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Frank Warren meldet sich zurück

Frank Warren meldet sich zurück

Warren hat angekündigt, mit seiner Queensberry Promotions am 10. Juli die erste Boxveranstaltung nach der Corona-Zwangspause durchzuführen. „Ich freue mich sehr, den Fans mitteilen zu können, dass das Warten auf die Rückkehr des Live-Boxens zu Ende geht”, erklärte Frank Warren: „Es war eine lange Strecke und eine anstrengende Zeit für alle, aber wir können jetzt das erste Flackern des Lichts am Ende des Tunnels sehen.“

Superbantam-Commonwealthchampion Brad Foster verteidigt seinen Titel gegen seinen Landsmann James Beech, der britische Superfedergewichtschampion Anthony Cacace trifft auf Lyon Woodstock und Lerrone Richards tritt im Kampf um seinen Supermittelgewichtstitel gegen Umar Sadiq an.

Den Richtlinien der britischen Regierung folgend, sind allerdings bis auf weiteres keine Zuschauer erlaubt. Trotzdem will der Queensberry Promotions-Boss „Gas geben“: „Unsere Eröffnungsshow am 10. Juli ist nur der Anfang. Wir werden versuchen in unserer Sommersaison, in der wir mindestens fünf TV-Shows liefern, größer und besser zu werden. Es wird gute Kämpfe zwischen jungen hungrigen einheimischen Kämpfern geben. Britisches Boxen, wie es sein sollte.“ sagte Warren sinngemäß weiter.

Die Kämpfe zu sehen, bleibt allerdings den Abonnenten von BT Sport vorenthalten. Aufgezeichnet werden die Fights – laut Frank Warren – in einem Studio im Olympischen Dorf in London: „Ich bin gespannt, wie meine Jungs damit umgehen, dass es keine Zuschauer gibt. Jeder Promoter möchte, dass seine Jungs bejubelte Heimkämpfer sind, weil es mehr aus ihnen herausholt, aber im Moment ist dieser Vorteil weg. Ich hoffe, wir kehren so schnell wie möglich zu einer Situation mit ‚Live-Zuschauern‘ zurück. Aber je länger das Ganze dauert, umso wahrscheinlicher wird es, dass Leute wie Daniel Dubois und Joe Joyce hinter verschlossenen Türen kämpfen werden.“

Das wirft allerdings Probleme auf: die Kosten sind hoch, die Einnahmen ohne zahlendes Publikum zu niedrig: „Das British Boxing Board of Control erwartet von uns, dass wir für alles, für die Tests und die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen bezahlen, sodass für jede Veranstaltung zusätzliche Kosten in Höhe von mehreren tausend Pfund anfallen. Damit verdienen wir kein Geld.“

Ähnliches dürfte wohl auch für Eddie Hearn und Matchroom Boxing gelten. Um Hearns Planungen für Kämpfe im parkähnlichen Garten des Hearnschen Anwesens ist es aktuell etwas ruhiger geworden, erst gestern (am 18. Juni) postete Eddie Hearn aber noch das folgende Bild in einem sozialen Netzwerk.

Bild: Eddie Hearn / Twitter

Hearn will Kämpfe auf dem Außengelände des 15 Hektar großen Grundstücks veranstalten, auf dem sich – in einem Herrenhaus – auch die Matchroom Boxing-Büros befinden.

 

Vier Mittsommer-Samstagnacht-Events will Hearn durchführen, ohne Zuschauer mit reduzierten Kampfteams und einer verkleinerten Event-Crew. Lediglich 90 Personen pro Veranstaltung sind geplant. Übertragen wird das Ganze von „SkySports“, Matchrooms Sendepartner in Großbritannien.

Insiderinformationen zufolge betragen alleine die COVID-19-Tests für die vier geplanten Veranstaltungen rund 31.000 Euro. Dazu kommt der finanzielle Aufwand, den es mit sich bringt, Hearns Anwesen so einzurichten, dass eine TV-Übertragung möglich ist. „Es ist eine große Mission”, sagte Hearn im Interview mit der „Mail Online“.

Das weiß auch Robert Smith, seines Zeichens Generalsekretär des British Boxing Board of Control. Smith erklärte bei einem „BBC 5 Live“, dass Promotoren, die hinter verschlossenen Türen veranstalten, „einen großen finanziellen Aufwand in Kauf nehmen müssen“. „Finanziell wird es für uns schmerzhaft sein”, so Hearn in einem Interview.

Aber viele Boxer wollen endlich wieder in den Ring zurückkehren. „Selbst Anthony Joshua Anthony Joshua hat Interesse daran signalisiert, im Fight Camp zu kämpfen”, so Hearn im Interview mit iFL TV: „Aber ich denke nicht, dass das unbedingt eine Option ist.“

ESPN hat vor kurzem berichtet, dass Kroatien ein „sehr solides Angebot” für die Ausrichtung des Kampfes zwischen Joshua und IBF-Pflichtherausforderer Kubrat Pulev vorgelegt habe, aber Joshua will den Fight nur in Großbritannien antreten.

So oder so darf man gespannt sein, was Frank Warren und Eddie Hearn in den kommenden Monaten zustande bringen. Zumindest Eddie Hearn geht davon aus, dass seine Fight Camp im Garten „großartig für das Boxen sein wird, aber nicht großartig für das Gras!“

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