Fritz Sdunek nach Herzinfarkt verstorben

Fritz Sdunek, Boxlegende und 16 Jahre lang Trainer von Vladimir Klitschko, ist den Folgen einer Herzattacke erlegen. Ärtzte eines Hamburger Krankenhauses kämpften tagelang um das Leben des 67jährigen, der in seiner Wahlheimat Gran Canaria einen Herzinfarkt erlitten hatte. Thomas Pütz, der Präsident des Bundes Deutscher Berufsboxer, teilte die traurige Nachricht heute mit: „Ich bin total schockiert. Damit geht der Boxwelt eine große Persönlichkeit verloren“

„Wladimir und Vitali haben es von der Familie erfahren. Sie sind tief bestürzt und sehr traurig. Es ist ein menschlicher und persönlicher Verlust. Er war für uns alle eine enger Freund, wir haben ihm viel zu verdanken. Als beide nach Hamburg kamen, war er die erste und wichtigste Bezugsperson.“ so Klitschko Manager Bernd Bönte.

Manuel Charr postete auf Facebook: „Ein sehr guter Mensch ist heute Morgen von uns gegangen, Herr Sduenk sie waren für mich immer eine Respektsperson und für mich persönlich der beste Schwergewichts Trainer! Ich habe von Ihnen viel lernen können. Herr Sduenk danke für die tolle Zeit mit Ihnen!  R.I.P DER MEISTERMACHER“

Axel Schulz, für kurze Zeit Sduneks Schützling und langjähriger sportlicher Konkurrent, erklärte gegenüber FOCUS Online: „Das ist ein absoluter Niederschlag und Schock für mich. Fritz war ein ganz Großer, einer der Box-Deutschland bewegte. Er hatte nicht umsonst all die Weltmeister. Ich wünsche seiner Familie alles Gute.“

Neben Vitali und Wladimir Klitschko feierte Sdunek mit vielen anderen Boxern, wie Dariusz Michalczewski, Manuel Charr, Ralf Rocchigiani, oder Felix Sturm große Erfolge. „Ich habe eben die Nachricht erfahren und bin vollkommen fassungslos“, kommentierte Sturm. „Worte können meinen Schmerz nicht ausdrücken. Fritz, ich werde dich nie vergessen“, schrieb Sturm bei Twitter. Beide waren erst im September nach vier gemeinsamen Jahren getrennte Wege gegangen. Sdunek begründete den Schritt damals auch mit Sorge um seine Gesundheit: „Ich muss auch auf mich aufpassen. Vor allem auf meine Gesundheit. Ich bin auch nicht mehr der Jüngste. Meine innere Stimme sagte: ‚Fritz, mach Schluss mit Felix, mach den Stress nicht mehr mit‘.

Foto PA

 

 

 

37 Gedanken zu “Fritz Sdunek nach Herzinfarkt verstorben

  1. Trotz der vielen grauenhaften Boxer und Unsympathen (Würmchen, Bitchko, Charr, Michalczewski) die er trainierte und betreute, wünsche ich seiner Familie viel Kraft und Unterstützung in dieser Zeit. Mein aufrichtiges Beileid an die Hinterbliebenen des wohl ehrlichsten und fähigsten deutschen Boxtrainer der letzten 20 Jahre.
    Seine knappen, ohne Umschweife geraden Analysen werden mir wirklich fehlen, ohne Scheiß!

    Ruhe in Frieden Fritz!

  2. RIP der beste deutsche Trainer hat uns verlassen.
    Hatte das Glück ihn persönlich kennenzulernen.
    Fritz war ein ganz feiner Kerl. Man konnte sich sehr gut mit ihm unterhalten.
    Einer der wenigen Trainer die mir fehlen werde.
    Keine Selbstinszinierung, klare Ansagen, knallharte Analysen, dass alles war Fritz Sdunek.
    Machs gut Fritz, du wirst Box-Deutschland fehlen.

      1. @Fallobst: Dir müsst Felix Sturm mal richtig den Ar.sch versohlen, mal sehen wer dann der Feigling ist. Du bist übrigens noch viel erbärmlicher als Vitalis Karriereende.

