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Frank Paines kein Test für Yordanis Despaigne – Der Kubaner bleibt ungeschlagen

Mit Yordanis Despaigne und Frank Paines stiegen am Mittwochabend zwei ungeschlagene Boxer gegeneinander in den Ring, doch den gesamten Kampf hindurch war ein deutlicher Klassenunterschied sichtbar. Der ehemalige kubanische Topamateur Yordanis Despaigne boxte den zuvor ungetesteten Paines zehn Runden lang aus ohne dabei all zu viel zeigen zu müssen.

Paines war zwar zuvor in elf Kämpfen ungeschlagen und hatte dabei zehn Siege vorzeitig eingefahren, war aber dabei ausschließlich gegen völlig schwache Gegner angetreten, die zumeist noch ohne Sieg waren. Der Kampf gegen Despaigne bedeutete daher für ihn einen großen Schritt nach oben in der Qualität der Gegnerschaft; zu groß, wie sich schnell heraus stellte.

Despaigne beherrschte den Kampf eigentlich nach Belieben. Der 30-jährige Kubaner war nicht nur der deutlich größere und physisch stärkere Mann, sondern auch athletisch und technisch um Längen überlegen. Man bekam als Zuschauer schon früh den Eindruck, dass Despaigne in der Lage wäre Paines relativ früh zu stoppen, wenn er seinen üblichen zurückhaltenden Stil ablegen würde und aggressiver agieren würde, doch Despaigne begnügte sich damit Paines locker auszuboxen.

Dass er durchaus über die Schlagkraft verfügte um Paines auszuknocken bewies er in der zweiten Runde, als er einen kurzen linken Haken anbrachte, der Paines prompt auf seinen Hosenboden beförderte. Despaigne setzte daraufhin etwas aggressiver als zuvor nach und landete auch noch ein paar gute, harte Treffer, zeigte aber nicht die letzte Konsequenz um den Kampf zu diesem Zeitpunkt bereits zu beenden.

So verliefen die folgenden Runden weitestgehend ereignisarm, da Despaigne sein besseres boxerisches Können präsentierte und Paines immer weiter nach Punkten zurück fiel. Eine böse Cutverletzung über Despaignes rechtem Auge, die von einem unabsichtlichen Kopfstoß stammte, versprach in der fünften Runde noch einmal für Spannung zu sorgen, doch der Cut, der zuerst stark blutete, aber ein paar Runden später von seinem Cutman unter Kontrolle gebracht worden war, störte Despaigne kaum in seinem Rhythmus, und auch wenn er einen Gang zurück zu schalten schien, beherrschte der Kubaner den Kampf weiterhin recht problemlos.

Am Ende schien Despaigne alle zehn Runden gewonnen zu haben, doch einer der drei Punktrichter fand den Kampf unerklärlicherweise eng und gab ein 96-93 Urteil zugunsten des Kubaners ab. Die anderen beiden Punktrichter hatten es besser gesehen und hatten Despaigne mit deutlichen 100-89 und 99-90 vorne. Für Despaigne, der bereits vor dem Kampf bei der WBC in der Top 10 im Halbschwergewicht gerankt war, war es der siebte Sieg im siebtem Profikampf.

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