Joshua ist überhaupt nicht gefährlich. Er ist wie ein großes Kuschelbaby”, erklärte der ‚Gypsy King‘ im Interview bei ESPN: „Warum sollte ich an ihn glauben, wenn er von Andy Ruiz ausgeknockt wurde?“

Die Sportwettenanbieter haben jedenfalls reagiert und schon jetzt Quoten zu „Fury vs Joshua“ in ihre Wettprogramme aufgenommen. Wenn es nach den Prognosen der Buchmacher geht, dann wird sich Fury im kommenden Jahr zum absoluten König im Schwergewicht krönen.

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5 Kommentare

  1. 14. Juni 2020 at 18:28 —

    Eine bittere Nachricht für Dillan Whyte

    • 14. Juni 2020 at 21:05 —

      Whyte hat AJ geboxt und ist schwer ko gegangen. Er hatte hier seine Chance. Auch ist er derzeit, zumind. was ich finden konnte, nirgends auf einer Pos. hier einen Kampf von AJ fordern zu können.
      Bleibt halt die WBC und Fury. Der Rückkampf mit Wilder war Teil des Deals, an dem auch die WBC mitverdient und mitgearbeitet hat. Der geht auf jeden Fall vor.
      Schaut man nun in das aktuelle Register der WBC Stand heute ist nach dem Titelträger auf 1.) Wilder, auf 2.) Usyk, auf 3.) Rivas … hier ist Whyte nicht mal in den TOP 20 gelistet.
      Der WBC Champ muss seinen Titel nur 1x im Jahr pflichtverteidigen. Der Kampf gegen Wilder als Nr. 1. wird vermutlich als solcher Kampf gezählt werden. Dann kann Whyte getrost 12 Monate warten und Fury kann boxen, wen er möchte.

      • 15. Juni 2020 at 22:55 —

        whyte ist interims champion deswegen ist er nicht im ranking. und damit ist er natürlich PH.

      • 15. Juni 2020 at 23:01 —

        der kampf von whyte war 2015 und da war joshua auch noch kein wm. soll jeder boxer der jemals in seiner frühphase mal verloren hat nie mehr die chance bekommen. whyte hat sich die chance mehr als verdient. mit einen eliminator gegen parker und chisora und dann mit dem interims kampf gegen rivas!
        aber leider hast du recht dass das geld mehr zählt wie der sportliche wettkampf. sonst hätte fury niemals die chance bekommen dürfen vor whyte gegen wilder zu boxen mit so super kämpfen wie gegen seferi oder schwarz!
        Whyte ist seit mitlerweile mehr als 2 jahren der offizielle PH des WBC Champ. Ed ist leider betrug am sport was da mit ihm abläuft!

  2. 14. Juni 2020 at 18:36 —

    Aber wäre natürlich schon ein klasse kampf. aber erst mal abwarten wie die beiden kämpfe gegen wilder und pulev ausgehen. vielleicht braucht es danach den kampf gar nicht.
    interesant auch was mit den PHs von WBO und WBC Usyk und Whyte wird?

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