        @Fritz Sdunek: RIP 🙁
        Hab dich im Sommer noch live am Ring gesehen, die gesamte Boxwelt wird dich vermissen

        1. @ Simone

          Heul nicht rum. Und was Stürmchen betrifft, er Boxt sicher besser als ich, ist aber im gegensatz zu mir ein Zwerg, sowohl größentechnisch als auch gewichtsmäßig. Der alte parkhausprügler kann gerne kommen.

          Und Nein, nichts ist erbärmlicher als Stützstrumpf Vitalis Karriereende. Das wurde sogar wissenschaftlich bewiesen.

          Übrigens, so traurig das ganze auch ist, man muss das mal so sehen. Szdunek hatte sicher ein schönes leben ohne finanzielle sorgen. Klar er hätte noch paar jahre länger leben können und er war vor der kamera immer er selbst, keiner von der sorte selbstdarsteller, aber vielleicht hat Szdunek einfach den richtigen Zeitpunkt für sein Karriereende verpasst. Vielleicht hätte ihn aber auch ein Herzinfarkt getötet wenn er vor 5 jahren aufgehört hätte, das kann keiner sagen. Wichtig ist doch das er ein gutes leben hatte, früher oder später beißen wir alle ins Gras. Rip.

    1. @ Laui

      Hier hat niemand die Null gewählt, also halt die füße still junge.

      Übrigens war mein beitrag ernst gemeint. Felix Sturmic zu trainieren kostete Sdunek sicher substanz. Damit mein ich nicht die trainingseinheiten, sondern auch der stress den er sich geben musste nachdem Sturmic als HWler aus dem Urlaub kam.

      Wer weiß, hätte Sdunek vielleicht früher seine Karriere beendet, wäre ihn das erspart geblieben. Ist immer ein geben und nehmen. Aber das kann niemand genau sagen.

    1. Gott sei Dank ist die USA niemals von Europäern besiedelt worden und Amerikaner europäischen Ursprungs… 😉

      Oder wie viele indianische Boxer kennst du?

      Der Häuptling, der gegen Brähmer abgeloost, hat zählt schon mal nicht!

  3. R.I.P Fritz Sdunek, Udo Jürgens, Joe Cocker
    Ein großartiger Mensch und Trainer ist von uns gegangen, und dann so kurz vor Weihnachten, traurig für die Familien und Angehörigen, auch von Udo Jürgens oder Joe Cocker, da hätte man denen nochmal ein letztes Wiehnachtsfest zusammen gewünscht, nur leider kann man sich das nicht aussuchen, hatte ein ähnliches Schicksal erst vor 3 Jahren, mein Vater verstarb am 18.12, mein Birthday fällt auf den 21.12, Beerdigung war am 22.12, kann gut nachvollziehen, was die Familien gerade durchmachen..Ruhe in Frieden Fritz!

  4. Ruhe in Frieden, alter Fritz!
    Ich werde Deine manchmal spröde daherkommenden Kommentare vermissen!
    Schön, dass man von Dir immer Klartext gehört hat und Du Dir immer Deinen spitzbübischen Schalk erhalten konntest.
    Danke, Dass Du und der Tiger mich praktisch zum Boxfan gemacht habt.
    Danke für Deine Unterstützung auch der kleinen regionalen Schreiberlinge! Eine Stunde im Gym war lehrreicher als tagelange TV-Studien von Fights.
    Wir sehen uns hoffentlich wieder!

      1. Was heisst persönlich gekannt?
        Ich durfte 1998 als Journalismus-Novize über den Kampf Tiger vs. Mark Prince berichten der bei mir um die Ecke stattfand und war deshalb im Vorfeld auch bei einer Trainingseinheit im Gym dabei.
        Sowohl Sdunek als auch Michalczewski haben mich beeindruckt!

        Bin aber schon lange raus aus dem Geschäft und glücklich damit. Das Interesse am Boxen ist aber geblieben.

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