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„Freispruch“ für Terry O’Connor

„Freispruch“ für Terry O’Connor

Der britische Punkt- und Ringrichter Terry O’Connor ist nach einer Untersuchung des British Boxing Board of Control freigesprochen worden. Der 67-jährige aus Birmingham war – nachdem in den sozialen Netzwerken der folgende Screenshot für Aufsehen gesorgt hatte – beschuldigt worden, während seiner Tätigkeit als Punktrichter sein Mobiltelefon benutzt zu haben.

Bild: Mark Taylor / Twitter

Die zugegebenermaßen nicht nachvollziehbaren Urteile, die O`Connor mitunter fällt, hatten sicher dem Sturm der Entrüstung, der daraufhin losbrach, Vortrieb gegeben. Zumal der Schnappschuss während eines Kampfes gemacht wurde, den O`Connor wieder einmal völlig „verwertete“.

Während „SkySports“-Kommentator Matt Macklin und Experte Tony Bellew den Kampf 118-110 für Miguel Vazquez sahen und auch Punktrichter Marcus McDonnell den Boxer aus Mexiko mit 116-113 vorne hatte, war für O`Connor Heimboxer Lewis Ritson mit 117:111 der klare Gewinner des Matches. Selbst Ritsons Promoter Eddie Hearn war der Meinung, dass Vazquez den Sieg verdient hätte und bezeichnete O’Connors Karte als „Schande”.

O`Connor war daraufhin vom BBBofC zu einer Anhörung geladen worden, wurde jedoch von jeglichem Fehlverhalten freigesprochen: „Nach eingehender Prüfung des Filmmaterials und der von Mr. O’Connor vorgelegten Beweise sind die Stewards überzeugt, dass Mr. O’Connor während der Ausübung seiner Pflichten als Kampfrichter im Wettkampf zwischen Lewis Ritson und Miguel Vazquez kein Telefon oder Handheld-Gerät benutzt hat und seine Wertung des besagten Kampfes in keiner Weise beeinträchtigt wurde.

Darüber hinaus wurde Mr. O’Connors Wertung des Kampfes berücksichtigt, und weil die Bewertung eines Wettkampfes subjektiv ist und Mr. O’Connor die Gründe für seine Wertung darlegen konnte, sind die Stewards zufrieden, weil Mr. O’Connors Endergebnis seine eigene Meinung über den Wettkampf widerspiegelt.“

Trotz „Freispruch“ bleibt ein fader Nachgeschmack. Immerhin ist es nicht das erste Mal, dass ein Urteil von Terry O`Connor mehr als fragwürdig ist. Dass O`Connor mancherorts als ehrenwerter Veteran gefeiert wird, dessen Image nun ohne eigenes Verschulden Schaden genommen habe, macht das Ganze nicht besser.

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